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Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist sehr solide, könnte aber einen Hauch schärfer sein, der Sound ist bravourös.
Bild: Das Bild ist schon begeisternd und man kann die Bewertung schwer von dem majestätischen Inhalt trennen, aber die Schärfe ist nicht immer wirklich bis ins Letzte detailtreu (00.10.55, Totale, Seelöwen). Auch eine vollständige Rauschfreiheit ist nicht ganz nachweisbar. Aber das Bild ist höchst stabil (01.16.48, Flug durch Wolken) und liefert sehr hohe Kontrastwerte, sowie hervorragend gesättigte Farben.
Ton: Der Sounddesigner hat ganze Arbeit geleistet: eine ausgezeichnet abgestimmte Akustik begeleitet den Film. Die symphonische Musik ist trefflich in das Geräuschdesign integriert und liefert etwa klare und direktional der Kamerabewegung angepasste Sounds der Brandung kombiniert mit sehr transparentem Orchsterklang (00.16.29). Die Unter- und Über-Wasser-Akustik ist mit feinsinniger Rear-Unterstützung und kraftvoller Dynamik versehen. Die Kommentarstimme klingt unaufdringlich und bestens voluminiert. Bei sehr feinsinniger Musikmischung ein Hörgenuß - samtiger und etwas mehr abgefedert als DD ist der DTS-Klang.
Extras: Besonders erfreulich ist die separierte Tonspur, die nur die Musik enthält. Das Making Of ist ebenso fesselnd wie der Film und immerhin 51 Minuten lang. Es befasst sich ausführlich mit der Kameraarbeit, aber auch der Einspielung der Musik mit den Berliner Philharmonikern. --movieman.de
VideoMarkt
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Blickpunkt: Film
Basis für 'Deep Blue' war die enorm erfolgreiche BBC-Dokumentationsreihe 'The Blue Planet'. Aus über 7.000 Stunden Filmmaterial wurden die visuellen, atmosphärischen und dramatischen Höhepunkte zu einem Eineinhalbstünder komprimiert, der von Richard Attenboroughs Stammkomponist George Fenton vertont wurde. Fentons majestätisch-melodischer, sanfter, aber auch zupackender Soundtrack, für den die Berliner Philharmoniker erstmals eine Filmmusikpartitur einspielten, ist ein nicht zu unterschätzender Bonus dieser deutsch-englischen Koproduktion, die nur sehr sparsam einen Kommentar einsetzt und dafür Bilder sprechen lässt. 'Deep Blue' ist keine Informationsquelle über biologische Details, sondern weitgehend stiller Beobachter des Lebens in den verschiedenen Ozeanen - von der lichten Oberfläche bis hin zur Kilometer abfallenden nachtschwarzen Tiefe. Zu sehen gibt es graziöse, in purer Lebensfreude über die Wellen fliegende Delfine, die in Koalition mit Albatrossen, Haien und einem Wal in einen Sardinenschwarm einfallen und sich wie in einem gigantischen Selbstbedienungsladen schadlos halten.
Immer wieder dokumentiert der Film die Unbarmherzigkeit in der Nahrungskette. Wird zum Thriller, wenn nachts am Korallenriff unheimliche Hai-Rudel panische Fische durch das Labyrinth jagen, und zum Horrorfilm, wenn Killerwale mit ihrem putzigen 'Free Willy'-Image aufräumen. Die Orcas mit ihren sadistisch anmutenden Raubzügen unter Seelöwen, mit ihrer gnadenlosen Treibjagd auf ein Grauwalkalb, sind die bad guys des Films, liefern Bilder, die man so noch nicht gesehen hat. Für heitere Zäsuren sorgt dagegen eine Armee von Soldatenkrabben, die zu südamerikanischen Rhythmen aufmarschiert oder Pinguine, die wie antarktische 'Thunderbirds' aus dem Eiswasser auf das Festland gespuckt werden. Bizarr und unwirklich stellt sich schließlich das Leben in der Tiefsee vor, taucht man spektakulär in den Abgrund des Mariannengrabens, bevor am Ende das Licht und, nach einer Attacke auf einen weiteren Sardinenschwarm, auch die Ruhe inmitten des Ozeans zurückkehrt. Ökologische Predigten findet man nicht, wohl aber einen Film für die ganze Familie mit packenden und meditativen Momenten. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Einzigartige Einblicke in die Welt unserer Ozeane präsentiert Deep Blue, ein visuell und akustisch beeindruckendes Leinwanderlebnis, das während jahrelanger Dreharbeiten rund um den Globus entstanden ist. Als eines der außergewöhnlichsten und aufwendigsten Projekte, die je im Bereich des Dokumentarfilmes realisiert wurden, zieht Deep Blue den Zuschauer magisch hinein in das faszinierende Leben unter dem Meeresspiegel. Die Reise führt von flachen Korallenriffen, über die unwirtlichen Küsten der Antarktis, in die Weiten des offenen Meeres, bis hin zu den tiefsten Tiefen der Ozeane, in die ewige Dunkelheit.
"Wir nehmen den Zuschauer mit in eine Welt, die er noch nie zuvor gesehen hat, zu einem, wie ich glaube, der letzten weißen Flecken auf der Landkarte unseres Planeten", erklärt Regisseur Alastair Fothergill.
Deep Blue ist ein cinematographisches Meisterwerk, das das Publikum auf der großen Leinwand mit Bildern von abstrakter Schönheit und emotionaler Tiefe beeindruckt.
Die vom fünfmaligen Oscar-Nominee George Fenton (Gandhi, Schrei nach Freiheit) komponierte Filmmusik für ein großes Orchester, intensiviert das visuelle Erlebnis von Deep Blue. Aufgenommen wurde der Score mit den Berliner Philharmonikern, die zum ersten Mal eine Partitur für einen Kinofilm einspielten.
Die Ozeane sind das letzte unerforschte Gebiet auf unserem Planeten und Deep Blue ist die erste filmische Expedition in diese Welt, ein atemberaubendes Kinoevent, das jung und alt faszinieren wird.