das wohl umstrittendste cohen-werk, welches 1977 erschienen ist.
die texte wurden in nur drei wochen geschrieben, deshalb nicht schlecht, aber meiner meinung nach etwas unausgereift (2-3 tage mehr sonne...)
die instrumentalisierung kommt etwas pompöser daher als sonst bei cohen und das ist eigentlich ganz und gar nicht cohens sound. zu verdanken ist das phil spector.
die fertigstellung erfolgt aufgrund streitigkeiten ohne cohen, welcher dieses später als sein schlechtestes werk bezeichnete.
so schlecht ist's natürlich nicht (da sprach wohl der perfektionist aus cohen), die stark bemerkbaren jazz-einflüsse wissen sogar zu gefallen, die texte handeln zum großteil von sehnsucht, liebe, beziehung und natürlich frauen...;-)
hörbar ist die scheibe als gesamtwerk allemal - herauspicken täte ich:
"iodine" - nette bläser, guter text
"paper thin hotel" - kann ich nicht so recht beschreiben, die nummer hat was
"memories" - einer meiner cohen favorites, wer nur die live-versionen kennt, wird diese version auch mögen...
"dont go home with your hard on" - eindeutige funk-einflüsse, gefällig, etwas gschwinder, gesanglich von bob dylan unterstützt
insgesamt doch ein recht ordentliches gesamtpaket, die machart mit mehreren dutzenden musikern gefällt mir, auch die verschiedenden stil-einflüsse find ich gut.
den sound sollte man zwischen 3-4 sternen einordnen... (eher 4)
fazit: für cohen liebhaber ein muss, ansonst nicht der richtige einstieg, aber um das geld habenswert!!