Letzte Woche bestellt, kam das Spiel, bestehend aus den drei Teilen der Stalker 1 Trilogie an und ich habe es gleich mal angefangen, von "Shadow of Chernobyl" aus loszuzocken. Und ich muss sagen, Ich bin von S.T.A.L.K.E.R. wirklich begeistert.
Das Spiel befasst sich mit der gefährlichen Zone Chernobyls, in welcher einst einer der dramatischten Atomreaktorunfälle in der Geschichte der Menschheit stattfand. Man selbst spielt nun im Jahre 2012 (oder 2020) in der mittlerweile nicht mehr so stark belasteten Umwelt Chernobyls als sogenannter Stalker, einer von vielen Entdeckern, die auf der Suche nach Artefakten sind, um diese zu guten Preisen zu verkaufen. Außerdem erledigen sie für die Leute noch andere Aufträge, wie ein Lager voller Banditen zu räumen, einige Mutanten zur Strecke zu bringen, oder auch geheime Dokumente aus einer Militärbasis zu stehlen, um diese dann zu seinen Auftraggeber zu bringen.
Was mir in diesem Spiel sehr gut gefällt, und das übertrifft meiner Meinung nach sogar Fallout 3, ist die unglaubliche Atmosphäre, die Stalker zu bieten hat. Läuft man nun alleine durch die Prärie, auf der Suche nach Schätzen und Herausforderung, kann man aus der Ferne oftmals Schüsse und Schreie hören, oder das Grollen irgendwelcher mutierter Tiere. Oder man befindet sich in der niedergerissenen Stadt, wo sich andere Stalker und anderweitige Herumtreiber am Lagerfeuer gesetzt haben und miteinander reden (mit ukrainischer Sprachausgabe glaube ich), einer sitzt mit der Gitarre da und spielt darauf ein Lied, während in der Bar das Radio dröhnt. Läuft man stattdessen in einer gefährlichen Zone herum, setzt ein radioaktiver Nebel an, die Sicht wird schlechter und das wahre Grauen der Zone personifiziert sich direkt vor euren Augen. Die Macher haben hier mit den Soundeffekten und mit der Hintergrundmusik eine hervorragende Arbeit geleistet.
Auch die KI finde ich sehr gut an den Tag gelegt. Streunende Pseudohunde beachten einen nicht, ehe man nicht den ersten Fuß in ihr Territorium gesetzt hat, dann stürmen sie plötzlich wild geworden auf einen zu. Soldaten und Banditen patroillieren auf der Straße (und das jedes Mal anders, da ich es bereits probiert habe, nach einem Speicherpunkt mehrmals das Gebiet zu wechseln), und sobald sie euch erkannt haben, nehmen sie die Waffen zur Hand, suchen sich Deckung und versuchen auch, euch zu umzingeln. Sehr stark sind auch die unterirdischen Gänge, in denen ihr dann auf die richtig brutalen Mutationen treffen werdet.
Mein Fazit ist, dass ich Stalker im Moment recht gut finde und es pausenlos zocken kann ( ich ziehe es sogar Spielen wie Call of Duty und Crisis vor!). Trotz der Grafik, die sich wohl in der Zeit der modernen Spielegeneration nicht mehr durchsetzen kann, bietet Stalker eine atmospährische Welt, in welcher man ums Überleben kämpft und dabei sicher viele atemberaubende Stunden erleben wird.