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Dear Wendy [2 DVDs]
 
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Dear Wendy [2 DVDs]

Jamie Bell , Bill Pullman , Thomas Vinterberg    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 5,50
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Produktinformation

  • Darsteller: Jamie Bell, Bill Pullman, Michael Angarano
  • Regisseur(e): Thomas Vinterberg
  • Komponist: Benjamin Wallfisch
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 4. Dezember 2006
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 101 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000FSLLUK
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.670 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Publikumsliebling auf dem Sundance und dem Fantasy Filmfest. Gemeinschaftsprojekt der Visionäre Thomas Vinterberg & Lars von Trier Bedrückend aktuell: Teenager, Waffen & die Faszination der Gewalt.

Der junge Einzelgänger Dick (Jamie Bell) gründet in einem mythischen, der Zeit entrückten Amerika einen Waffenclub für missverstandene Teenager. Die obsessive Beschäftigung mit den rauchenden Colts verwandelt die „Dandies“, einst allesamt Verlierertypen, in selbstbewusste Helden. Ihr Gang wird breiter, ihre Wummen größer, ihr Zorn stärker. Dabei wächst auch die Versuchung, die oberste Dandy-Regel zu verraten, die da heißt, ihre Waffe niemals zur Zerstörung zu missbrauchen.


Pressestimmen:

„‚Dear Wendy‘ ist außerdem noch ein künstlerisches Ereignis – ein Film, der alle bisher im Berlinale-Wettbewerbsprogramm gezeigten Werke lässig übertrifft: durch unbändigen Gestaltungswillen und eine verstörende Kraft …“ Spiegel-online.de

„Zu erwähnen bleibt das durchweg sehenswerte Darstellerensemble, allen voran Jamie Bell, der mittlerweile meilenweit entfernt von der Niedlichkeit eines Billy Elliott einen doppelbödigen Charakter in Szene setzt.“ TAZ

Produktbeschreibungen

Dick (Jamie Bell) lebt im heruntergekommenen amerikanischen Bergarbeiterstädtchen Estherslope. Der zurückgezogene Einzelgänger verbringt seine Tage damit, die Regale im Drugstore des Städtchens aufzufüllen. Eine vermeintliche Spielzeugpistole, die Dick im Trödelladen nebenan kauft, entpuppt sich als ′the real deal′, als echter Revolver. Sein Kollege Stevie (Mark Webber) merkt das als erster und zeigt Dick sein eigenes Schmuckstück, das den Namen "Bad Steel" trägt. Dick muss nicht lange überlegen, seine Pistole ist weiblich und wird fortan "Wendy" heißen. Beide sind sich einig, die seltsame, beinahe erotische Anziehung zu "Wendy" und "Bad Steel" steht ihrer pazifistischen Überzeugung nicht im Wege - im Gegenteil, Dick und Stevie spüren schon bald ein ganz neues, nie gekanntes Selbstbewusstsein. Gemeinsam mit einer Reihe anderer junger Ausgestoßener in der Stadt, gründen sie in einem verlassenen Minenschacht einen geheimen Club, die ,Dandies′. Ein Club, der auf den Grundsätzen des Pazifismus, doch gleichzeitig auf der Lehre von Waffen beruht. Trotz ihres festen Glaubens an die wichtigste aller Dandy-Regeln - "Ziehe niemals deine Waffe" - finden sie sich bald in einer misslichen Lage wieder, in der sie merken, dass Regeln dazu da sind, um gebrochen

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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Waffen der Jugend 1. November 2006
Format:DVD
Interessant, wie einheitlich dieser Film in der deutschen Öffentlichkeit als bösartige Satire auf den US-amerikanischen Waffenfetischismus wahrgenommen wurde. Natürlich kann man ihn so sehen. Daß Regie und Drehbuch von zwei europäischen Intellektuellen verantwortet werden, die klar aus der linksliberalen Ecke kommen, legt das auf den ersten Blick sowieso nahe.

Mann kann "Dear Wendy" aber auch ganz anders lesen. Denn genauer betrachtet sagt der Film nirgends eindeutig und unmißverständlich, daß er der Meinung ist, die Liebe zu Waffen würde ausschließlich zu Unglück und Verderben führen. Im Gegenteil, den Kids, die hier einer seltsamen Vernarrtheit anheimfallen, geht es seitdem und bis zuletzt deutlich besser als zuvor - sie erobern sich ihren Platz in der Welt, sie fühlen sich endlich im Einklang mit sich selbst und sogar glücklich. Und, ohne zu spoilern: Das Leben an sich muß nicht für jeden zwingend automatisch der höchste aller Werte sein. Für manche ist es vielleicht wichtiger, sich nicht mehr wie ein Loser zu fühlen - egal, was das in der Konsequenz bedeuten kann. So gesehen, kann man also in jedem Fall eine gewisse Ambivalenz ausmachen bzw. durchaus sogar leise Anklänge von Heroisierung, wenn man will.

Für mich aber stellt "Dear Wendy" im Kern etwas ganz anderes dar als eine wie auch immer geartete Auseinandersetzung mit dem Thema Waffen. Diese ist in meinen Augen eigentlich nur Aufhänger für eine Geschichte über die bedingungslose Liebe zu einer Sache, die dem eigenen Leben einen Sinn gibt. Für die man bereit ist, alles zu tun. Also eine Geschichte über Idealismus, Träume, Glauben und Hoffnung - Themen, die fast automatisch in einen Film über Jugendliche münden müssen, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen und mit dem krassen Widerspruch zwischen großen Gefühlen und trister Realität konfrontiert werden. So ist es auch kein Zufall, daß die Protagonisten von "Dear Wendy" ihrer Gang ausgerechnet den Namen "Dandies" geben, daß "Das Bildnis des Dorian Gray" eine gewisse Rolle spielt, daß Oscar Wilde ihrem Selbstverständnis (und ihren "Uniformen") ganz offensichtlich Pate stand. Es geht für sie in einem hohen Maße um das Finden eines eigenen Stils, um die Abgrenzung von anderen - gerade der "erwachsenen" Welt mit ihren Normen und Regeln; um das endlich erwachende Gefühl der eigenen Wertigkeit, um einen Kampf gegen Mäßigung und Normalität, sprich: gegen das Älterwerden und Sich Anpassen.

Das ist ein sehr romantisches Themenfeld, ein grimmig leidenschaftliches - und dazu passen Waffen inhaltlich nun mal sehr gut. Natürlich bietet dieser Aufhänger aber auch, gerade in seiner grotesken Übersteigerung, ein sehr hohes Potential für eine Handlung, die in weiten Teilen fast bizarr anmutet - wenn man sie wörtlich nimmt. Aber egal, ob man das tut, oder sie nur als Metapher für Komplexeres betrachtet: sie entwickelt ausreichend ungewöhnliche Situationen und amüsante Dialoge, um dem Film per se schon einen hohen Unterhaltungswert zu verleihen. Dabei spielt das Thema Pazifismus, dem sich die "Dandies" ja angeblich verschrieben haben, aber kaum eine nennenswerte Rolle. Etwaige Gewissenskonflikte, wie sie bei der Kombination "friedliebende Menschen/Waffenvernarrtheit" ja eigentlich zahlreich auftreten müßten, werden kaum thematisiert bzw. sind nur für ein paar Lacher gut. Letztlich gewinnt man den Eindruck, die Kids nennen sich nur Pazifisten, weil sie gar nicht genau wissen, was das ist, es aber gut klingt - und bereits eine erste Stufe der Abgrenzung von anderen, von der sie umgebenden Gesellschaft ermöglicht.

Gestalterisch überzeugt "Dear Wendy" nicht nur durch einige unerwartet eingesetzte Stilbrüche, sondern insbesondere auch durch den Einsatz einer Erzählerstimme, die uns einerseits tiefer hereinzieht in die Handlung, in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten, und andererseits durch ihren Tonfall, durch den lyrischen Charakter des Vorgetragenen den poetischen, romantischen Eindruck des Films noch verstärkt. Wenn auch die eine oder andere Figur vielleicht noch ein wenig detaillierter hätte gezeichnet werden können, überzeugt "Dear Wendy" insgesamt aber doch ebenfalls auf dieser Ebene, wozu die hervorragenden schauspielerischen Leistungen natürlich ihren Teil beitragen. Das einzige, was ich zu kritisieren habe, sind ein paar kleinere Längen im Aufbau des Films. Gerade in der Mitte zieht es sich manchmal ein bißchen, aber diese Phase ist schnell wieder vorbei.

"Dear Wendy" ist ein sehr ungewöhnlicher Film mit einer sehr ungewöhnlichen Handlung. Ganz gleich, ob man diese Handlung nun wörtlich nimmt, ob man sie als Vehikel zum Transport bestimmter Botschaften sieht oder als Hülle, in der die ganz großen Themen manifestiert werden: sie macht nachdenklich, sie unterhält, sie ist durch und durch originell. Und das macht "Dear Wendy" im Zusammenspiel mit einer genauso "eigenen" Inszenierung zu einem ganz besonderen Erlebnis - auch, wenn einigen Zuschauern vermutlich ein wenig Tempo und "Action" fehlen wird. Für mich aber mindestens acht von 10 Punkten wert.

Daß man den Film übrigens nicht unbedingt einfach platt als Anklage gegen Waffen sehen sollte (oder gar als moralisch entrüstete Amerika-Kritik?!), legt noch etwas anderes nahe als die mitunter durchaus ästhetisierte Darstellung ihres Gebrauchs und auch der Konsequenzen ihres Gebrauchs. Gleichfalls nämlich lassen diverse Aussagen von Thomas Vinterberg (TV) und Lars von Trier (LVT) darauf schließen, daß bezüglich dieses Themas eine zumindest ambivalente Position vertreten wird. Ich zitiere mal aus dem Presseheft: LVT: "Es ist egal, worin du dich vertiefst, du bist gezwungen, darin irgendeine Art von Schönheit zu entdecken. Die Schönheit im Detail, denn die moralische Seite davon ist etwas ganz anderes." TV: "Lars hat recht, wenn er behauptet, dass Waffen faszinierende und erstaunliche Instrumente sind. ... Wo ich aufgewachsen bin, waren Waffen ein Symbol des Bösen, aber es ist eben nur ein Ding, das man richtig oder falsch benutzen kann."
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Dieser Film hat meines Erachtens nach auf jeden Fall 5 Sterne verdient und im Gegensatz zu meinem Vorrezesenten vergebe ich nicht 3 davon an den Regisseur Thomas Vinterberg.

Sicher ohne diesen wäre der Film möglicherweise nicht realisiert worden, aber ohne Schauspieler gibt es auch keine Filme.

Mit Jamie Bell (Undertow, Billy Elliott), Michael Angarano (Sky High, Will&Grace, Dogtown Boys,...), Bill Pullman und vielen anderen klasse Jungschauspielern ist Dear Wendy hervorragend besetzt.

Diese Bsetzung und der Dreh an den wirklich trostlosesten Orten die man sich als junger Mensch nur vorstellen kann, schaffen eine beklemmende Atmosphäre.

Die Geschichte dieser jungen Außenseiter, die als Pazifisten eine Affinität und Liebe für Schusswaffen entwickeln die schwerlich nachzuvollziehen ist, weil vor allem das Ergebnis so sinnlos ist, regen besonders in der Zeit von Amokläufen in Schulen und einer miserablen (Aus-)Bildungssituation und einer noch schlechtern Aussicht auf die Zukunft zum Nachdenken an.

Dieser Film erzählt vom Versagen der Erwachsenen, obwohl Bill Pullman der einzige erwachsene Charakter ist der mehr als 5 Sätze spricht. Besonders diese Abwesenheit verleiht dem Film ein einzigartiges Klima.

"Dear Wendy" handelt von einsamen,trostlosen Jugendlichen deren Waffenliebe zu einer Art Religion wird die ihnen Stärke, Macht und vermeindliche Kontrolle über die Ereignisse in ihrem Leben gibt.

Die Moral der Geschichte!

Kaufen - Anschauen - eigene Schlussfolgerung ziehen - denn in Bezug auf die Zukunft der Gesellschaft verderben nur zu wenige Köche den Brei.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von O.S
Format:DVD
Ich finde das Dear Wendy ein sehr guter Film ist.
Wer ihn langweilig fand, hat sicherlich einen hirnlosen Actionfilm erwartet. Mich hand die Geschichte um die Jugengang "Die Dandys" auf jeden Fall bis zum schluss gefesselt.
Die Schauspieler sind sehr gut, der Soundtrack DER Hammer schlecht hin und wenn dan mal Action ins Spiel kommt wurde das auch sehr gut in Szene gesetzt.(kommt einen am Ende fast wie ein Western vor)
Die Action ist bei Dear Wendy aber ein ehr unwichtiger Punkt. Der Film beschäftigt sich in erster Linie mit den unterschiedlichen Charakteren. Es ist erschreckend wie die Gruppe ohne es zu ahnen in ihr Verderben läuft. Und obwohl die Gruppe ja nichts böses tut und eigentlich gegen Gewalt ist werden sie zum Schluss trotzdem von der Polizei als die Bösen hingestellt. Zwar ist den Zuschauer klar das die Sache mit den Waffen eh irgendwann eskaliert währe, man hat aber trotzdem irgendwie Mitleid, da die "Dandys" endlich etwas gefunden hatten was sie glücklich macht und zusammenhällt!(Obwohl ihre sehr extreme Liebe zu ihren Waffen schon ziemlich erschreckend ist)

Ein starker Film
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