Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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39 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der furiose neue Streich von Quentin Tarantino, 23. November 2007
Quentin Tarantino ist zurück - und zwar in alter bewährter Form. Doch wie alle großen Filmemacher wiederholt er sich nicht (bis auf gewisse Ausnahmen), sondern bietet seinem Publikum wieder etwas ganz neues, stilistisch komplett Einzigartiges.
Wie immer zitiert Tarantino aus etlichen Filmen, diesmal aus Schmuddelklassikern wie "Fluchtpunkt San Francisco", "Dirty Mary, Crazy Larry" oder anderen Streifen, beispielsweise auch aus italienischen Giallos. Doch diesmal fällt zudem auf, dass Tarantino sich nun auch gerne selbst zitiert, beispielsweise übernimmt er Zeilen aus Dialogen eigener Filme oder spielt einmal sogar "Twisted Nerve" von Bernard Herrman aus "Kill Bill" als Klingelton ein. Und überhaupt erinnern einige Szenen in ihrem Aufbau und ihren Einstellungen an seine vorigen Filme. Das kann man leicht als Selbstverliebtheit abtun, doch findet man so sehr leicht in die herrliche Kunstwelt Tarantinos ein.
Normalerweise denke ich, dass echte Fans des Regisseurs auch "Death Proof" eigentlich lieben sollten. Denn dieser meiner Meinung nach geniale Film besitzt alle Zutaten (und noch mehr), die Tarantinos Werke so auszeichnen.
Die Atmosphäre von "Death Proof" packt den Zuschauer sofort, die Musik röhrt wie die Hölle aus den Lautsprechern und ist wie immer überragend gewählt, wodurch es fortan Tarantino Fans nicht schwer fallen müsste, von diesem Film in seinen Bann gezogen zu werden.
Tarantinos Huldigung vor dem Grindhouse Kino ist im Grunde perfekt. Viele Zuschauer sind mit Sicherheit von den teils sehr langen Dialogpassagen abgeschreckt, doch diese sind nicht nur wie üblich unglaublich geschickt und voller Wortwitz geschrieben (wenn auch nicht immer ganz so großartig wie in seinen anderen Filmen), sondern auch notwendig um die wie immer die fantastischen Charaktere zu zeichnen. So gewinnt man die Figuren lieb und ist somit umso mehr in der Handlung und der Action involviert.
Es ist völlig unabstreitbar, dass dieser nostalgische Trip, dieses leidenschaftliche Stück Kino, etwas absolut Besonderes darstellt. Ein Film, der im Zeitalter von völlig abgedrehten, aufgeblasenen und vor allem seelenlosen CGI-Spektakeln eine frische Brise durch die Kinosäle weht, die an bessere Zeiten des Kinos erinnert. Tarantino huldigt den Trashfilmen und dem Kino allgemein auf seine einmalige Weise und zeigt, wie man echte handgemachte Action macht, die einem einfach nur den Atem raubt. "Death Proof" ist darum ein Film, den man richtig im Bauch spürt und nicht nur durch die konsequent andere Inszenierung im Gedächtnis bleibt.
Tarantino bleibt sich selbst treu, dreht Filme, die von Herzen kommen und in jeder Sekunde seine Passion für Filme spürbar machen. Das ist etwas, das es heutzutage leider viel zu selten gibt.
Zudem reiht Kurt Russell mit seiner wirklich brillanten Darstellung von Stuntman Mike eine weitere großartige, kultige Rolle in seine Filmographie ein. Seine Darstellung ist echt der Hammer. Die Darstellung der vielen Frauenfiguren sucht in der Filmgeschichte wohl ihresgleichen. Sie sind einzigartig geschrieben, kraftvoll, faszinierend und verletzlich zugleich.
Der Streifen selbst ändert sich ab der Hälfte zudem schlagartig. Während zunächst die Slasher-Elemente, die Bildkratzer und Tonaussetzer und das damit allgemein trashige Gefühl dominiert, ist die zweite Hälfte weit action-orientierter.
Die Verfolgungsjagd am Ende gehört vermutlich zum Furiosesten, was man jemals in dieser Kategorie erleben durfte. Das Finale ist emotional erstaunlich intensiv und endet so knallhart und abrupt, dass man als Zuschauer völlig sprachlos zurückbleibt aber gleichzeitig ein breites Grinsen auf dem Gesicht hat.
Der Film ist vulgär ohne Ende, schreckt vor sinnloser Gewalt nicht zurück und ist nicht nur deswegen nicht für alle Geschmäcker geeignet, doch Leute, die Kino und vielleicht besonders Tarantino lieben, werden an diesem pulsierenden Knaller ihre wahre Frede haben.
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38 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hate It or Love It, 28. November 2007
So und nicht anders teilen sich seit Jahren Tarantinos filmischen
Werke in zwei Lager.
Entweder man mag seine ganz spezielle und einzigartige Art Filme
zu machen oder eben gar nicht. Etwas dazwischen existiert nicht.
Das schöne daran ist, dass es Tarantino auch nicht interessiert
ob seine Filme Mainstreamtauglich sind oder nicht, und deshalb auch
Werke wie "Deathproof" erst entstehen lassen.
Zuschauer die mit Tarantino nichts anfangen können, werden
sich nach dem Film an den Kopf fassen und sich fragen
was sie da gerade gesehen haben.
Filmliebhaber jedoch werden dieses Meisterwerk lieben.
Allein die vielen Filmzitate und Anlehnungen an Filmstücke
vergangener Jahre sind schon genial.
Dazu kommt die perfekte filmische Inszenierung von Tarantino,
der aus scheinbar banalen Szenen, wie einer über mehrere
Minuten gehenden Unterhaltung zwischen normalen Menschen einen
Spannungsaufbau hinkriegt, den so manch anderer Regisseur nur
mit Schockeffekten schafft.
Die Darsteller sind, wie in jedem Tarantino Film bisher, absolut
treffend gewählt und geben, vor allem Kurt Russell als Stuntman
Mike, ihr absolut bestes.
Auf die Story muss man gar nicht näher eingehen, da diese genauso
sinnfrei ist wie gewaltlastig.
Doch bei Tarantino kommt es nun mal auf die Details an, die sich vor
allem in den genialen Dialogen wiederfinden.
Keine Frage "Deathproof" ist nur ein Film für hart gesottene Tarantino
Fans, die seinen Humor, Ironie und seine Verrücktheit verstehen und
lieben.
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81 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Irgendwie öde..., 20. Juni 2008
Als großer Freund der quentinschen Regiekunst habe ich mich sehr auf den Film "Death Proof" gefreut.
Allerdings war ich am Ende doch irgendwie enttäuscht von diesem "B-Movie". Es fehlte für mich irgendwie der gewisse Witz, die spektakulären Szenen und die wirklich coolen Sprüche, die man von anderen Werken des Regisseurs kennt. Letzteres wird zwar von Kurt Russell halbwegs zufriedenstellend gebracht - reicht aber meiner Meinung nach nicht aus, um diesen Film höher als mit 2 Sternen zu bewerten. Dazu ist vor allem die Handlung an sich ungewohnt langweilig. Das hat Quentins Freund Rodriguez mit "Planet Terror" doch besser hinbekommen.
Fazit:
Für mich ist "Death Proof" der Schwächste Tarantino, ich hoffe das war nur ein Ausrutscher nach unten. Die Handlung passt zwar zu einem B-Movie, allerdings sucht man vergebens nach der Genialität Quentins. Schade.
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