Ich fand das Thema sehr interessant und war gespannt was passieren wird, wie die Familie mit der Entführung (?) des kleinen Ben klar kommt. Leider gelingt es dem Buch nicht mich zu fesseln oder auch nur irgendeine Emotion (Mitleid, Wut, Hilflosigkeit). Zwar liest es sich gut, aber die Autorin schafft es nicht, dass man mit der Familie Cappadora mitfühlt. Beth möchte man am liebsten nur schütteln und ihr ins Gesicht brüllen, dass sie sich gefälligst zusammenreißen soll, schließlich hat sie noch zwei Kinder; ansonsten ist sie mir eher unsympathisch. Pat bleibt farblos, wieso Beth ihn nicht liebt, geradezu verachtet ist nicht nachvollziehbar. Er kämpft verzweifelt die Ehe aufrecht zu erhalten, eine Art normales Leben zu schaffen, aber man hat den Eindruck er bleibt dabei nur im Hintergrund, wie so eine Art Nebenerzählung. Vincent kämpft mit Schuldgefühlen und verdient noch am ehesten Mitleid und Kerry kann einem nur Leid tun mit so einer Mutter aufwachsen zu müssen.