Da ich ein großer Fan des Mangas und vorallem seiner Erzählweise (inklusive ständiger unerwarteter Wendungen) bin, durfte dieser Kurzroman in meiner Sammlung natürlich nicht fehlen.
Zum Buch selbst:
-Die Aufmachung des Buches sieht qualitativ hochwertig aus und passt zur Serie.
-Auf einer der ersten Seiten ist ein sauber "gezeichnetes", auf Fotopapier gedrucktes Artwork zu sehen, welches Misora und L zeigt.
-Die Kapitel sind durch Trennblätter im Stil von Death Note abgegrenzt.
-Mit einer länge von nur 175 Seiten und verhältnissmäßig großer Schrift hatte ich es selbst bei gemäßigter Lesegeschwindigkeit in 2 Tagen durch,
wobei mir ein Tippfehler und 2 andere Fehler aufgefallen sind, die aber nicht groß ins Gewicht fallen.
-Da ich mir das Buch aufgrund der schlechten Kritiken an der deutschen Fassung unbedingt auf Englisch holen wollte, war ich etwas besorgt, da meine
Englischkenntnisse nicht gerade die besten sind. Diese Sorgen haben sich allerdings als absolut unbegründet erwiesen, da das Buch in äußert leicht
verständlichem Englisch gehalten ist, welches sogar ich verstehe :)
Zum Inhalt des Buches:
-Eine Kurzbeschreibung spar ich mir hier, da diese bereits sehr ausführlich in einer anderen Rezension enthalten ist-
Die Erzählweise und Handlung bleibt ganz in der Tradition von Death Note (soweit dies im Vergleich Manga-Roman möglich ist).
Die Ermittlunge werden Schritt für Schritt von Misora und Ryuzaki auf größtenteils sehr intelligente und doch nachvollziehbare Weise erledigt, wobei alle für die Lösung notwendigen Informationen meistens schon gegeben sind, wodurch der Leser selbst mitgrübeln und auf die Lösung kommen kann. (was mir nur 2 mal gelang. Konkret: im Kapitel "Clock" und bei der Frage wie der Täter die Türen verschloss).
Hierzu muss ich allerdings auch sagen, dass ich im Hinblick auf die Vorlage sehr enttäuscht gewesen wäre, wenn es zu offensichtlich gewesen wäre.
Die teils abrupten Wechsel zwischen den Kommentaren Mellos und der eigentlichen Geschichte können ab und zu für wenige Sekunden verwirren, bilden aber meiner Meinung nach eine äußerst unterhaltsame Erzählweise.
Diese Abschnitte sind es dann auch, die Lesern die den Manga nicht kennen ein wenig über die Hintergrundgeschichte aufklären.
Den Manga zu kennen empfehle ich allerdings dringend, da man somit auf der einen Seite dieses wunderbar nostalgische Gefühl erhält, mit Charakteren die man bereits kennt ein neues "Abenteuer" zu erleben, und auf der anderen Seite die Geschichte und vorallem die Rahmenhandlung viel besser versteht.
Ich möchte nicht zuviel vom Schluss verraten, nur soviel:
Das Ende ist meiner Meinung nach vorallem für die Mangakundigen, die denken genau zu wissen was vor sich geht äußerst überraschend.
(Möglicherweise war ich hier aber auch einfach zu doof die Zusammenhänge im Vorfeld zu erkennen)
Auf den letzten Seiten werden dann noch sämmtliche offenen Fragen von Mello erläutert,
hierbei finde ich nur das Motiv des Täters bzw. die Art, wie er es zu Ende bringen wollte nicht wirklich nachvollziehbar.
Alles in allem eine kurzweilige Unterhaltung für Fans, die der Vorlage größtenteils würdig ist.