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Von der Metropole Bombay, die über die Filmmusik aus ihren farbenprächtigen Schmachtfetzen stilprägend auf den gesamten indischen Popmarkt einwirkt, bis zu den Desi-Songs aus dem Norden kann der Vielvölkerstaat eine reichhaltige Musikkultur sein Eigen nennen. In England verbraten asiatische Immigranten ihre Roots mit Reggae, Rap, House und Breakbeats zu einer neuen, großartigen transglobalen Popmusik, welche unter den Schlagworten "Bhangra", "Bollywood" und "Asian Underground" von Kennern seit Jahren geschätzt wird. In einer ebenso kompetenten wie abwechslungsreichen Zusammenstellung belichtet Deli -- Bollywood To Bhangra & Beyond mit 14 erlesenen Tracks die Musik aus dem siebtgrößten Land der Erde.
Neben Mix-Meister Talvin Singh, einer Galionsfigur des Asian Underground, oder dem in Jazz-Kreisen zu Ruhm gekommenen Percussion-Crack Trilok Gurtu finden sich auch hoffnungsvolle Newcomer, deren Namen unter Aficionados bereits die Runde machen. Kam Dhillon etwa, ein junger Produzent aus dem britischen Southall, hat für "Munde Putai Jaan Gaye" mit Labh Janjua denselben indischen Sänger ins Studio bestellt, der auch Panjabi MCs Hit "Mundian To Bach Ke" seine Stimme lieh. Und wem die Melodie von "Kaliyon Ka Chaman" vertraut vorkommt, der wird beim Stichwort "Addictive" auch den entsprechenden Groschen fallen hören: Die amerikanische HipHop-Newcomerin Truth Hurts baute ihren Single-Hit auf einen Jahrzehnte alten Bollywood-Song von Lata Mangeshkar auf. "Deli" dagegen präsentiert exklusiv die moderne Version von Nikhil Talreja, welche der von Dr. Dre produzierten Adaption in nichts nachsteht, den Song aber zugleich wieder auf heimisches Terrain zurückführt.
Bei so viel Qualität braucht es eigentlich keine Prominenz als Blickfang. Dennoch runden internationale Stars wie Neneh Cherry und das ukrainische Fotomodell Milla Jovovich die Gästliste ab. Mit "Breakfast At Dojos" schließlich steuern Transglobal Underground -- jene legendären Pioniere, die bereits Anfang der 90er-Jahre DJ Culture und östliche Klänge fusionierten -- einen bislang unveröffentlichten Titel bei. --Wolfgang Zwack
"DELI - Bollywood To Bhangra & Beyond" ist ein Destillat aus all diesen sehr unterschiedlichen, zum Teil sogar widersprüchlichen Tendenzen. Künstler wie Kam Dhillon, Kebi Dhindsa oder NT Edit sind zwar bei uns so gut wie unbekannt, verkörpern aber womöglich besser als mancher Chart-Act den zeitgenössischen Bhangra-Sound, der zugleich 'desi' (authentisch) und hip, tanzbar, funky und popkompatibel daherkommt.
(local records)
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Panjabi, zieh Dich warm an!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Deli - Bollywood To Bhangra & Beyond (Audio CD)
Als privilegierter Vor-Hörer kann ich nur sagen, dass diese exklusiv bei amazon erhältliche compilation zum besten gehört, was ich in den letzten 1-2 Jahren zum Thema 'Indian vibes' gehört habe. Viele Tracks, wie der Opener von Kam Dhillon, können sich jederzeit mit Panjabi MC messen, der Track von NT.Edit und Neha Rajpal klingt wie das original zu Truth Hurts "so addictive" (ist auch derselbe Song, aber ohne die englischen Vocals). Die ruhigeren Tracks zum Ende hin sind aber genauso gut, man chillt einfach so weg... Und wer hätte gedacht, dass Model-Schauspielerin Milla Jovovic (Das Fünfte Element) so wunderbar zu asian ambient sounds ins mikro hauchen kann... Rundum gelungen, irgendwie so wie Buddha Bar komprimiert auf einer CD... Muss man haben!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bhangra at its best?,
Rezension bezieht sich auf: Deli - Bollywood To Bhangra & Beyond (Audio CD)
Bhangra: Indien ist da, aus den Boxen deiner Stereoanlage!Im ersten Song haben wir auch gleich den Sänger der auf dem bekannten Charts Lied von Panjabi MC singt. Hier konnte ihn Kam Dhillon verpflichten. Dennoch ein mittelprächtiges Lied. Besser wird es da schon im zweiten Song, produziert von Oojami, das da heißt Sitare. Aber so richtig will da nicht der Bär tanzen. Also weiter. Lied drei: Transglobal Underground, eine der führenden und populärstenn Bands für World Music. Es setzen Beats ein mit sphärischen Hintergrundklängen, dann ein Chorus Gesang, plötzlich Orgel Geklimmper. Sehr schön anzuhören. Wie gesagt eher World Music, aber der Titel der CD enthält ja das "...& beyond". Lied vier tritt ein typisches Trommel - Instrument Indiens in Einsatz, das Tabla. Hört sich härter als die afrikanische Djembe an. Leider ist das Lied nur 1:28 Minuten lang. Sehr indisch gehts beim Producer Senses im Song Gipsy Girl, das von Natacha Atlas gefeatured wird, zu. Im Booklet heißt es: Bei Senses verbindet Bapi die Baul- Tradition ( Bapi entstammt einer alten indischen Musikerfamilie namens Baul) mit elektronischen Effekten, waghalsigen Breaks und Sanmples. Anpreisender könnte man das Lied gar nicht beschreiben. Der Hammer kommt mit Song sechs, Chadke na jaa, von Joshilay. Hier ist Punjabi-Folklore gut zu hören, vertraut schon von Panjabi MC. Sehr euphorischer Song, welches "Joshilay" auch lustigerweise heisst. NT Edit, ein Newcomer in Indien, hat im nächsten Lied ein älteres Lied frisch poliert und mit der Bollywood Sängerin Neha Rajapal bemalt. Sie hat eine richtig tolle Stimme und mit den Sounds, die NT Edit da aus seinen Maschinen rauszaubert und somit ihre Stimme verzaubernd wirken lässt. Ein schönes Stück ist auch Maula Maula von Pretty Pinky. Zwei Schwestern aus dem indischen Staate Gujarat. Hier werden religiöse Sufi-Gesänge mit poppigen Bollywood Stil vereint. Ein gediegenes Lied ist das von Kebi Dhindsa, das sehr traditionell, aber zugleich auch wieder modern ist. Ein bisschen funky groovender Song ist Dimdanana von Jasmon, der sich auch mal Lemongrass nennt. Dann, wenn es um Drum'n'Bass bzw. Downbeat geht. Dieses grooven hört man unter seinem anderen Namen Jasmon auch durch. Weniger Indisch und auch weniger Bhangra ist Song 12 von Trilok Gurtu featuring Neneh Cherry. Sowieso lassen die hinteren Lieder der Platte einen faden Nachgeschmack, da sie nicht mehr so energiegeladen sind. Hier gehts ruhig zu, Downbeat-mäßig geradezu, aber dann auch nicht gut genug produziert. Deswegen konnte ich ihnen beim besten Willen keine fünf Punkte geben. Vier bedeuten aber immer noch "gut". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kritik am Kritiker,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Deli - Bollywood To Bhangra & Beyond (Audio CD)
Schade, wenn sich Leute nich so richtig mit dem Thema auskennen, über das sie schreiben. DELI ist alles andere als flach, sondern m.E. eine der gewagtesten und vielschichtigsten Compilations im mittlerweile arg überschwemmten Sektor "Asian Sounds". Wie ja auch im Booklet zu lesen ist, kommen einige Stücke direkt aus Indien, andere aus der Londoner Asian-Szene und einige aus heimischer Produktion, was übrigens bei der von Herrn Einstern erwähnten "Orientation"-Kopplung genauso der Fall ist. Warum versucht hier jemand eine sehr gute Compilation gegen eine andere sehr gute auszuspielen? Da kann man doch nur Neid als Motiv vermuten. Anyway, DELI ist jedem zu empfehlen, der nicht nur Bhangra hören mag, sondern Ohren und Hirn weit offen für neue, weltmusikalische aber auch popkompatible Klänge hat, bis hin zu Chillout-Sounds von höchster Qualität...
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