Wer hier eine sachliche Auseinandersetzung zwischen Astrologie und Christentum erwartet, wird in diesem Buch nichts dergleichen finden und sollte Abstand halten. Lediglich auf den letzten Seiten gibt es ein paar Anmerkungen, die in der Feststellung gipfeln, dass "Astrologie also Sünde" (S.139) und "eines der vielen Ersatzangebote Satans " (S.140) ist. Dies ist wieder so ein Bekennerbuch, das niemand braucht. Die Autorin beschreibt, wie sie nach einer Irrfahrt zwischen Brahma Kumaris, Astrologie, Yogananda schließlich in Taize den christlichen Rettungsanker gefunden hat. Dort kam ihr die Erkenntnis, das Astrologie "Ungehorsam gegen Gott" (S.66) ist. Aber offensichtlich sieht die Autorin das eigentliche Problem nicht. Dieses liegt nämlich nicht, wie in dem Buch behauptet, an der Astrologie, die angeblich "in jeden Lebensbereich hneinredet" und den "persönlichen Entwicklungsprozess hemmt" (S. 140). Das Problem sollte man wohl eher in der Persönlichkeitsstruktur der Autorin selbst suchen, die offensichtlich gegen den eigenen freien Willen gehandelt und Astrologie für sich angewandt hat - und diese jetzt gegen Bibelsprüche eingetauscht hat. Ein Stern auch nur, weil ohne Stern nicht möglich ist.