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Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA
 
 
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Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA [Gebundene Ausgabe]

Egmont R. Koch , Michael Wech
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (21. Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357000662X
  • ISBN-13: 978-3570006627
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 14,7 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 425.444 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Anything goes -- alles ist erlaubt. Wie weit man diesen Grundsatz bei der Central Intelligence Agency im Kampf gegen den Kommunismus anwendete, führen Egmont Koch und Michael Wech ihren Lesern vor. Und was die beiden für ihren Begleitband zu einer Fernsehdokumentation ausgruben, ist sehr düster.

Ohne Rücksicht auf Mensch und Moral erforschten US-Armee und -Geheimdienst nach dem Zweiten Weltkrieg die Einsatzmöglichkeiten biologischer Stoffe. Auf ihrer Wunschliste standen Mittel für den perfekten Polit-Mord oder Wahrheitsdrogen für Verhöre. Man scheute nicht einmal vor der Rekrutierung ehemaliger nationalsozialistischer Ärzte zurück, die in Konzentrationslagern menschenverachtende Versuche mit tödlichem Ausgang durchgeführt hatten. Hauptsache Amerika konnte von deren Wissen profitieren. Doch damit nicht genug: Die Autoren versuchen zudem zu beweisen, dass die CIA selbst an Menschen experimentierte -- auch mit "terminalem" Ausgang.

Die wichtigste Forschungsstelle war das "Projekt Artischocke". Als deren hochrangiger Wissenschaftler Frank Olson 1953 Skrupel bekam, verfuhr die CIA mit dem potenziellen Sicherheitsrisiko womöglich auf ganz eigene Weise: Olson stürzte aus einem Hotelfenster in den Tod, alles sah wie Selbstmord aus. Und sein Schicksal ist auch der Aufmacher für Deckname Artischocke: Berichtet das Buch einerseits über die US-Bioprojekte, so ist es zum anderen Olsons dramatische Geschichte, verknüpft mit der jahrzehntelangen Suche seiner Familie nach der Wahrheit. Die Beweiskette von Koch und Wech besticht dabei durch ihre Gründlichkeit, trotz gelegentlicher Lücken wegen der bis heute herrschenden Geheimhaltung.

Das Verfasserduo vermittelt seine Erkenntnisse mit viel "human touch", kombiniert Fakten mit persönlichen Aspekten der Akteure. Dadurch verdeutlicht dieses Buch auf bedrückende, gleichzeitig ungemein fesselnde Weise den Zeitgeist in den heißesten Jahren des Kalten Krieges: Legalität war uninteressant, alles war erlaubt -- einschließlich tödlicher Versuchsreihen und Mord. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

CIA und FBI wissen ziemlich sicher, wer im Herbst 2001 mit Milzbrandbriefen sieben Menschen tötete und ganz Amerika in Angst und Schrecken versetzte. Nicht Terroristenchef Bin-Laden, sondern einer jener Forscher, die in geheimen Labors der USA an biologischen Waffen basteln. Die große Sorge der CIA: Wird der Täter angeklagt, dürften auch viele Details bekannt werden, die als "top secret" eingestuft sind: Großversuche mit Bakterien, Viren, Ultra-Giften, Psychodrogen. Ganze Städte, wie z.B. San Francisco, wurden zu Testzwecken mit Keimen verseucht. Bereits seit den 50er Jahren experimentierten Wissenschaftler im Auftrag der CIA mit biologischen und chemischen Stoffen und schreckten auch vor tödlichen Menschenversuchen nicht zurück. Sie knüpften damit an Experimente der Nazis in Konzentrationslagern an und "verpflichteten" - gegen Straffreiheit - Nazi-Forscher. Eines der geheimsten Projekte mit Menschenversuchen, als "tödliche Experimente" deklariert, fand unter dem Decknamen "Artischocke" in Deutschland statt. Als sein Leiter, der US-Chemiker Frank Olson, die grausamen Versuche nicht mehr mittragen wollte, kam er unter mysteriösen Umständen ums Leben. Offizielle Diagnose: Selbstmord. Koch und Wech können nachweisen, dass Olson ermordet wurde. Außerdem legen sie eine Vielzahl an Beweisen vor, dass die CIA bis in die 70er Jahre Experimente an Menschen vornahm - an Gefängnisinsassen, deutschen Kriegsgefangenen, DDR-Übersiedlern, norwegischen Waisenkindern. Der erschütternde Report einer menschenverachtenden, mörderischen Wissenschaft im Dienst von CIA und Militär.

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Spannende Dokumentation, 11. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA (Gebundene Ausgabe)
Das Buch „Deckname Artischocke" wurde von Egmont R. Koch und Michael Wech mit Unterstützung von Eric Olson verfasst.
Eric Olsons Vater, Frank Olson war Mitarbeiter des CIA , er starb im Jahre 1953 auf mysteriöse Weise beim Sturz aus dem Fenster eines New Yorker Hotels. Seine Tätigkeit für US Army und CIA war die eines Chemikers, er arbeitete für Abteilungen, deren Aufgaben die Erforschung chemischer und biologischer Kampfstoffe, z. B. Anthrax, war. Auch wurden Drogen zur Optimierung der Verhörmethoden von Kriegsgefangenen und Spionen entwickelt, womit Frank Olson persönlich allerdings zunächst nichts zu tun hatte.
Um in dieses Wissensgebiet der Kriegsführung einzudringen, bediente man sich nicht nur der Erkenntnisse, die in deutschen Konzentrationslagern gemacht wurden, man holte auch gleich einen Teil der betreffenden KZ-Ärzte(gegen Straffreiheit) in die US-amerikanischen Forschungszentren. Die dortigen Versuche knüpften an die menschenverachtenden Misshandlungen in deutschen Konzentrationslagern an. Opfer dieser Verbrechen wurden u.A. Gefängnisinsassen, deutsche Kriegsgefangene, DDR-Übersiedler, Waisenkinder(in Norwegen),und später auch US-Piloten, die aus koreanischer Gefangenschaft heimkehrten. Orte des Geschehens waren z.B. Camp Detrick/USA und Oberursel/BRD.
Durch die Konfrontation mit der praktischen Anwendung seiner Forschungsarbeit geriet Frank Olson in eine tiefe seelische Krise, er beabsichtigte, aus der Arbeit für CIA und Militär auszusteigen. Somit stellte er ein nicht zu berechnendes Sicherheitsrisiko dar.
Dem Sohn Eric Olson gelang bereits vor einigen Jahren der Nachweis, dass sein Vater in den letzten Tagen seines Lebens unter den Einfluss von LSD gesetzt wurde, um ausgehorcht zu werden. Bei der Exhumierung nach 40 Jahren kam es zu einer weiteren Überraschung...
Die Vermutung, dass hinter den Anthraxanschlägen des Herbstes 2001 ein Mitarbeiter der Nachfolgeorganisation des Chemischen Forschungszentrums der US-Armee (USAMRIID) stand, wird plausibel vermittelt. Die Autoren haben sehr gründliche Kleinarbeit geleistet, jede Aussage des Textes wurde mit einer Quellenangabe versehen, was ja bei jeder seriösen Dokumentation eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Die Quellen sind u.A. die National Security Archives in Washington und verschiedene namentlich genannte Historiker der US Army.
Die Dokumentation „Deckname Artischocke" ist sehr spannend geschrieben, so dass auch Leser, die ansonsten Belletristik bevorzugen, auf ihre Kosten kommen sollten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, 29. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch straft all jene Lügen, die nicht glauben, dass es geheime Menschenversuche gibt, die von Regierungen, z. T. ohne Kenntnis der Probanden durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um LSD und Biowaffenexperimente, die denen der Nazis in nichts nachstanden. Die Amerikaner haben sogar Naziwissenschaftler für ihre Versuche rekrutiert und jenen Straffreiheit für die grausigen Experimente in den KZs zugestanden. Diese Doppelbödigkeit unserer Geschichte wird in diesem Buch sehr gut zum Ausdruck gebracht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erschreckende Betrachtungen, 29. Juli 2007
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA (Gebundene Ausgabe)
Für Verschwörungstheoretiker ist dies Buch ein gefundenes Fressen, aber auch für kritischere Leserinnen und Leser mit einem gesunden historischen Interesse und gewissen geschichtswissenschaftlichen Grundlagen wirft es sehr unangenehme und erschreckende Fragen auf. Wer sich über die Ungleichbehandlung von Nordkorea und dem Irak in letzter Zeit wundert, der könnte nach der Lektüre des Buchs die Frage stellen, wann Herr Blix mal eine Tour durch die Vereinigten Staaten oder durch Großbritannien machen kann. Mit UNO-Mandat natürlich.
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