Einmal mehr: umwerfend. Die Outtakes und Obskuritäten der Walkabouts sind immer noch besser als das, was die meisten anderen Bands regulär veröffentlichen. Dieser Sampler fasst One-Offs, Alternativ-Versionen, Radiosessions und andere Schnipsel aus der Phase von 1985 bis 1995 zusammen. Eine wahre Fundgrube für Fans: Die akustische Version von "Break It Down Gently" ist ebenso gut wie die elektrische auf "New West Motel", die von "Late Train To Mercy" (mit Geigen statt Synthies) sogar um Längen besser als die auf "Scavenger". Ansonsten gibt es abenteuerliche Coverversionen u.a. von Alex Chilton (ein aufrichtig-schönes "Big Black Car"), Nick Drake (ein industriell-archaischer "Cello Song") und Neil Young ("On The Beach" und ein gepfeffertes "Like A Hurricane") sowie ein stürmisches "House Of The Rising Sun". Wem das nicht reicht, der bekommt noch eine deutsche Version eines obskuren Songs der obskuren Band namens Die Regierung: Carla zwitschert hier - mit ganz reizendem Akzent - in den höchsten, glockenhellsten Tönen, dass es schöner nicht geht. Ein paar herb-akustische Originale, die es nirgends anders gibt, sind auch noch inbegriffen - wobei freilich ein paar unterproduzierte, dünne Frühwerke die Höchstwertung verhindern. Fazit: ganz, ganz wichtig für den Fan, ein Lust machender Anti-Querschnitt für Novizen, und wiederum ein Walkabouts-Album für fast alle Lebenslagen. Von allem fast das Beste.