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Scrapland
 
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Scrapland

von Koch Media GmbH
Xbox  USK ab 12 freigegeben
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Informationen zum Spiel

  • Plattform:   Xbox
  • USK-Einstufung: USK ab 12 freigegeben
  • Medium: Videospiel
  • Sprache: Deutsch, Deutsch, Deutsch
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Produktmerkmale

  • kompatibel zu X-Box360

Produktinformation

  • ASIN: B0006H30YU
  • Erscheinungsdatum: 23. Februar 2005
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.072 in Games (Siehe Top 100 in Games)

Produktbeschreibungen

GamesMarkt

Das Action-Adventure schickt den Spieler in eine futuristische Roboterwelt, wo er einer bestialischen Bedrohung auf die Spur kommen muss. Dazu steuert er Roboter und Fahrzeuge in der 3rd-Person-Ansicht durch knallbunte Rendergrafiken. Der Titel kombiniert die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und Action eines "GTA" mit einer dichten SF-Story.

Produktbeschreibungen

Scrapland von Starentwickler American McGee (QUAKE, DOOM, ALICE) ist das abgedrehte und packende 3D-Action-Adventure in einer futuristischen und faszinierenden Roboterwelt. Gespickt mit aberwitzigem Humor und allzu menschlichen Blechbüchsen steuert der Spieler Raumschiffe und Roboter aus der 3rd-Person-Sicht, um einer bestialischen Bedrohung auf die Spur zu kommen. Das Spiel kombiniert die uneingeschränkter Bewegungsfreiheit und den bewährten Action-Stil von GTA3 mit einer fesselnden Story in einer riesigen, knallbunten Science Fiction-Welt. Der Spieler kann sich per Gendatenbank in einen von 15 grundverschiedenen Charakteren verwandeln und dank der jeweils einzigartigen Spezialfähigkeiten auch die schwierigsten Aufgaben und Probleme lösen.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Scrapland 15. April 2005
Von John Galt
D-Tritus, ein Roboter, baute sich selbst auf einem Schrottplatz nach einem sehr menschlichen Schönheitsideal zusammen und machte sich auf, die große, weite Welt zu erkunden, was ihn zwangsweise nach Scrapland führte, einem Asteroiden, der gänzlich in der Hand von Robotern liegt und wie sollte es auch sein, wurden diese Roboter auch ihren ehemaligen Schöpfern, den "viskosen Lebensformen", mehr als ähnlich. Und so gab es auf Scrapland ebensolche Strukturen, wie auf der Erde. Korrupte Politiker, gierige Banker, Söldner, die für einen Krug Quecksilber alles tun, schöne Büroassistentinnen, dumme Laufburschen, einen übersättigten Klerus, storygeile Presseleute, Industrieviertel, Vergnügungszentren, Tempel und zu guter Letzt das Wichtigste in "Robotertown": die große Datenbank. In ihr werden 1:1 Kopien von allen Robotern angelegt und sollten sie, was in Scrapland häufiger als im schlimmsten Viertel der Bronx vorkommen mag, zum letzten Mal den Hochgenuss von Elektronenfluss in ihren Kondensatoren spüren, erlaubt es die Datenbank, eine vorhandene Matrix und ein Freileben vorausgesetzt, dass sie sich wieder materialisieren.

Unnötig zu sagen, dass man Freileben nur bei den Bischöfen kaufen kann. Und im Land der ungegrenzten Möglichkeiten findet auch unser Neuankömmling D-Tritus sogleich einen Job bei der Zeitung und wird mit der Aufgabe betraut, den Erzbischof zu interviewen. Doch dazu soll es nicht mehr kommen, denn der Erzbischof wird Opfer eines brutalen Mordes, während er erholsam in einem heißen Ölbad seine eingerosteten Glieder schmieren wollte. Zu allem Übel deuten die Spuren am Tatort eindeutig darauf hin, dass der Mörder eines dieser viskosen Geschöpfe ist. Aber D-Tritus macht sich schon auf, das Geheimnis um den rätselhaften Mord zu lösen.

Das Spiel ist grob in zwei Teile geteilt, zwischen denen ihr ständig hin- und her wechselt: Entweder lauft ihr zu Fuß oder fliegt per Raumschiff. In ersterem Falle könnt ihr nicht nur mit anderen Robotern reden, sondern euch in jene verwandeln und/oder diese zerstören. So oder so wird sofort Alarm geschlagen und ihr werdet von Polizisten, sowie kleinen, fliegenden Wachen verfolgt. Erst wenn ihr für mehrere Sekunden aus deren Blickwinkel entronnen seid, wird der Alarm abgeschaltet. Ähnliche Regeln gelten beim Fliegen, mit dem Unterschied, dass hier keine Verwandlung möglich ist, sondern nur die fachgerechte Zerstörung anderer Raumschiffe. Selbstredend habt ihr nach solchen Aktionen ebenfalls die Polizei am Hals.

Einen eigenen Flieger könnt ihr entweder auf den zahlreichen Parkplätzen klauen oder selbst zusammen basteln. Dazu benötigt ihr Baupläne von Schiffen, Motoren und Waffen, welche ihr im Laufe des Spieles erhaltet bzw. sammelt. Jedes Schiff hat ein Maximalgewicht, welches nicht überschritten werden kann. Natürlich kostet euch das Bauen Geld, dieses findet ihr wiederum z.B. bei zerstörten Raumschiffen oder innerhalb des Bankgebäudes. Nicht nur der ominöse Helfer schickt euch von einem Auftrag zum nächsten, zwischendurch stellen euch andere Roboter Aufgaben, denen ihr euch widmen müsst.

Das Design bleibt dabei streng linear, und Bonus-Missionen sind rar. Genau genommen habt ihr nur die Möglichkeit der so genannten Verrückten Wetten, nach deren Absolvierung ihr Waffen-Upgrades erhaltet. Die Missionen an sich variieren von Zerstören bestimmter Ziele, der Suche nach Gegenständen oder Fliegen von Wettrennen.

Scrapland spielt sich in zwei Perspektiven. So darf man in der 3rd Person Ansicht als Roboter durch die unterschiedlichen Szenarien wandeln oder im eigenen (oder gestohlenen) Raumgleiter ins Gefecht ziehen. Doch bei all den Möglichkeiten, die die Designer den Spielern zur Verfügung stellen wollten, haben sie eines dabei vergessen: alles zu einem einheitlich nachvollziehbaren Ganzen zu verbinden.

Man beginnt als D-Tritus und erhält gleich zu Beginn des Spieles den Auftrag, den Erzbischof zu interviewen. Ein kleines schwach ausgerüstetes Raumschiff dient als Fortbewegungsmittel und zudem werden wir in die "Macht" der großen Datenbank eingeweiht. So kann D-Tritus in die Körper von 20 verschiedenen Robotermodellen schlüpfen, was ihm bei seiner Tätigkeit nützlich sein soll. Zudem haben die Roboter auch alle unterschiedliche Eigenschaften. Nutzt D-Tritus einen Wiederherstellungspunkt, kann er in jede beliebige dort verfügbare Figur schlüpfen. Doch er muss aufpassen, damit er nicht von Wachrobotern gescant und damit enttarnt wird, gleichbedeutend mit der Erklärung zum Staatsfeind Nr. 1. Dann hilft nur die Flucht oder ein sicheres Versteck, bis sich die Wachen beruhigt haben. Die verschiedenen Robotermodelle bieten alle ihre eigenen Eigenschaften. Als Bankdirektor kann man den anderen Androiden Geld aus der Tasche ziehen. Als Bürgermeister kann man sie mit „Blah-Blah" ins Koma reden, als kleiner Hefter kommt man in sonst unzugängliche Lüftungsschächte, um dort nach verborgenen Plänen zu suchen, bewaffnete Polizisten haben die Waffenpower, als normaler Polizist kommt man an Sicherheitstüren vorbei oder als Bischof hat man Zugang zur „Großen Datenbank". Besonders nützlich ist die Verwandlung in den Botenroboter, denn seine Fortbewegungsart ist blitzschnell und er kann zudem fliegen, was bei den ständig wiederholenden Dienstbotengängen die „Zeitverschwendung" etwas relativiert.

Und damit wären wir auch schon beim eigentlichen Problem. Die meisten Aufgaben sind Dienstbotengänge. „Hey, D-Tritus, hol mir dies, dann sag ich dir das", worunter die eigentliche Story des aufzuklärenden Mordes mehr als unter geht. Damit man ein Indiz oder in Beweisstück erhält, muss man dem „Lieferanten" vorher gefällig sein. So kommt es, dass man mehr oder weniger „sinnfreie" Dinge ausführen muss, die das vorgegebene Szenario anbietet. Fliege mit dem Raumschiff und erledige 10 Beamtenschiffe, kille 5 Heftmaschinen usw. Dazu gibt es vom Auftraggeber die blödsinnigsten Erklärungen, warum man dies tun soll. Und die Auftraggeber sind auch stets darauf bedacht, dass die Einsatzorte immer möglichst weit auseinander liegen, damit es ja schön lange dauert und die Spielzeit in die Länge gezogen wird. Die Optionen, die das Charakterwechselspiel eigentlich ermöglichen könnte, werden so gut wie nie benutzt.

Oft wird die zu nutzende „Form" vom Auftrag vorgegeben, ohne dass sie eigentlich Sinn macht. Dass man als Polizist verkleidet eine Sicherheitsschranke passieren darf oder nur als Bischof die große Datenbank betreten kann, ist da schon die Ausnahme, hat aber hier mehr die Funktion einer üblichen „Keycard". Es gibt zwar hin und wieder Missionen, in denen man die Charakteroption etwas sinnvoller nutzt, wie z. B. den Klau eines Datenröhrchens als Botenroboter, aber prinzipiell ist die Option absolut unter Wert verkauft.

Haben anfangs die Aufgaben noch ein wenig Spaß gemacht, tendierten sie aber schnell zu einer leidlichen Pflicht und sorgten eher für Langeweile, statt Unterhaltung. Leider findet man auch bei den Action-Raumschiffpassagen ein ähnliches Bild, auch wenn hier die Kampfszenarien noch weitaus mehr Spaß gemacht haben. Jedoch gibt es hier durchweg denselben Tenor. Bis auf die Aufgabenstellung, einen bestimmten Gegner zu erledigen, hin und wieder einmal Geleitschutz zu geben oder gegen Ende des Games Kommunikatorbojen zu zerstören, wird nicht viel Abwechslung geboten. Im Prinzip aber leidet das Gameplay ähnlich wie auch schon in den Robotersequenzen zu sehr an Wiederholung. Und auch der Multiplayer-Modus ist nichts Spektakuläres, wird auf der Xbox doch nicht einmal Xbox Live! Unterstützt.

Grafisch bewegt sich Scrapland auf fast sehr gutem Niveau, doch die Frame-Rate sinkt ständig in den Keller. Glücklicherweise beeinträchtigt diese nie die Spielbarkeit, zudem sind die verschiedenen Gebäude und Straßen sehr stylisch gestaltet. Klares Highlight ist der Sound, zumindest wenn ihr eure X-Box Konsole auf Englisch umgeschaltet habt. Die Originalstimmen vermitteln eine fantastische Atmosphäre und vereinzelte Dialoge sind richtig witzig geraten. Hingegen die deutsche Version mehr einer mittleren Katastrophe gleicht, die einzelnen Sprecher reden viel zu hastig, manche komplett ohne Betonung und ganz speziell D-Tritus ruiniert die tolle Atmosphäre ganz gewaltig. Multilingual gleich bleibt natürlich die Musik, welche mit ihrem Elektronik-Pop am meisten zu begeistern weiß. Hier fehlt es zwar auch an Abwechslung, aber die einzelnen Stücke gehen einem trotzdem nicht auf den Nerv.

Fazit: Scrapland hätte so ein gutes Spiel werden können. Anfangs macht Scrapland sehr viel Spaß, das Szenario ist erfrischend, die Atmosphäre stimmig und der Storyansatz viel versprechend. Allerdings mangelt es an Abwechslung, so manche Mission besteht aus eintönigem herumlaufen und andere wiederholen sich innerhalb kürzester Zeit, ohne dass sich der Verlauf großartig ändert. Immerhin bleibt trotz dieser Fehler der Spaßfaktor noch im grünen Bereich, wer innovative Konzepte mag und über Designschwächen hinwegsehen kann, der könnte Gefallen an Scrapland finden.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sympathischer Schrotthaufen 26. Dezember 2007
Spaß:   
Ein ziemlich abgedrehtes und ganz bestimmt nicht auf die breite (Käufer-)Masse abzielendes X-Box-Spiel stellt Scrapland dar. So kommt es nicht von ungefähr, dass wir ein erfreulich hohes Maß an Kreativität vorfinden, Abwechslungsarmut oder gar Langeweile sind hier ein absolutes Fremdwort. Vielmehr machen wir die Bekanntschaft mit witzigen Charakteren und einigen skurrilen Robotern, was schnell deutlich werden lässt: freundet man sich bereits in der Anfangsphase  möglicherweise nach vorsichtigem Herantasten  mit dem eigenwilligen Gameplay an, steht einem hohen Spielspaß nichts im Wege, zumal auch die Präsentation Außergewöhnliches zu leisten imstande ist, wird man hingegen überhaupt nicht warm mit der eigenartigen Atmosphäre, sollte man die DVD schnellstmöglich wieder aus der X-Box entfernen: ein Mittelding bzw. etwas dazwischen gibt es eigentlich nicht. Der Multiplayerspaß beschränkt sich im Übrigen leider auf Zweispielerduelle via Splitscreen, weder Onlineunterstützung auf X-Box-Live noch die Möglichkeit des Verlinkens mehrerer Konsolen sind vorhanden. Letztlich verhindert dies eine (noch) höhere Wertung, dazu gesellen sich kleinere Mängel, die aber erst nach mehreren Stunden so richtig auffallen dürften, doch dazu später an anderer Stelle mehr. Trotz des sehr hohen Balleranteils würde ich Scrapland noch als Actionadventure bezeichnen, denn es kommen unterschiedliche Genre-Elemente zur Geltung: Schlachten im All, Bodengefechte in und um Gebäudekomplexe herum, rasante Rennen, Gefängnisausbrüche und fortwährend etliche Verwandlungen in sehr unterschiedliche Formen sprechen dafür. Bezeichnen würde ich diesen eigenwilligen Titel als Geheimtipp, der nur ziemlich knapp an der Definition Hit vorbeischrammt.

Auf dem Planten Scrapland ist eines wahrlich in Massen vorhanden: Schrott. Was die Rasse des Homo Sapiens durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Schutt und Asche zerbröseln ließ, dient als Fundament für die Spezies der Roboter. Jenes Land wird mittlerweile nicht mehr vom Menschen betreten, es ist ihm sogar verboten, jener Region erneut einen Besuch abzustatten. So kommt es nicht von ungefähr, dass unser Protagonist in diesem Abenteuer eine Art Ersatzteillager darstellt, aus dem letztlich ein Robotertyp entwickelt wurde. Doch auch für diesen ist es offensichtlich äußerst problematisch, die gewaltig große Hauptstadt des Schrottplaneten namens Kimera zu betreten, hiesige Fahnder sind auf der Jagd nach ihm. Schließlich nimmt er  sein Name ist übrigens Tritus - mürrisch einen Job an, als Journalist (und auch ein bisschen Detektiv) arbeitet er eher notgedrungen an der Aufklärung eines frisch verübten kriminellen Delikts. Ein hundsgemeiner Mord ist es, der die eigentlich sehr friedliche Bevölkerung des Müllplaneten erschüttert. Das Opfer ist dann auch noch ein Geistlicher, immerhin ein Bischoff. Nun denn, das darf natürlich nicht ungesühnt bleiben, versteht sich. Anfangs möglicherweise etwas verwirrend, im weiteren Verlauf jedoch immer deutlicher, wird klar, was von uns verlangt wird: wir knüpfen Kontakte mit (zuweilen sehr merkwürdigen anderen Robotertypen), erhalten Informationen, starten Flüge durch die Außenareale, besuchen weitere Innenbereiche der Stadt, dringen zu wichtige(re)n Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens durch. So wie sicherlich überall, hilft uns auch hier die Brechstange nicht weiter, vielmehr tasten wir uns vorsichtig an die für uns wichtigen Charaktere heran, ganz im Gegensatz zu den Ballereinlagen bzw. den Raumschlachten, die naturgemäß weitaus weniger Wert auf Diplomatie legen, versteht sich. Und wie so oft, werden urplötzlich miese Intrigen aufgedeckt, s steckt noch weitaus mehr hinter dem bloßen Mord, als am Anfang noch vermutet. Dass dies nicht jedem gefällt, leuchtet sicher ein, abschrecken kann dies unseren Roboterhelden dann aber nicht.

Doch der Weg ist äußerst beschwerlich, verlangt er uns einiges ab, zum Glück ist unser (Anti-) Held jedoch ein Künstler in Sachen Verwandlungen oder auch Klonen genannt: ihm ist es im weiteren Verlauf des Abenteuers nämlich möglich, sich in bis zu fünfzehn verschiedene Roboterarten zu verwandeln. Jede Art verfügt (typischerweise) über individuelle Fähigkeiten und das ist letztlich der Clou hier in Scrapland: quatscht zum Beispiel als große Reden schwingender Bürgermeister das Volk schwindlig, erpresst Schutzgelder von den Bürgern (als Polizist wohlgemerkt!) oder erreicht in einer Art Miniaturausführung schwindelerregende Höhen und überwindet Hindernisse. Entweder übernehmen wir die körperliche Hülle des momentanen Gegenübers oder führen die Verwandlung an entsprechenden Terminals durch. Zu beachten ist allerdings das Wachpersonal, welches unser Treiben  um es milde auszudrücken  mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtet, mit der Zeit kommt ihnen unser Verhalten doch sehr spanisch vor, die Folge: wir werden observiert und haben im Falle, dass Alarm geschlagen wird, ein handfestes Problem. Entdeckt zu werden im Körper eines anderen Wesens ist daher auf gar keinen Fall zu empfehlen. Manchmal lässt sich dies aber nicht (oder zumindest kaum) vermeiden, es beginnt nach frisch ausgelöstem Alarm sodann eine brisante Verfolgungsjagd. Es muss jedoch nicht die ganze Zeit über auf Spurensuche und dem Einheimsen wichtiger Hinweise gegangen werden, ab und an sollen Schlachten im All und Wettrennen für Abwechslung sorgen und auch vor dem steten Besuch eines Wettbüros schrecken wir (voraussichtlich) nicht zurück. Der Sinn der Sache: mit dem (hoffentlich) mehr oder weniger redlich verdienten Zaster motzen wir unser Raumschiff mit Upgrades auf oder lassen sogar gleich ein neues bauen. Des Weiteren heuern für Söldner an oder sorgen für etwas mehr Sicherheit durch den Erwerb von Extraleben. Können wir dennoch dem virtuellen Tod nicht entkommen, erwachen wir im Gefängnis und müssen von dort entkommen, wobei uns die bereits angesprochenen Spezialfähigkeiten unweigerlich zugute kommen.

Das alles kann aber leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mit dem uns gewährten spielerischen Freiraum nicht sonderlich weit her ist. Im Grunde haben wir es mit einem doch wesentlich strengeren linearen Spielverlauf zu tun, als ursprünglich vermutet. Bis auf die Schlachten und Rennen (und auch diese sind irgendwie auch notwendig, um ordentlich Kasse machen zu können) ist stets klar, wohin die Reise geht bzw. gehen muss. Viel zu sehr geradeaus entwickelt sich die Handlung, da wäre doch angesichts des abgedrehten thematischen Hintergrundes sehr viel mehr möglich gewesen. Wir finden witzige und vor allem unverbrauchte Elemente vor, doch werden wir das Gefühl nicht los, dass der Drang der Entwickler vorherrschte, möglichst schnell nach vorne zu preschen. Ich will angesichts des eigenwilligen Charmes und der unübersehbaren Kreativität, die hier zum Glück in hohem Maße Einzug hielt, nicht undankbar erscheinen, doch das hitverdächtige Potential wurde einfach nicht ausgenutzt. Das ungewohnte Ambiente, die sehr unterschiedlichen Areale, die zahlreichen Verwandlungsmöglichkeiten und der immense Spielwitz schreien förmlich danach, noch weiter ausgebaut zu werden. Doch daraus wurde leider nichts. Dennoch macht es Spaß (zumindest für diejenigen unter uns, die sich auf dieses skurrile Abenteuer einlassen möchten), in wandelbarer Roboterform durch die Landschaft zu düsen, nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen, bis vielleicht auf die doch zu unübersichtlich, ja im Grunde oftmals chaotisch ablaufenden Schlachten im All, hier fehlt offenbar der Feinschliff, um ehrlich zu sein. Unter dem Strich ist das Ganze hier aber eine runde Sache.

Noch runder wird Scrapland dadurch, dass wir es mit einer herausragend guten Präsentation zu tun haben. Die Grafik ist  um es einmal ganz platt zu sagen  spitze und die Soundkulisse kann sich hören lassen. Abwechslungsreiche Areale mit erstaunlicher Texturvielfalt (insbesondere die Regionen außerhalb), so dass wir es tatsächlich mit einem Top-Level-Design zu tun haben, dazu massig Spezialeffekte insbesondere bei den zahlreichen Flug- und Ballereinlagen sowie den interessanten Verwandlungen, eine gekonnt dynamische Kameraführung, die uns so gut wie nie im Stich lässt und  das ist ein Sonderlob wert  das alles völlig ruckelfrei. Deutsche Texte, 16:9-Breitbildformat und 60-Hz-Modus komplettieren den Eindruck einer sehr gelungenen Optik. Zudem verwöhnen uns glasklare Soundeffekte in feinem Dolby Digital und eine durchweg gelungene musikalische Untermalung (natürlich futuristisch angehauchte Digi-Synthesizerklänge passend zum Science-Fiction-Ambiente), welche ihren Anteil dazu beiträgt, von einer stimmungsvollen und angenehm dichten Spielatmosphäre sprechen zu können. Handlung, Spielwitz, Spieltechnik und Präsentation geben sich somit überhaupt keine Blöße, ganz im Gegenteil, lediglich die etwas chaotischen Schlachten, die fehlende Online-Anbindung und der doch etwas enttäuschend geringe spielerische Freiraum sorgen für Abzüge. Spielspaßwertung: 79%. Lesen Sie weiter... ›
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