Die Geschichte hat fast alles, was ein junger Mensch sich selbst erträumt:
Kluge, possierliche Meeressäuger, die Selbstverwirklichung eines Mädchens, ein spannendes Abenteuer.
Sandra ist als Banklehrling in Frankfurt nicht glücklich. Zum Ausgleich beginnt sie einen Tauchkurs und fliegt dann mit ihrem Freund in den Urlaub nach Japan. Dort macht sie beim Tauchen die Bekanntschaft eines jungen, weiblichen Delfins, den sie vor dem Schlachthaus rettet. Sie wird dann sogar ohne nötige Fachkenntnisse von einer Firma angeheuert, die Meeressäuger trainiert und an andere Firmen und Organisationen vermietet. Bald bildet sie mit dem geretten Tier ein "Delfinteam" und die zwei bekommen ihren ersten Auftrag. Dabei sollen sie ein Forschungs- und Bergungsteam auf der Suche nach Wracks unterstützen.
Auf dem Basisschiff geht einiges nicht mit rechten Dingen zu und das Mädchen und der Delfin kommen natürlich in Lebensgefahr.
Es ist eine hübsche Geschichte, mir aber zu flach und voraussehbar. Hinzu kommt der Schreibstil von Katja Brandis: Er ist doch recht schlicht. Nach den ersten Seiten hatte ich angenommen, es handle sich bei diesem Roman um das Erstlingswerk eines talentierten Teenagers- auch wenn ihr bei dem Fachwissen über Meeressäuger und deren Training keine Patzer unterlaufen sind. Dann las ich erst, dass es sich bei der Autorin um eine Journalistin handelt, die auf die vierzig zu geht und schon einige Bücher geschrieben hat. Ich frage mich, wird sie irgendwann Tiefgang entwickeln?