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Der Film ist wohl unterhaltsam genug, um echte Sandler-Fans zufriedenzustellen -- und John Turturro ist als Deeds fußfetischistischer Butler einfach zum Brüllen. Aber die Feinheiten von Capra sind Sandler, Regisseur Steven Brill und Drehbuchautor Tim Herlihy einfach abhanden gekommen. Während Gary Cooper den einfältigen Kleinstädter spielte, der den Großstadtzynismus durchschaute, spielt Sandler einfach einen liebenswerten Tölpel mit einem goldenen Herzen und einem hohlen Schädel. Man kann Gefallen an ihm und an Teilen des Films finden (unter anderem auch an der Minirolle von Steve Buscemi) -- aber man muss sich dabei schon ein wenig anstrengen. --Jeff Shannon
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Wenn also alle diese SchauspielerInnen in einem Remake des Komödienklassikers von Frank Capra aus den Dreissiger Jahren mitspielen, kann doch fast nichts schiefgehen. Oder?
Nun ja, die originale Geschichte stammt wie erwähnt aus den Dreissiger Jahren. Und offensichtlich wurde das Drehbuch für das vorliegende Remake zuwenig entstaubt:
War Gary Cooper im Original einfach liebenswert naiv, muss Adam Sandler hier einen Trottel mimen, dass es fast schon schmerzt.
Buschemis Potenzial wurde fast völlig verschenkt, da hätte ich mir wesentlich mehr davon versprochen. Da kann er seine Augen verdrehen, wie er will...
Winona Ryders Rolle ähnelt sehr derjenigen von Jennifer Jason-Leigh aus 'The Hudsucker Proxy' - übrigens ebenfalls ein Film der Coen-Brüder. Winonas Rolle bleibt hingegen sehr flach und profillos. Leider täuschen ihre Rehaugen je länger je weniger über ihre schauspielerische Limiten hinweg.
Peter Gallagher, der in 'The Hudsucker Proxy' nur einen Party-Sänger spielen durfte (Memories are made of this), bekam hier die Rolle des bösen Gegenspielers, die er recht gut erfüllt. Aber auch ihm sind hier durch das mangelhafte Drehbuch enge Grenzen gesetzt, so dass auch seine Rolle sehr flach bleibt und sehr berechenbar ist.
Einziger Lichtblick ist John Torturro, diesmal als spanischer(!) Butler. K-h-ööööstlich!
Fazit:
Die Geschichte ist ziemlich absehbar, und obendrein schlecht konstruiert. Und es klingen immer wieder verwandte Filme an, ohne aber jemals deren Qualität zu erreichen.
Das Werk ist zuwenig entschlossen: Ist es nun eine Satire, oder eine Komödie?
Eine verspielte Hommage an die weltfremd-verklärten Komödien Capras ohne den Anspruch, heutigen Massstäben an Unterhaltungsfilme gerecht zu werden?
Dieser Film scheitert genau daran, dass sich die Macher nicht haben entscheiden können. Es hat von allem etwas. Leider aber gilt für diesen Film: Es hat von allem etwas zuwenig.
Hier gibts nur 2 Sterne:
Einen für John Torturro und einen für die Produzenten, die es geschafft haben, mit einem solch miesen Drehbuch ein solches Staraufgebot zu motivieren.
Und zum Schluss noch dies:
Zum Glück hab ich diesen Film im TV gesehen, denn ausnahmsweise wäre mir sogar der Schnäppchenpreis dafür zu schade gewesen.
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