Die USA der Zukunft wird von einem totalitären Staatsapparat beherrscht. Das Volk wird nach dem Motto "Brot und Spiele" ruhig gehalten. In diesem Fall ist es ein Kontinentalrennen, bei dem die Teilnehmer zusätzliche Punkte erzielen können, indem sie möglichst viele Menschen überfahren. Kinder und Alte ergeben dabei die meisten Punkte. Favorit des Rennens ist der mehrfache Sieger Frankenstein (David Carradine), aber sein ärgster Konkurrent Machine-Gun Joe (Sylvester Stallone) will ihm den Sieg streitig machen. Doch nicht nur die Fahrer untereinander machen sich das Leben schwer, auch ein Trupp Rebellen versucht das Rennen zu sabotieren.
Nur wenige Filme haben einen derart eigenwilligen Charme wie Paul Bartels Kultklassiker von 1975, denn "Herrscher der Straße" ist eine der witzigsten Low Budget-Produktionen überhaupt. Trashige Action und ultra-schräge Typen, gemischt mit etwas Gesellschaftssatire und typischem 70er Jahre Flair. Produziert wurde der Film, der vor abgedrehten Ideen und politischer Unkorrektheit nur so strotzt, von B-Movie-Veteran Roger Corman, und sein Einfluss auf den Film ist mehr als spürbar. Im Prinzip dreht sich alles um nackte Haut und Gewalt. Die Drehbuchautoren haben sich eine krude und ziemlich morbide Story einfallen lassen. Ein Rennen quer durch die USA mit dem Doppelziel: Gewinnen und so viele Opfer wie möglich überfahren. Trotz aller Brutalität wird das ganze unglaublich komisch serviert. Nachdem der Film zum wohl besten und kommerziell erfolgreichsten B-Movie der 70er Jahre avancierte, drehte der Regisseur Paul Bartel ein Jahr später mit
Cannonball einen weiteren Rennfilm mit fast identischer Besetzung, der dem Original jedoch bei weitem nicht das Wasser reichen konnte.
Der Film wurde seinerzeit von den deutschen Zensurbehörden relativ schnell indiziert. Bis ins Jahr 2002 waren selbst die auf Video veröffentlichten FSK 18 Versionen zensiert. Dann wurde von Best Media für die DVD-Fassung eine erneute Überprüfung beantragt, und der Film wurde in ungeschnittener Version als FSK 16 eingestuft. Im Kino lief der Film als "Frankensteins Todesrennen", für die erste VHS-Edition wurde er dann in "Herrscher der Straße" umbenannt.