Drei gute Gründe sprechen für diese Opernaufnahme:
1) Natalie Dessay ist eine Lakmé der Sonderklasse. Sie singt und gestaltet diese Partie außerordentlich gut und berauschend schön.
Ihre Koloraturfähigkeit ist einfach atemberaubend!
2) Gregory Kunde und José van Dam sind glänzend bei Stimme und interpretieren ihre Rollen sehr zwingend und schlüssig.
3) M.Plasson und sein Orchester reizen den gesamten Farbenreichtum der Partitur aus und spielen sehr effektvoll und emotionsgeladen. Das orientalische Kolorit dieser Oper wird dabei nie zum bloßen Selbstzweck!
Diese Gründe lassen diese "Lakmé" zur modernen Referenzaufnahme werden.
Zudem muß Natalie Dessay den Vergleich mit Joan Sutherland, Mady Mesplé oder Lily Pons nicht scheuen, sondern sie kreiert ein eigenes gelungenes Portrait der Protagonistin. Außerdem ist sie stimmtechnisch ihren großen Vorgängerinnen oftmals überlegen.