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Delikatessen: Der vierte Fall für Bruno, Chef de police
 
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Delikatessen: Der vierte Fall für Bruno, Chef de police [Gebundene Ausgabe]

Martin Walker , Michael Windgassen
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 403 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (24. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257068190
  • ISBN-13: 978-3257068191
  • Originaltitel: The Crowded Grave
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 124 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Martin Walker
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Savoir vivre : Archäologische Funde zeigen, dass man schon vor 30 000 Jahren im Périgord gut leben konnte. Aber der Tote, auf den man bei neuen Grabungen stößt, stammt eindeutig aus dem falschen Jahrhundert und weist alle Spuren eines Gewaltverbrechens auf.

Über den Autor

Martin Walker, geboren 1947, ist gebürtiger Schotte und nicht nur Schriftsteller, sondern auch Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und studierte Geschichte in Oxford sowie internationale Beziehungen und Wirtschaft in Harvard. Danach war er 25 Jahre lang Journalist bei der britischen Tageszeitung "The Guardian". Heute ist Martin Walker Vorsitzender des Global Business Policy Council, eines privaten Think Tanks für Topmanager mit Sitz in Washington. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, unter anderem über den Kalten Krieg, über Gorbatschow und die Perestroika, über Präsident Bill Clinton sowie über das neue Amerika. Martin Walkers Bruno-Romane erscheinen gleichzeitig in zehn Sprachen.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In Saint-Denis, dem ansonsten friedlichen Flecken im Herzen des Perigord, dort wo man glaubt, dank seiner freundlichen Menschen, die den wirklichen Sinn des Lebens kennen, indem sie sich großzügig Zeit für die ausgiebigen Genüsse für Leib und Seele gönnen, das wahre Frankreich entdeckt zu haben, müssen die Bewohner plötzlich feststellen, dass auch sie sich nicht im Zustand des paradiesischen Losgelöstseins von kríminellen Machenschaften wähnen können.

Wer wüsste das besser als Bruno, Chef de police dieser malerischen Kleinstadt, deren Bewohner überwiegend von berühmten, französischen Spezialitäten leben, die von hier aus immer wieder ihren kulinarischen Siegeszug um die ganze Welt antreten. Trüffel und "Foie gras" sind nur zwei Beispiele, die den Feinschmecker sofort an das Perigord denken lassen.

Gewöhnlich sind es die Probleme des Alltages, mit denen sich der allseits beliebte und in der Gemeinde hoch geschätzte Chef der Stadtpolizei herum schlagen muss. Kapitalverbrechen sind eher die Ausnahme und er findet trotz seines großen Engagement für die Menschen in seinem Revier noch genügend Zeit viele Freundschaften zu pflegen, oftmals verbunden mit großartigen Genüssen in fröhlichen, kulinarischen Runden.

Als jedoch aus Paris die Information eintrifft, ein französisch-spanisches Gipfeltreffen soll in einigen Tagen vor Ort stattfinden, kommt Hektik ins Spiel, ein Zustand den der besonnene Bruno so gar nicht liebt. Zu allem Überfluss wird auf dem historischen Ausgrabungsfeld, schon vor über dreißigtausend Jahren haben unsere menschlichen Vorfahren auch schon den Reiz dieses besonderen Fleckchens Erde erkannt, seitens eines Archäologie-Studenten, anstelle des Skeletts eines prähistorischen Ureinwohners, die Leíche eines vor etwa zwanzig Jahren ermordeten Mannes ausgegraben. Mit diesen Knochen haben die Archäologen eindeutig nichts zu tun, hier muss Bruno mit seinen Männer ran.

Zeitgleich werden auf verschiedenen Bauernhöfen in der Umgebung Anschläge auf die Stallungen und Gehege der Bauern verübt, die sich ihren Lebensunterhalt mit den gestopften Gänsen und deren Aufzucht verdíenen, eine Sache, die den Tierschutzaktívisten schon lange ein Dorn im Auge ist. Sie haben den Bauern den rücksichtslosen Kampf angesagt, bei dem sie auch vor strafbaren Aktionen nicht zurück schrecken. Auch hier ist Bruno gefragt, schnell die Täter zu ermitteln. Er muss unbedingt verhindern, dass die Aktionen sich ausweiten. Die Existenz der Bauern steht auf dem Spiel, aber viel mehr noch ist ein nationales kulinarisches Heiligtum angegriffen worden, denn fast alle Franzosen lieben ihre "Foie-gras". An den hohen Feiertagen darf sie auf nahezu keiner Festtafel fehlen. Bruno ist gefordert, weit mehr als er anfänglich überschauen kann. Es wird zu dramatischen Aktionen kommen, die für ihn lebensbedrohlich werden, da das Gípfeltreffen Terrorísten auf den Plan ruft, eiskalte Kíller mit unbedingtem Tötungswillen. Nur gut, dass seine Kollegin und frühere Freundin mit ihm die Sache durchstehen kann. Sein geliebter Basset kann es zum großen Schmerzen seines Herrchens leider nicht.

Martin Walker hat in dem hier vorgelegten vierten Band seiner Reihe: Bruno, Chef de police wieder einmal mehr ein heikles Thema der französischen Innenpolitik angepackt, die Problematik der baskischen Widerstandsorganisation ÉTA, ihre Aktionen beiderseits der spanisch-französischen Grenze und wie der Französische Staat mit den aus Spanien geflüchteten Mitgliedern umgegangen ist. Eine äußerst brisante Angelegenheit, da die Basken ja bekannter Weise auf beiden Seiten der Pyrenäen zu Hause sind.

Der Autor aber hat nicht nur ein großes Interesse an den politischen Problemen des geliebten Landes, sein ganzes Herz ist voll für das Perigord, seine Menschen, seine Landschaften und nicht zuletzt für das "Savoir vivre" , das dort entfaltet wird. Kurzum alles das was auch sein Protagonist Bruno so besonders liebt.

Dabei versteht er es dem Leser auf spannende Art und Weise alles zusammen leichtfüßig und schmackhaft aufzutischen, nicht unähnlich wie bei einem besonderen Menü, just aus dieser Region. Sollten man nicht wie viele schon dreimal die köstliche Melange Martin Walkers genossen haben, darf man sich auf das Recht der ersten großen Vergnügung einstellen, für alle anderen ist es das vertraute Wissen, mit diesem Buch ist man für viele schöne Stunden erst einmal wieder weg, dorthin wo das Leben noch mit den ganz besonderen Reizen aufwartet.

Empfehlenswert
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Martin Walker beglückt uns mit "Delikatessen" ein viertes Mal mit einer Kriminalgeschichte rund um Bruno, den Dorfpolizisten des kleinen Kaffs Saint Denis im Périgord, der weitab vom Trubel der hektischen Metropolen mit seinen Dorfkumpanen ein beschauliches, geniesserisches Leben führt und darin nur hin und wieder - sooft Walker es eben will - von einem Verbrechen gestört wird.

Dieses Mal gelingt Walker die Verbindung verschiedener Handlungsstränge wieder ganz hervorragend, nicht so wie in seinem letzten "Bruno"-Roman ("schwarze Diamanten"). Die Erzählstränge, die hier verwoben und wieder auseinanderdividiert werden sind: Ein Mord, der vor langer Zeit geschah, ein sensationeller archäologischer Fund und der Widerstand von Tierschützern gegen die vermeintlich tierquälerische kleinbäuerliche Produktion von Enten- und Gänseleber.

Und Schwups! sind sie wieder versammelt, all die Themen, von denen Walker die Hände nicht lassen kann: Frankreichs Esskultur und die politischen Dimensionen des Geniessertums, seine Vorstellungen von männlicher Galanterie und der spielerischen Konfrontation mit der weiblichen Emanzipation, seine Fanfaren auf die kameradschaftliche Dorfgemeinschaft, die mit Ihresgleichen pfleglich umgeht, bei kleinen Rechtsübertretungen ein Auge zudrückt und, von gesundem Menschenverstand beseelt, stets Gut und Böse auseinanderzuhalten weiss. Daneben taucht auch wieder hie und da diese leise Kritik an behördlicher Willkür und zentralistischer EU-Bürokratie auf, dieses kopfschüttelnde Unverständnis für die Lebensfremdheit der grossstädtischen Polit-Technokraten, die immer noch nicht verstanden haben, was es heisst, zu leben und leben zu lassen. Das sind alles keine Hiebe, denn das wäre nicht Walkers Stil, es sind vielmehr kleine Nadelstiche in einem Meer von ansonsten behäbiger Gutmütigkeit.

Dennoch stellt sich bei mir eine langsame, schleichende Ermüdung ein. Mittlerweile habe ich wohl verstanden, dass es einen Graben zwischen dörflicher Menschenfreundlichkeit und Pariser Arroganz gibt, dass die französische Lebensart mitsamt ihrer Ess- und Trinkkultur bedroht ist und wohl nur noch von aufgebrachten Bildungsbürgern wie Martin Walker gerettet werden kann.

Ich hätte nichts dagegen, wenn der englische Lebemann und Publizist seine Romane von diesem Fundus an Kulturkritik entledigte und sich ganz auf andere Themen konzentrierte. Er dürfte seinen Figuren ruhig etwas mehr Profil verleihen, dürfte die Enttäuschungen und Härten des Lebens schildern und dabei für einmal auf sein Happy-End verzichten, mit dem er seine Romane den Unbilden der Wirklichkeit zu entziehen scheint. Er dürfte ruhig seine Geschichten etwas weiter entwickeln, etwas weniger durchschaubar machen, der Gemeinheit mehr Raum geben, ein Quäntchen Unmoral einfliessen lassen und sich eingestehen, dass es solche aufrechten und für immer weissgewaschenen Figuren wie Bruno eigentlich nicht geben kann.

Bei aller Sympathie beginnt dieser Held ohne Fehler langsam aber sicher meine Geduld zu strapazieren. Bruno ist pflichtbewusst, zuverlässig, loyal, menschlich, antirassistisch, ein belesener Soldat, ein ausgezeichneter Jäger und Koch, ein selbstständiger Mann, ein respektvoller Liebhaber, ein ganz und gar aufrechter Kerl ohne Macken. Das ist dann irgendwann ganz einfach zu viel und man beginnt sich nach Figuren zu sehnen, wie sie eine Patricia Highsmith gezeichnet hat: gute Charakteren, aber innerlich zerrissen, unstet und derart voll von Fehlern, dass man nicht weiss, ob man sie mögen oder hassen soll.
Zudem scheint mir, dass Walker leider mehr und mehr eine willfährig Geisel seiner eigenen Geschichten wird, und es kann wohl kein Lösegeld aus hunderttausenden verkaufter "Bruno"-Romane hoch genug sein, um aus den Fängen der biederen und liebevollen Provinzfranzosen zu entkommen. Im Gegenteil, Martin Walker dürfte sich bestärkt darin fühlen, diese Serie von kuscheligen Räuber und Gendarm-Possen ("Fang mich - ich bin der Mörder!") weiterzuschreiben.

Dennoch kann von der Lektüre dieses Bandes nicht gänzlich abgeraten werden. Wer sich nach einem anstrengenden Arbeitstag gerne ins Bett legt um mit einer gut erzählten und herzerwärmenden Geschichte seinen Adrenalinspiegel langsam zurückzufahren, ist mit Martin Walkers Buch gut bedient. "Bruno"-Romane zu lesen ist eine kleine Konzession an die Stärken der intelligenten Trivialliteratur: Gefühle und Stimmungen werden in dieser Sparte besonders gut eingesetzt und ausgebreitet - immer vorausgesetzt, dass ein Roman dieses Genres ein gewisses Niveau hat - und dies ist bei Martin Walker ganz sicher der Fall. Verdammt - ich kann es wohl auch nächstes Mal wieder nicht lassen und werde auch den fünften "Bruno"-Roman lesen müssen, und das sagt, ich geb's zu, eigentlich alles.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von F. Kluge TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Bruno die Vierte! Erneut läßt uns Martin Walker an einem Fall mit seinem Dorfpolizisten von St.-Denis und Umgebung, teilhaben. Dabei recherchiert Bruno mit Witz und Menschlichkeit. Die Charaktere, die uns in den Büchern von M.W. begegnen, besonders die Bewohner von Saint-Denis, sind wieder sprachlich ausgezeichnet gelungen. Man kann sie sich förmlich vorstellen. Ebenso die Beschreibungen von Land und Küche. Man verspürt direkt Lust auf dieses Fleckchen Erde!

Neben Land, Leuten und den kulinarischen Köstlichkeiten kommt auch wieder ein Mord vor, der vor über 20 Jahren geschehen sein muß. Der Polizist Bruno muß an mehreren Fronten gleichzeitig tätig werden. Ein Archäologenteam entdeckt mehrere Leichen, aber nicht alle scheinen vor über 30.000 Jahren zu Tode gekommen ein. Es sieht so aus, dass eine der entdeckten Leichen bei einem Gewaltverbrechen, welches in den 1980er Jahren stattgefunden haben muß, zu Tode kam. Gleichzeitig werden militante Tierschützer aktiv, die Anschläge auf Gänsefarmen verüben. Aber, Bruno muß sich auch noch mit um ein geplantes spanisch-französisches Gipfeltreffen kümmern, welches die ETA - die baskische Separatistenbewegung zum Thema hat, die sich in Saint-Denis treffen wollen. Es gilt, mögliche Anschläge zu verhindern. Neben allen diesen Aufgaben, kommen aber die angenehmen Seiten des Lebens trotzdem nicht zu kurz. Es wird gefeiert, geliebt, gelacht, aber auch getrauert!

Nach dem grandiosen erstem Buch, das sich mit Kollaboration in Frankreich und den Pied noirs beschäftigte, dem zweiten Buch, das sich mit den Themen Globalisierung, Ökonomie, Ökologie, Genanbau und Umweltaktivismus beschäftigte, dem dritten Fall, welches sich mit dem Thema Indochinakrieg und seine Auswirkungen auf die vietnamesischen Einwanderer und deren Konkurenz mit den Chinesen, dem Algerienkrieg, dem Handel mit Trüffeln, und nebenbei der Parteienlandschaft Frankreichs (Konservativen, Grünen und Sozialisten) beschäftigte, nimmt sich der Autor dieses Mal die Archäologie, die ETA, die Basken und den militanten Tierschutz vor.

Dieses Buch garantiert schöne, heitere und spannende Lesestunden. Martin Walker zeichnet erneut ein wunderbares Bild des Perigord, seiner Menschen, der Landschaft und der Kultur! Also LESEN!!!
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