Diese CD ist eine liebevoll zusammengestellte Anthologie, die den "Exportschlager" der kleinen Sowietrepublik Tuva (an der nördlichen Grenze der Mongolei gelegen) Interessierten Kulturgourmets näherbringt: Die Rede ist von "Khoomei", dem tuvaischen Kehlkopfgesang, der von diesem Steppenvolk in bislang unerreichter Weise kultiviert wurde. Es grenzt an ein Wunder, was für Klänge diese Sänger mit ihrer bloßen Stimme hervorbringen können! Mit einem umfangreichen, farbig bebilderten Booklet werden dem Neugierigen diese Sangeskunst und ihre unterschiedlichen Stilrichtungen erläutert und nahegebracht. Die Vielseitigkeit der Variationsmöglichkeit reicht von traditionellen Stücken bis zu modernen Interpretationen mit zeitgemäßer Instrumentierung (Albert Kuvezin's Gruppe "Yat-Kha", sowie den blinden amerikanischen Blues-Gitarristen Paul Pena, der sich "Khoomei" autodidaktisch - also selbst - beigebracht hat, und in Tuva damit für derartige Begeisterungsstürme sorgte, daß er einen Sängerwettstreit - eine Art Grand Prix des Kehlkopfgesangs - gewann). Ein wundervoller Querschnitt durch die Geschichte dieser Sangeskultur, der nichts ausläßt und alles anreißt, was es einmal gegeben hat - und beim Hörer nichts anderes hinterläßt als die Lust auf mehr!
Aufgrund des sehr umfangreichen, hardcover (!) gebundenen Booklets (in englischer Sprache) bietet die CD ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.