Hätte es nur das erste Album von Crosby, Stills und Nash und dieses Album hier gegeben dann wäre der Ruf dieser amerikanisch-, englisch-, kanadischen Supergroup völlig makellos. Bisher folgten drei weitere Alben von CSN&Y und ausser 4 Way Street ist keines so empfehlenswert wie Deja vu von 1970.
Als Neil Young Fan muss ich, auch wenn es weh tut, zugeben, dass er trotz dem wunderschönen Helpless (einem Song über seine Kindheit in Kanada), nicht der Mittelpunkt der Band ist, wie er es dann 2006 sein sollte. Hier waren Crosby, Stills und Nash mit ihrem Perfektionismus, ihrem beeindruckenden Gesang und mit Songs wie Carry on (Stills), Almost cut my hair (Crosby) und Teach your children (Nash) auf dem Höhepunkt ihrer Kunst und Young mindestens ebenbürtig, aber noch eingeschüchtert, vom überragenden Talent und perfekten Gesang von CSN. Trotzdem tut Neil Young diesem Album gut, indem er ihm etwas Kantiges gibt.
Das Zusammenspiel der Songs funktioniert sehr gut, für sich genommen wäre Graham Nashs süssliches Our house zu kitschig, aber im Kontext des Albums gewinnt es sehr.
Teach your children dürfte wohl der bekannteste Song der Band sein, weniger bekannt ist wahrscheinlich, dass Jerry Garcia von Grateful Dead die Steel Guitar dazu spielt.
Das Booklet enthält leider nicht die Lyrics, sondern lediglich verwaschene Schwarzweissfotos der Musiker.
Wer Crosby, Stills, Nash und Young mag braucht dieses Album! Wem diese Band kein Begriff ist: sie waren die amerikanischen Beatles!
Anspieltipps: Teach your children, Carry on, 4+20