Dass der Film an den amerikanischen Kinokassen total gefloppt ist und nicht einmal die Hälfte seiner Produktionskosten eingespielt hat, verwundert kaum. Bisher hat Tarantino in all seinen Filmen auf gute bis hervorragende Schauspieler gesetzt, welche seinen einzigartigen und irrwitzigen Dialogen eine entsprechende Coolness und Glaubwürdigkeit verliehen. Die Darstellerinnen in "Death Proof" wirken aber so gesichtslos und austauschbar, als hätte man sie direkt aus irgendeiner belanglosen Teenie-Talkshow im MTV-Stil gecastet. Dass bei solchen Pussies die eigentlich guten Dialoge einfach nur aufgesetzt und gekünstelt wirken, kann man sich wohl vorstellen. Nach einiger Zeit geht einem dieses ganze pubertäre Girlie-Gehabe doch enorm auf die Nerven. Kurt Russel allein kann da auch nicht mehr viel herausreißen, zumal er bei weitem nicht mehr die Präsenz erreicht wie noch zu Zeiten der "Klapperschlange". Das die Verfolgungsjagd am Ende des Films angeblich neue Maßstäbe setzen soll, kann man wohl nur als schlechten Scherz bezeichnen. Hier zeigt sich eindeutig dass Tarantino kein Action-Regisseur ist. Und Gott sei Dank ist er das nicht, sollte man meinem, denn hirnlose Action-Vehikel aus Hollywood gibt es ja wie Sand am Meer. Wer sich einen Tarantino-Film ansieht, erwartet wohl eher eine cineastische Inszenierung, eine raffiniert gestaltete Handlung, herausragende Dialoge und brillante Schauspieler. All das findet man bei "Death Proof" leider nicht, stattdessen ist der Film einfach nur geschwätzig und mittelmäßig.