keine frage: c und n sind alt, s ist gefühlt sogar nahezu scheintot, y ist dagegen mindestens so jung wie sein name. ja, diese band war früher relevanter, ja, der sound ist hier nicht optimal, er ist ebenso rau wie die darbietung.
so f&%$ing what?
neil young trommelte seine alten kollegen zusammen, um gemeinsam mit ihnen in alten und neuen liedern gegen einen sinnlosen krieg und einen sinnlosen präsidenten anzusingen. das ist nicht nur sein gutes recht, das ist für ihn offenbar auch eine art pflicht.
weil er und die anderen herren das in ehrlicher dinglichkeit tun, ist dieses album gegen jede peinlichkeit sozusagen immunisiert. die interpretationen sind wütend und wach, dass manches ein bisschen schief klingt, stört da überhaupt nicht. musik als mittel zum zweck, der die mittel aber nicht heiligen muss, weil die erstens eh ok sind und zweitens heiligkeit hier und sonst im rock ohnehin kein thema ist.
man kann nicht ständig drüber klagen, dass der rock nicht mehr politisch ist, und wenn er es doch ist, darüber spotten. das geht sich nicht aus!