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Debütantinnen: Roman Taschenbuch – 15. November 2010


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (15. November 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344254291X
  • ISBN-13: 978-3442542918
  • Originaltitel: The Debutante
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 3,3 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 947.523 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kathleen Tessaro ist in Pittsburgh, Pennsylvania, geboren, machte eine Schauspielausbildung und ging dann nach London. Sie arbeitete zunächst als Schauspielerin für Film, Fernsehen und Theater, später unterrichtete sie Schauspiel und war als Sprachcouch für die English National Opera tätig. Während dieser Zeit schrieb sie ihre ersten Erzählungen und ihren Debütroman »Elégance«, der ein internationaler Erfolg wurde. Kathleen Tessaro lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Im Herzen der City of London, versteckt zwischen den verwinkelten Straßen hinter dem Gray's Inn Square und der Holborn Station, liegt ein schmaler Durchgang, bekannt unter dem Namen Jockey's Fields, ein holpriges Gässchen, in dem sich seit dem Großen Brand von London nicht viel verändert hat. Regency-Kutschen wurden von viktorianischen Droschken abgelöst, und heute rasen Fahrradkuriere das abfallende Kopfsteinpflaster hinunter, jagen zwischen den Fußgängern hindurch.
Es war Anfang Mai und für die Jahreszeit ungewöhnlich heiß - erst neun Uhr am Morgen und schon vierundzwanzig Grad. Die weiße Kuppel der St. Paul's Cathedral prangte in der Ferne vor einem wolkenlos blauen Himmel. Auf den Bürgersteigen drängte sich das Heer der Berufstätigen, die aus der nahe gelegenen U-Bahn-Station strömten - junge Frauen in sorbetfarbenen Sommerkleidern, Männer in Hemdsärmeln, Jackett über dem Arm, einen Becher mit starkem Kaffee in der einen Hand, die Zeitung in der anderen -, und der Rhythmus ihrer Absätze trommelte unablässig über das Pflaster.
Jockey's Fields Nummer 13 war ein schiefes georgianisches Gebäude, vor vielen Jahren mit einem schwarzen Anstrich versehen, der dringend der Erneuerung bedurft hätte, eingezwängt zwischen einem Wettbüro und einer Anwaltskanzlei. Die Tür des Auktionshauses Deveraux & Diplock wurde in der Hoffnung, eine Bö frischer Morgenluft in das Ladenlokal zu locken, von einem kleinen chinesischen Elfenbeinmops offen gehalten, der wahrscheinlich aus dem achtzehnten Jahrhundert stammte, aber äußerst reparaturbedürftig war. Goldene Sonnenstrahlen schienen durch die bleiverglasten Fenster, Staub trieb, in den Sonnenstrahlen deutlich sichtbar, durch die Luft und legte sich auf das einst glanzvolle, inzwischen leicht schäbige Interieur eines der weniger bekannten Auktionshäuser Londons. Der Orientteppich, ein exquisites handgeknüpftes Exemplar aus dem Norden Pakistans aus dem letzten Jahrhundert, war fadenscheinig. Die Pflanzgefäße aus Delfter Porzellan, die den Kaminsims schmückten und aus denen stark duftende Hyazinthen quollen, waren ein bisschen zu angeschlagen, um sich noch mit Gewinn verkaufen zu lassen, die Sitze der lederbezogenen Clubsessel am Kamin hingen fast bis zum Boden durch, und ihre Federn stachen durch die Rosshaarfüllung. Canaletto-Reproduktionen hingen neben gar nicht mal so schlechten Aquarellen längst toter Landhaus-Ladys: Landschafts- und Blumenstudien und naive Versuche in Kinderporträts. Denn an Deveraux & Diplock wandten sich diejenigen einst aristokratischen Familien, deren Vermögen nicht mehr Schritt hielt mit der zahlreichen Nachkommenschaft und die ihre Familienerbstücke schnell und diskret verkaufen wollten, um sie nicht in den öffentlichen Katalogen von Sotheby's und Christie's abgedruckt sehen zu müssen. Mund-zu-Mund-Pro- paganda hatte sie bekannt gemacht, und sie hatten sich den Ruf erworben, seit Jahrzehnten mit denselben europäischen und amerikanischen Antiquitätenhändlern zusammenzuarbeiteten. Sie boten eine aussterbende Dienstleistung für eine aussterbende Klasse, eine Art Bestattungsunternehmen für Antiquitäten, geleitet von Rachel Deveraux, deren verstorbener Mann Paul das Geschäft übernommen hatte, als das Paar vor sechsunddreißig Jahren geheiratet hatte.
Rachel, eine Zigarette in einer langen Perlmuttzigarettenspitze zwischen den Fingern, die sie bei der Räumung des Guts eines verarmten Filmstars aus den 1920er Jahren erworben hatte, saß an ihrem riesigen Rollpult und betrachtete nachdenklich den Papierberg vor sich. Sie war siebenundsechzig Jahre alt und mit ihren großen braunen Augen und
dem wissenden, entwaffnenden Lächeln immer noch auffallend schön. Ihr Kleidungsstil war unorthodox, sie trug wallende Schichten aus modernen, asymmetrischen, japanisch inspirierten Gewändern. Und sie hatte eine Schwäche für rote Schuhe, die im Laufe der Jahre zu ihrem persönlichen Markenzeichen geworden waren - heute waren es Ferra- gamo-Pumps, zirka 1989. Sie schob sich ihr dichtes silbergraues Haar aus dem Gesicht und schaute zu dem großen, gut gekleideten Mann auf, der vor ihr auf und ab tigerte.
»Es wird lustig, Jack.« Sie atmete aus, ein langer Rauchfaden stieg auf und schwebte um ihren Kopf wie ein Gespenst. »Betrachte sie als Kameradin, als jemanden, mit dem du reden kannst.«
»Ich brauche keine Hilfe. Ich schaffe das ganz gut allein.«
Obwohl er die vierzig überschritten hatte, erweckte Jack Coates den Eindruck von Jugendlichkeit. Schlank, mit eleganten, adlerartigen Zügen, dichten Wimpern um indigoblaue Augen, bewegte er sich mit der Anmut eines Tiers. Sein dunkles Haar war kurz gehalten, sein gut geschnittener Leinenanzug makellos gebügelt, doch unter seinem polierten Äußeren pulsierte eine rohe, unberechenbare Energie. Er war ein Mann, der unablässig nach seiner eigenen Definition seiner selbst strebte. Stirnrunzelnd blieb er stehen und trommelte mit den Fingern auf den Aktenschrank.
»Ich mache es lieber allein. Es gibt nichts Langweiligeres, als sich mit Fremden zu unterhalten.«
»Die Fahrt dauert drei Stunden.« Rachel lehnte sich zurück und beobachtete ihn. »Wenn ihr dort seid, ist sie wohl kaum noch eine Fremde.«
»Ich würde lieber allein fahren«, sagte er noch einmal.
»Das ist das Problem mit dir. Du machst lieber alles allein. Das ist nicht gut für dich. Abgesehen davon«, sie streifte ein wenig Asche in eine leere Teetasse, »ist sie sehr hübsch.«
Er schaute auf.
Sie zog eine Augenbraue hoch, und die Andeutung eines Lächelns umspielte ihre Lippen.
»Und wenn schon?« Er schob die Hände in die Taschen und wandte sich ab. »Vielleicht sollte ich dich darauf hinweisen, dass wir hier nicht in einem kleinen russischen Dorf zur Jahrhundertwende sind und du keine alternde jüdische Heiratsvermittlerin bist, die sich mühsam damit durchschlägt, dass sie Fremde zusammenbringt und einen Ring dazutut. Wir sind in London, Rachel. Das Millennium dämmert herauf. Und ich bin durchaus in der Lage, die Arbeit allein zu erledigen, die ich die letzten vier Jahre auch allein erledigt habe - ohne die Assistenz deiner jungen Nichte, frisch aus New York, die an mir dranklebt.«
Rachel versuchte es mit einer anderen Taktik.
»Sie ist Künstlerin. Sie kann dir helfen. Sie hat ein ausgezeichnetes Auge.«
Er schnaubte.
»Sie hat eine harte Zeit durchgemacht.«
»Was sich grob in >Sie hat sich von ihrem Freund ge- trennt< übersetzen lässt? Wie gesagt, ich brauche keine Gesellschaft. Und erst recht keine trübsinnige Kunststudentin, die die ganze Zeit am Telefon hängt und sich mit ihrem Liebhaber streitet.«
Rachel drückte die Zigarette aus und holte ihre Lesebrille hervor. »Ich habe ihr schon gesagt, dass sie mitfahren kann.«
Er wirbelte herum. »Rachel!«
»Es ist ein großes Haus, Jack. Selbst zu zweit werdet ihr Tage brauchen, das ganze Inventar zu evaluieren und zu katalogisieren. Und ob du es zugeben willst oder nicht, du brauchst Hilfe. Du musst dich weder ausführlich mit ihr unterhalten, noch ihr dein Innerstes öffnen. Aber wenn du es über dich bringen würdest, höflich zu sein, würdest du vielleicht bemerken, dass es tatsächlich netter ist, nicht alles allein zu machen.«
Er lief hin und her wie ein Tier im Käfig. »Nicht zu fassen, dass du das gemacht hast!«
»Was?« Sie warf ihm über den Rand ihrer Brille einen strengen Blick zu. »Dass ich dir eine Assistentin besorgt habe? Ich bin deine Arbeitgeberin. Abgesehen davon ist sie klug. Sie hat am Courtauld Institute of Art studiert, am Chelesa College of Art and Design und am Camberwell College of Arts .
»Wie viele Kunsthochschulen braucht der Mensch?«
»Nun«, sie grinste vielsagend, »angenommen wurde sie überall mit Kusshand.«
»Das ist nicht besonders hilfreich.«
Sie lachte. »Betrachte es als Abenteuer!«
»Ich will kein Abenteuer.«
»Sie hat sich verändert.«
»Ich arbeite allein.«
»Tja«,Rachel...

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von N.K. am 13. Februar 2011
Format: Taschenbuch
Als ich das Buch unter meinen Empfehlungen entdeckte und den Kurztext gelesen hatte, klang es sehr spannend. Anhand der Inhaltsangabe dachte ich an ein mysteriöses Rätsel, das es zu lösen gilt.
Falsch gedacht: In dem Buch wird in der Hauptsache die Beziehung zwischen den beiden Hauptpersonen dargestellt, erst ganz am Ende kommt dann die Stelle, in der das Rätsel um die beiden Schwestern gelöst wird. (auch recht unspektakulär). Wer auf seichte Liebesgeschichten steht, für den ist das Buch sicher ganz nett.

Der Schreibstil der Autorin ist aber wirklich klasse, nicht zu einseitig und lebhaft.
Alles in Allem wurden meine Erwartungen jedoch leider nicht erfüllt.
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Von Silvia58 am 25. November 2013
Format: Kindle Edition
Ein sehr spannendes und ungewöhnlich geschriebenes Buch, finde das Buch alles andere als seicht, obwohl es leichte Lektüre ist.Den Einblick in das Leben der "Oberen" in England zwischen den 2 Weltkriegen finde ich sehr gelungen.
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Von M. B. am 3. Oktober 2011
Format: Taschenbuch
Ich fand es interessant, besonders die Briefe von den Schwestern, mit einem Blick in die Vergangenheit und somit ein Einblick in die 30er.
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