Dieser Krimi ist wunderbare Unterhaltung, der sich durch schöne Sprache, liebevolle Zeichnung aller Charaktere und treffende Details (das Steinchen-vorwärts-Schießen mit der Schuhspitze) auszeichnet. Die drei Männer um 35, die gemeinsam eine schäbige Barracke beziehen, sind alle drei mehr oder weniger gescheiterte Historiker, die kaum ein Auskommen, aber dafür verschiedene Skurilitäten entwickelt haben. Der vierte Mitbewohner ist der Patenonkel von Marc, ein leicht dubiosier Ex-Polizist, der seine drei jüngeren Mitbewohner die "Evangelisten" nennt. Sie geraten unfreiwillig in einen Mordfall, den sie natürlich gemeinsam bravourös lösen.
Sehr gut gefallen hat mir, daß es immer wieder Perspektivwechsel gibt, den größten Anteil erhält Marc, aber auch Mathias und Lucien und dem späteren Mordopfer schaut man immer wieder in ihre Gedanken. Die Auflösung hält einen in Atem, weil es mehere in sich stimmige Möglichkeiten gibt.
Eine äußerst empfehlenswerte Lektüre in ihrem Genre, die wirklich Spaß macht.