Glaubt dieses Buch uns allen Ernstes weismachen zu können, daß ein volljähriges Teenagerpaar nicht weiss, daß Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft nach sich zieht?
Jedenfalls reagieren die beiden Protagonisten absolut unglaubwürdig. Das Mädchen lässt sich absichtlich von einem Pferd werfen um eine Fehlgeburt herbeizuführen, überzeugt schliesslich ihre Mutter, ihr eine Abtreibung zu bezahlen, bekommt aber zwei Minuten vor dem Eingriff einen Sinneswandel und läuft weg, obwohl sie nie irgendwelche Zweifel oder Bedenken äusserte und ihren Fötus in ihrem letzten Brief an ihn noch als "unerwünschte Zellen" titulierte.
Zu guter letzt verlässt sie ihren Freund, ohne das sie den geringsten Grund dafür hätte, und sich damit ihr Schicksal eigentlich nicht verbessert.
Der Junge fährt erstmal in Urlaub und macht sich auch ansonsten nicht so viel Gedanken, wie man es von jemandem in seiner Situation erwarten könnte, erst als sie ihn verlässt wird er aktiv, aber auch das hilft ihm nicht.
Ich empfinde dieses Buch in keiner Weise nachvollziehbar, wenn man heutige Verhältnisse betrachtet schon gar nicht.