Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach über 20 Jahren veröffentlichten Pink Floyd 1988 ihr erstes richtiges Live-Album. Auf Ummagumma (´69) standen zwar schon zahlreiche Live-Nummern, aber als vollwertiger Konzertmitschnitt ging das Doppel-Album dann doch nicht durch. Delicate Sound Of Thunder fällt somit die undankbare Aufgabe zu, aus dem gigantischen Haufen von Floyd-Klassikern möglichst viele herauszupicken und dabei auch noch möglichst alle Perioden der Bandgeschichte zu berücksichtigen. Die ersten Alben bleiben dabei leider unberücksichtigt, dafür wird neben den Bestsellern aus den Siebzigern aber auch das damals aktuelle Langeisen A Momentary Lapse Of Reason mit einbezogen. So stehen brandneue Nummern wie "Round And Around" oder "Dogs Of War" völlig gleichberechtigt neben weitaus bekannteren Tracks der Marke "Shine On You Crazy Diamond", "Time", "Money", "Another Brick In The Wall" oder "Wish You Were Here". Die Mischung funktioniert bestens, und da der Sound und die Performance wie bei Floyd üblich vom Allerfeinsten sind, kann dieser Output den extrem hohen Erwartungen problemlos gerecht werden. --Michael Rensen
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Die "Momentary Lapse Of Reason"-Tour im Sommer war ein Superspektakel. Auf diesem Live-Mitschnitt ist es nachzuvollziehen. Die 14 Songs vereinen Aktu- elles wie "The Dogs Of War" und Klassiker wie "Another Brick In The Wall" in ausgefeilten, spannenden Versionen und mit berauschendem Klang.
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Stereoplay
Ein Kritiker aus Frankreich - aus dem Land also, in dem Pink Floyd wie die himmlichen Boten einer neuen Kunst verehrt werden - verglich die Giganto- manie auf der Welttournee vom Frühsommer 1988 mit den monumentalen Zeugen aristokratischer Prachtentfaltung. Schon in dem Film "Pink Floyd In Pompeji" hatten die Engländer die Architektur zum festen Bestandteil ihres Multi- Media-Spektakels gemacht, diesmal mußten Laser-Kanonen und Kulissen wie das Schloß von Versailles die optische Dimension ins Großartige steigern. Auf solche Schauspiele sind Pink Floyd heute verstärkt angewiesen. Denn auf der Bühne agiert nach dem Ausstieg von Roger Waters eine Band ohne Extravagan- zen, die ihr Hitmaterial perfekt wie im Studio herunterspielt, ohne durch solistische Highlights zu glänzen. Das lastet schwer auf dem Live-Doppelalbum "Delicate Sound Of Thunder". Die Heimanlage kann dem Zuhörer nicht das Gefühl vermitteln, Teil eines Happe- nings für alle Sinne zu sein, und trotz 1-A-Tonqualität kommt kaum ein Stück lebendiger rüber als in der entsprechenden Studioversion. Atmosphäre ver- breiten noch die romantischen Sphärenklänge von "Shine On You Crazy Dia- mond", ein voller Ausfall ist dafür das Repertoire aus "The Wall", das ein- deutig Roger Waters' Ding war - David Gilmour singt zielstrebig an der Stim- mung vorbei. Den Sound-Effekten aus "Dark Side Of The Moon" wiederum fehlt der letzte Tick HiFi. So kommt "Delicate Sound Of Thunder" dahergebraust wie ein Mercedes ohne Stern. ** Interpret.: 05-09
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DELICATE SOUND OF THUNDER