Nach längerer Spielzeit versuche auch ich mich mal an einer Kritik zu diesem Spiel.
Erstmal vorweg: Das Spiel ist reichlich verbuggt. Es ist so verbuggt, dass die DVD, die hier beiliegt, eigentlich zu nichts weiter da ist als Steam zu starten, um es dann komplett runterzuladen.
Aber das ganze hat einen Grund: Den Entwicklern ist das Geld ausgegangen und sie standen vor einer Entscheidung, die mit Sicherheit nicht einfach zu treffen war und in beiden Fällen sehr unschöne Konsequenzen hat. Entweder sie stampfen das Spiel ein und melden dann wahrscheinlich Insolvenz an oder sie veröffentlichen es und hoffen das dadurch genug Geld reinkommt, um weiter zu arbeiten. Im letzeren Fall ziehen sie sich wahrscheinlich den Unmut der Spieler zu.
Glücklicherweise ist der Plan aufgegangen. Am Anfang kamen mehr oder weniger täglich Patches raus, die die schlimmsten Fehler inzwischen behoben haben, sodass das Spiel zummindest nicht mehr ständig abstürzt. Inzwischen dauert es im Schnitt ein bis zwei Wochen, bis der nächste Patch erscheint. Diese beheben dann allerdings auch mehr Fehler und verbessern das Spiel merklich. Leider kommt es jedoch gelegentlich vor, dass ein Patch alle vorherigen Spielstände zerstört. Dies wird aber immer in den Patchnotes bekannt gegeben. Dies war am Anfang noch häufig ist aber inzwischen seltener geworden.
Ich bin sehr froh, dass sie sich so entschieden haben. Ich habe den Kauf auf keinen Fall bereut und habe insgesammt wahrscheinlich schon mindestens 60 Stunden Spielzeit zusammen.
Aber nun zum Inhalt.
Die Rassen ihre Antriebe und Besonderheiten:
Es gibt alle Rassen, die es auch bei Sword of the Stars (inkl. Add-Ons) gab. Jede Rasse hat auch weiterhin ihren eigenen Antrieb und spielt sich somit auch anders.
Die Menschen:
Die Menschen verwenden den Node-Drive. Dieser ermöglicht es mittels Gravitationslinien, den so genannten Node-Paths, welche zwischen den Sternen bestehen sehr viel schneller als das Licht zu reisen. Die Menschen überwinden somit die Entfernung zwischen zwei mit solchen Linen verbundenen Sternen am schnellsten. Allerdings sind sie an das Pathnetzwerk gebunden (vergleichbar mit Schienen), sodass sie Umwege in Kauf nehmen müssen. Am Spielanfang ist diese Art zu reisen allerdings sehr praktisch. Während alle anderen mindestens drei Runden brauchen, um zum nächsten Stern zu gelangen, benötigen die Menschen nur ein bis zwei. Zudem sind die Dreadnoughts der Meschen sehr stark. Für den Leviathan gilt das gleiche, wohingegen die Kreuzer etwas zu wünschen übrig lassen. Die Menschen können alle Waffen verwenden und haben gute Chancen die meisten Waffen zu erforschen. Dies gilt auch für die meisten anderen Technologien, wobei es jedoch sein kann, dass gewisse Bereiche höherwertiger Technologien gesperrt sind, bzw. nicht erforcht werden können. Durch die einzigartige Antriebstechnologie werden sie für Anfänger nicht empfohlen.
Die Hiver:
Die Hiver sind eine empfindungsfähige Spezies, die Insekten ähneln. Ihr Schiffsdesign ist auch daran angelehnt. Die Schiffe der Hiver sind sehr groß und stark gepanzert. Allerdings sind sie deswegen sehr langsam und können leicht ausmanövriert werden. Die Hiver verwenden hauptsächlich Projektilwaffen.
Die Hiver verwenden Sublichttriebwerke, um den nächsten Stern zu erreichen. Sind sie dort angekommen, errichten sie ein Portal zur Teleportation. Somit ist es ihnen möglich innerhalb von einer Runde jeden mit so einem Portal ausgerüsteten Planeten zu erreichen. Natürlich benötigt der Startpunkt ebenfalls ein Portal. Wichtig ist jedoch, dass das Portalnetzwerk nur eine begrenzte Kapazität hat, sodass man nur eine bestimmte Anzahl an Schiffen pro Runde bewegen kann. Die Kapazität lässt sich mit weiteren Portalen aber erhöhen.
Anders als bei Sword of the Stars können hier die Portalkreuzer zu einer Portalstation aufgerüstet werden, welche die Kapazität weiter erhöht und als Forschungsstation für Antriebe dient.
Durch die einzigartige Antriebstechnologie werden auch sie nicht für Anfänger empfohlen.
Die Tarka:
Die Tarka sind ebenfalls eine empfindungsfähige Spezies, die wie Eidechsen aussehen. Ihre Schiffsdesign errinnert ebenfalls an Eidechsen. Diese sind daher lang, breit und flach und an der Oberseite stark gepanzert. Die Unterseite ist allerdings fast gar nicht geschützt und somit verwundbar.
Die Tarka haben sehr starke Kreuzer und gute Dreadnoughts. Sie setzen im allgemeinen auf Projektilwaffen und Tarnung.
Die Tarka verwenden den Warpantrieb. Ich denke dazu muss ich nicht viel sagen, da dieser aus Star Trek bekannt sein dürfte. Sie sind somit recht schnell unterwegs und werden für Anfänger empfohlen.
Die Liir/Zuul:
Die Liir sind eine Spezies intelligenter Meeresbewohner. Sie sehen aus wie Wale oder Delphine und haben sehr starke geistige und telekinetische Kräfte. Das Schiffsdesign der Liir erinnert ebenfalls an Meeresbewohner. Diese sind zudem nicht sehr wiederstandsfähig. Die Schiffe der Liir sind aber sehr schnell und manövrierfähig, sodass sie den Schiffen der anderen Spezies nicht unterlegen sind. Allerdings sollte man eine direkte Konfrontation vor allem mit den Hiver vermeiden und versuchen den Gegner auszumanövrieren.
Die Liir haben hier mit einigen der Zuul eine Allianz gebildet und leben nun Seite an Seite, wobei die Zuul den Liir Battlerider stellen und diese auch bemannen. Beide verbindet der Hass auf die Suul'Ka, welche die Zuul einst erschaffen und die Liir versklavt haben.
Die Liir sind eher Diplomaten und sehr friedliebend. So begehen Liir-Kommandanten regelmäßig Selbstmord, wenn sie in der Schlacht getötet haben.
Die Liir verweden den sogenannten Stutter-Warp-Antrieb, welcher die Liir-Schiffe viele Millionen oder Milliarden-Mal in der Sekunde ein kleines bisschen teleportiert. Liir-Schiffe werden deswegen in der Nähe von Gravitationsquellen, wie z.B. Sonnen, langsamer.
Sie eigene sich auch gut für Anfänger.
Die Zuul:
Dies umfasst alle Zuul, die nicht zu den Liir gehören.
Die Zuul sind eine nicht natürlich entstandene Spezies, welche von den Suul'Ka erschaffen wurden. Die Schiffe der Zuul bestehen hauptsächlich aus Schrott
und sehen zum Teil aus, wie die Skellete vergangener Urzeitwesen. Sie sind zudem nicht sehr wiederstandsfähig, haben aber von allen Spezies die meisten Geschütztürme und sind sehr billig. Bei den Zuul ist das "Overharvesting" permanent aktiviert. Das bedeutet, dass Planeten permanent einen Teil ihrer Ressourcen verlieren und somit für eine gewisse Zeit schneller produzieren können. Irgendwann ist dort dann aber kein Leben mehr möglich und die Zuul müssen weiterziehen. Zudem ist es ihnen möglich Sklaven zu fangen und die Produktionsrate, bzw. den Industrieausstoß ihrer Welten noch weiter zu erhöhen.
Die Zuul reisen ähnlich wie die Menschen. Allerdings sind sie nicht an das Pathnetzwerk gebunden, da sie Schiffe haben, die Tunnel in den Nodespace bohren können. Diese werden aber nach einer gewissen Zeit instabil und können kollabieren, wenn sie nicht durch ein "Bohrschiff" offen gehalten werden.
Befindet sich eine Flotte im Tranit und benutzt einen kollabierenden Pfad und hat kein "Bohrschiff" dabei, so ist sie verloren.
Die Zuul werden durch ihren Antrieb und ihre weiteren Besonderheiten nicht für Anfänger empfohlen.
Die Morrigi:
Die Morrigi sind Vögeln nachempfunden. Ihre Gesellschaft besteht hauptsächlich aus Frauen, da alle männlichen Morrigi einst von den Suul'Ka getötet worden sind. Ihre Schiffe erinnern ebenfalls an Vögel. Vornehmlich an Raubvögel. Die Morrigi setzen auf Drohnentechnologie, Energiewaffen und Diplomatie.
In ihrem Imperium leben auch Vertreter aller anderen Spezies, sodass hier Admiräle (dazu später mehr) aller Rassen dienen.
Die Morrigi haben sehr starke Dreadnoughts und Kreuzer. Allerdings sind die Leviathane eher Drohnenträger, sodass sie nicht mit den Leviathanen anderer Rassen mithalten können, da sich Drohnen leicht mittels Punktverteidigung abschießen lassen.
Die Morrigi verwenden den Void Cutter Drive. Dieser biegt das Raum-Zeit-Gefüge um das Schiff und beschleunigt es somit auf Überlichtgeschwindigkeit. Dabei entsteht hinter dem Schiff eine Welle, auf denen Schiffe, die über den selben Antrieb verfügen, "reiten" können. Dies erhöht gleichzeitig die Geschwindigkeit aller Schiffe, in der Flotte. Je mehr Schiffe sich in einer Flotte befinden, desto schneller ist diese. Die Morrigi haben extra Schiffe, die nur dazu dienen die Geschwindigkeit der Flotte zu erhöhen. Diese Technologie ist ist an einen Vogelschwarm angelehnt.
Die Morrigi werden für Anfänger empfohlen.
Grafik:
Die Grafik ist wiklich klasse und das Beste, was ich seit langem in diesem Genre gesehen habe. Man sieht, dass sich die Entwickler Mühe gegeben haben. Die Schiffe sind sehr detailreich und auch sonst sieht alles sehr gut aus. Ich fürchte jedoch, dass ich der Grafik des Spiels mit einer Beschreibung nicht ganz gerecht werden kann. Deswegen belasse ich es erstmal dabei.
Schiffe:
Es gibt mehrere verschiedene Typen:
Drohnen:
Die kleinsten Schiffe. Sie haben keine Crew und keinen Überlichtantrieb. Bewaffnet sind sie mit entweder mit leichten oder mittleren Waffen (schwere Drohnen). Benötigen einen Träger um aufs Schlachtfeld zu gelangen.
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