sondern eine Mischung aus Agenten- Polit- und Wissenschaftsthriller. Browns bekannte Bestseller "The Da Vinci Code" und "Angels and Demons" geistern immer noch bei Gelegenheit durch manche Bestsellerlisten. Der Erfolg dieser Bücher beruht wohl auf der Mischung von Fakt und Fiktion, in der historische Geschehnisse zumeist unter dem Licht von angeblichen Offenbarungen neu beleuchtet werden. Brown greift dabei zumeist auf religiöse Themen wie die Inquisition oder das in einer männlich dominierten Kirche verdrängte Weibliche an. Diese Mischung aus Spiritualität, Historik, Religion, Verschwörungstheorie und Spannung erzeugt dabei mit einem verständlichen Stil eine Atmosphäre wie sie angenehm und spannend zu lesen ist.
Decpetion Point passt nicht in dieses Konzept. Anders als die Robert Langdon-Romane spielt er in der Welt der US-Poltik und Geheimdienste. Zwar versucht Brown verstärkt auch den Part des Wissenschaftsthrillers darin aufzubauen, doch er verzichtet auf großartige religiöse Themen. Vom Konzept her lässt sich jedoch eindeutig Browns Schreibstil erkennen. Die Besonderheit, das Buch wurde genau vor dem Da Vinci Code veröffentlicht und hätte beinahe das letzte Buch Dan Browns sein können. Wie schon sein Erstling Digital Fortress ist auch Deception Point eigentlich ein Geheimdienst-Thriller, das Genre in dem die meisten erfolgreichen US-Autoren Fuß zu fassen versuchen, wobei sie mitunter auch oft (Vatikan- oder) Religions-Thriller produzieren. Selbst Robert Ludlum (der Schöpfer der Bourne-Trilogie) legte mit Gemini Contenders einst einen solchen vor und darf als eines der Vorbilder Dan Browns gelten, besonders in Hinsicht auf die möglichst realistische Darstellung der Handlungsorte.
Die Handlung beginnt ganz friedlich an einem Morgen in Washington D.C. Rachel Sexton und ihr Vater der Präsidentschaftskandidat Senator Sedgewick Sexton treffen sich zu einem gemeinsamen Frühstück. Doch der Senator versucht nur das Frühstück für PR-Zwecke auszunutzen. Sein Wahlprogramm wird kräftig von privaten Unternehmen gesponsert, die sich von ihm eine Öffnung der Raumfahrt für Privatunternehmen erhoffen. Mit dem Kampf gegen die vielen Budgetüberschreitungen der NASA und dem Wahlversprechen die Einsparungen in Bildungsprogramme und soziale Projekte zu investieren. Schon kurz darauf wird Rachel vom amtierenden Präsidenten höchstpersönlich in Empfang genommen und anschließend auf das Milne-Eisschelf geschickt, wo eine bahnbrechende Entdeckung den Wahlkampf und das Schicksal der Menschheit verändern könnte...
Nun, Deception Point ist beizeiten nicht unspannend, aber trotz des großen Vorbildes Robert Ludlum und der Anleihen bei diesem, nur mittelmäßig. Die Handlungswendungen scheinen oft nur halbherzig, die großen Überraschungen lassen sich zwar vorher erahnen, sind aber schon zu spektakulär. Nicht notwendig wirken so manche Klischees, auch nicht die Love Story, welche geradzu vorprogrammiert ist. Über gute Ansätze kommt Deception Point nicht hinaus und das trotz so schöner Cliffhanger.
Fazit:
Ein Thriller im Stil von Dan Brown, doch ohne angeblich sensationelle Enthüllungen. All jene die sich mit Browns bekannten Werken nicht recht identifizieren konnten könnten es hier tun und eine andere Seite des Bestsellerautors erkennen.