Stefan Neugebauer ist unter den deutschen Köchen bekannt und geschätzt, seine Küche im „Deidesheimer Hof" hat internationalen Ruf und das er ein Koch aus Leidenschaft ist, sieht man nicht erst an den exzellenten Speisen, welche er zubereitet, man erkennt es auch bereits an seinem Gesicht. Das er das Wissen vieler Spitzenköche in sich vereinigt hat, macht ihn nur um so sympathischer. „Zu Gast im Deidesheimer Hof" ist seine Sicht auf eine Küche („die Deutsche"), welche lange unterschätzt wurde und nun doch international aufblüht, was nicht zuletzt auch sein verdienst ist.
Das Buch besticht durch eine freundliche Aufmachung, welche leider sehr schnell auch Appetit verursacht. Die von Stefan Neugebauer vorgeschlagenen „Amuse Bouche" sind köstlich und adrett und modern aufgemacht. Weinempfehlungen von Andreas Weber werden ebenso gezeigt wie der richtige Käse zum richtigen Menue und auch Grundrezepte fehlen nicht.
Selbstverständlich hat Stefan Neugebauer schon für Königinnen und andere Staatsgäste gekocht und allen ist sein Stil wohl bekommen, wenn man sich die Photos der Gerichte ansieht bekommt man schließlich selbst Appetit. Damit hat der die Deutsche Küche auch international weiter bekannt gemacht.
Einige der Photos zeigen ihn beim Einkaufen oder im Kreise seiner Mitarbeiter, ohne die sein Erfolg nicht möglich wäre, dies macht ihn nur um so sympathischer.
Einzig und allein die Fissler Werbung am Ende des Buches hätte nach meiner persönlichen Meinung nicht sein müssen, sie tut aber dem Buch in keiner Weise einen Abbruch, zumindestens weiß man nun, das Stefan Neugebauer neben guten Zutaten auch gutes Kochgeschirr verwendet...
Auch diesem Kochbuch möchte ich einen letzten Rat mit auf den Weg geben oder vielmehr den Interessenten (Lesern/Leserinnen) daran: „Bitte nicht nachkochen"! Genießen Sie die Photos, schwelgen Sie in Gedanken mit Stefan Neugebauer und seiner kreativen Küche. Wenn es denn sein muß, fahren Sie in den „Deidesheimer Hof" und essen Sie dort, sie werden begeistert sein. Vergessen Sie bitte nicht: Meister sind nicht einfach zu kopieren!
Es ist im Besonderen übrigens lobend zu erwähnen, daß Stefan Neugebauer am Ende seines Buches seinen Lehrherren hervorhebt, welcher drei Jahre mit Ihm Mühe hatte, um aus Ihm einen anständigen Koch zu machen.
Das Buch ist durchweg als gelungen zu bezeichnen, es macht Freude umzublättern und das genießen kommt mit dem lesen der Zutaten und der Zubereitungen. Stefan Neugebauer setzt damit neue Maßstäbe in Deutschland. Für Genießer ist dieses Buch ein Muß!