Eins vorweg. Ich liebe animationsfilme. Ich habe meine klaren Favouriten, ich habe aber auch Filme im Visier, die weniger gut sind. Delgo ist der bislang schlechteste Animationsfilm, den ich sehen durfte.
Die Fathom-Studios ließen sich lange Zeit. Ende 2001 war Delgo schon angekündigt, zu der Zeit, als Aufbruchstimmung herrschte und die Zahl von Animationsfilmennoch sehr überschaubar war. Das war zu der Zeit, als noch nicht jedes kleine Studio beschloss, diesen maarkt zu erobern und die drei Großen (Pixar, DreamWorks und Blue Sky) ausnahmslos gute Filme in die Lichtspielhäuser trugen.
So, es wurde 2008 und endlich kam der Film in die Kinos. Man konnte in dem Fall nur zwei Schlussfolgerungen ziehen: Entweder, dieser Film wird so fantastisch, so bombastisch, dass die sieben jahre einfach notwendig wurden, oder aber, das Team dahinter war nicht nur unterbezahlt, es hatte auch so gut wie keine Motivation. Letzteres hat sich dann wohl bestätigt.
Fangen wir fairerweise bei der Story an, die einen gewissen Fantasy-Touch mitbringen sollte. Altbacken, vorhersehbar und überhaupt - die Botschaft "Kämpfe für die richtige Sache" ist so altbacken, dass das schimmlige Brot in meiner Küchendose einen besseren Eindruck macht. Das Drehbuch ist offensichtlich mehr ein zusammengewürfelter Misch aus Resten, die PJ aus guten Grund die Toilette der WETA-Studios runtergespült hatte und einigen misslungenen Folgen von Winx-Club.
Die Animationen an sich waren schon vor 15 Jahren veraltet. Toy Story 1 war wesentlich detailreicher und schöner anzusehen. Delgo hat in jedweder Hinsicht leider versagt.
Warum kriegt dieser Film dann doch 2 Sterne? Einige Charaktäre bringen so etwas wie Sympathie mit, und die Umsetzung der Story war ja auch gut gemeint. So fair muss man dann doch bleiben. Aber die rund 75 Minuten Film lohnen nicht wirklich. Traurigerweise haben sich die 7 Jahre des Wartens (und die zusätzlichen 2, bis der Film endlich auch bei uns auf DVD erschien) nicht wirklich gelohnt.