Nicht mehr gerade das neueste Album, trotzdem möchte ich ein paar Worte dazu verlieren.
Im Vergleich zum Vorgänger Soloalbum Boggy Depot finde ich Degradation Trip wesentlich gelungener. Während Jerry Cantrell auf Boogy Depot bewußt was anderes als bei Alice in Chains machen wollte, hat er sich auf Degradation Trip auf seine Stärken besonnen. An die Genialität von Alice in Chains kommt er nicht heran, was der Qualität des Albums jedoch keinen Abbruch tut. Das Manko liegt nur bedingt am Gesang. Viele Hooklines sind wirklich gut. Was natürlich fehlt ist Layne Stayley als selbstzerstörerisch kaputte Ergänzung. Auf dem "dreibeiniger Hund" Album hatte Jerry ja auch schon viel gesungen. Wer genauso fehlt wie Layne Stayley ist jedoch Sean Kinney. Gerade oben genanntes Album hatte auch maßgeblich von den vertrackten Drumrhytmen gelebt. Nichts gegen Mike Bordin, aber bei Songs von 5-7 Minuten Länge ,mit vielen schweren Riffs, ist ein schnörkellos straighter Drumbeat einfach zu langweilig. Somit wirken die Songs auch allesamt zu lang geraten.
Ärgerlich fand ich, dass Teil zwei nicht ohne den ersten, und damit zum überhöhten Preis verkauft wurde. Ich muss sagen, dass ich mir anstatt einer AIC "Reunion Tour" lieber ein neues Jerrry Cantrell Album unter Beteiligung von Sean Kinney gewünscht hätte.