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Die Story plätschert anfangs ein wenig vor sich hin und so richtige Sympathien scheinen bis zur Hälfte des Filmes nicht wirklich aufzukommen. Schließlich aber entdeckt der Zuschauer in kleinen Details doch die Tiefe in diesem absolut amerikanischen Melodram, dem es dann doch gelingt, komische Nuancen mit feinsinnigen wie ernsten Elementen zu verknüpfen. Anfangs noch vom alkoholabhängigen Erwachsenen-Klientel des Filmes angewidert, entwickelt sich im Publikum zunehmend Verständnis für die Krisen der wohlhabenden Vorort-Amerikaner, deren Schwächen man ja hinlänglich aus etwas stärkeren Produktionen wie "American Beauty" kennt. Schauspielerisch kann man nicht mehr erwarten. Die Töchter des Hauses kommen authentisch, wenn auch einzeln ein wenig zu oberflächlich beleuchtet daher, aber immerhin Kevin Costner legt an der Seite der wunderbar agierenden Joan Allen eine wirklich witzige Parodie seiner selbst ab. Das Erzählenswerte der Story, was den Film im Nachhinein erst wirklich interessant macht, das was ihm die ganze Zeit über ein wenig fehlt, bricht mit dem überraschenden Ende ganz plötzlich über Protagonisten wie Zuschauer herein. Dann endlich kann man schließlich wirklich mitfühlen. Vielleicht ein wenig zu spät? Fazit: Mitten aus dem Leben, still und alltäglich sind doch letztendlich die wahren Geschichten.
Moviemans Kommentar zur DVD: Leider ziehen die zahlreichen Überbelichtungen die Kontrastwerte etwas in den Keller. Dem Soundpart fehlt es leider leicht an Kraft in Kulisse und Effekten. An den Extras gibt es absolut nichts auszusetzen. Zwar wird nicht unbedingt in die Tiefe gegangen aber das bügelt der Umfang wieder aus.
Bild: Das farblich ausgewogen gestaltete Bild muss sich des Öfteren Überbelichtungen vorwerfen lassen (Mutter auf Sofa, 00:04:50 oder Rasen, 00:05:42). Überstrahlende Konturen von Personen sind deshalb auch keine Seltenheit. Die Optiken arbeiten generell sehr schlüssig und vorbildlich. Sowohl auf Distanz wie in Großaufnahmen bieten sich klare Ansichten, die viel Platz für feinere Details lassen. Rauschen tritt wenn, dann eher in Form von milden Rauschblöcken oder Klötzchenbildung in Erscheinung. Dies aber auch nur äußerst selten und fast unscheinbar auf hellen Flächen (Küchenwand, 00:25:16).
Ton: Akustisch bietet die DVD sehr harmonisch abgemischte Klänge, die hauptsächlich durch die stimmigen Musikstücke, die aus allen Richtungen den Raum durchdringen, geprägt sind. Wenngleich sich mehr Dynamik in Effekten und Kulisse ergeben könnte, gelingt es dem Soundpart, Weiträumigkeit zu entwerfen. Die Kulisse ist von zahlreichen Feinheiten geprägt (Vogelzwitschern, 00:39:26 oder Beifall, 00:41:51), die vor allem Authentizität vermitteln. Dabei können kräftigere Effekte oder mehr als mittelmäßige Kulissendetails aber nicht erwartet werden. Das Original, das ebenso in DD 5.1 vorliegt, unterscheidet sich in all diesen Belangen nicht von der deutschen Fassung. Höchstens die Synchronisation kommt nicht ganz mit den plastischen Originalstimmen mit, die sehr authentisch wirken.
Extras: Das Bonusmaterial lässt wahrlich keine Wünsche offen. Im Audiokommentar sind Regisseur/Autor/Schauspieler Mike Binder, Schauspielerin Joan Allen sowie Moderator Rod Lurie zu hören. Ein Behind the Scenes zeigt in einzeln anwählbaren Parts (9:10, 3:06, 2:00 und 4:15 Min.) das bunte Treiben am Set, das hier unkommentiert bleibt. In den Interviews mit Cast und Crew sprechen Joan Allen (4:14 Min.), Kevin Costner (3:41 Min.), Erika Christensen (1:34 Min.), Evan Rachel Wood (1:45 Min.) Keri Russell (00:57 Min.), Alicia Witt (1:40 Min.) sowie Mike Binder (2:39 Min.) über ihre Rollen und die Arbeit am Film. Die Deleted Scenes (9:24 Min.) präsentieren ganze zehn Szenen, die nicht mit in den Film aufgenommen wurden. Glücklicherweise ist ein Audiokommentar von Mike Binder anwählbar, der uns erklärt, warum welche Szene außen vor bleiben musste. Zum Bonusprogarmm gehört des Weiteren ein Featurette namens " Creating the Upside of Anger" (27:53 Min.). Dabei handelt es sich eigentlich um ein Making Of, in dem unzählige Beteiligte zu Wort kommen. Das Material ist mit Ausschnitten des Filmes und Bildern von Dreh und Proben versehen. Außerdem bieten sich Ansichten der Techniker bei der Arbeit sowie zahlreiche Details der Schauspieler, über die sich hier viele private Kleinigkeiten erfahren lassen. Ein zusätzliches Making Of (12:11 Min.) bringt weitere Details über die Story zu Tage und bietet sozusagen eine Kurzform des vorigen Extras. Es folgen deutscher (2:07 Min.) und englischer (2:04 Min.) Trailer sowie sechs TV-Spots von jeweils 32 Sekunden Laufzeit. Die Cast und Crew Anzeige verrät uns mehr über die Filmografien der Stars und abschließend ist noch eine Bildergalerie zum Durchskippen vorhanden. Was will man eigentlich mehr? --movieman.de
Produktbeschreibungen
Zusammen mit ihrem Ehemann und vier fast erwachsenen Töchtern (Erika Christensen, Evan Rachel Wood, Keri Russell und Alicia Witt) lebt Terry Wolfmeyer (Joan Allen) im imposanten Eigenheim in einer beschaulichen Vorstadtsiedlung. Ja, man könnte sie wohl als den Prototyp der glücklichen, amerikanischen Hausfrau bezeichnen. Doch als ihr Mann urplötzlich von einem Tag auf den anderen verschwindet, kennt Terrys Wut keine Grenzen. Schlimmer noch: sie muss den Töchtern erklären, dass der geliebte Vater mit seiner sehr viel jüngeren Sekretärin nach Schweden durchgebrannt ist und nicht mehr in den Schoß der Familie zurückkehren wird. Während die Töchter versuchen, selbst mit der neuen Situation zurecht zu kommen, müssen sie von nun an auch noch die unberechenbaren Launen der Mutter ertragen.
Auch Nachbar Denny (Kevin Costner), ein liebenswürdiger aber auch irgendwie hoffnungsloser Ex-Baseball-Star, hat schon bessere Zeiten erlebt. Noch zehrt er vom Ruhm vergangener Tage und schlägt sich bei einem kleinen privaten Radiosender als eine Art DJ durch, aber auch er hadert mit seinem Schicksal.
Als Denny zufällig im Hause der Wolfmeyers vorbeischaut, ahnt er noch nicht, in was für einen Schlamassel er da hinein tappt. Denn so sehr er und Terry sich eigentlich nicht ausstehen können, so sehr scheinen sie sich auch anzuziehen. Ein Unglück kommt eben selten allein, und wer rechnen kann, weiß längst: Minus mal