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Er gibt dem Schwarzspieler ein sorgfältig durchdachtes Repertoire, das aktiv genug ist, um gegen die vielerorts als "anspruchslos" oder "langweilig" verpönten Damenbauernspiele auf Gewinn zu spielen. Cox empfiehlt dabei durchgängig Varianten, die in der Grossmeister-Praxis ausprobiert und für
gut befunden wurden und gibt oft auch je eine solide und eine scharfe Alternative. Wichtig ist noch zu wissen, dass er keine Abspiele bespricht, in denen Schwarz frühzeitig mit g6 nebst Lg7 seinen Königsläufer fianchettiert. Eingefleischte Königs- oder Grünfeldinder mögen sich Rat bei John Watson und seinen "Unconventional King's Indians" oder Gallagher´s "Beating the Anti-King´s Indians" holen.
Gerade gegen solch Systeme wie das Colle- oder das Torre-System
scheint es oft schwer, das Spiel mit Schwarz zu komplizieren und gegen nominell Schwächere auf Sieg zu spielen. Ich finde, Cox ist eine gute Auswahl gelungen! Die Präsentation der Theorie im sogenannten "tree-format" ermöglicht ein einwandfreies Studieren der jeweiligen Abspiele ohne grosses Suchen. Gefallen haben mir auch die ausführlichen strategischen Erklärungen der weiterführenden Pläne und der "typischen" Manöver und Methoden!
Gern gesehen hätte ich eine aktuelle Darstellung des Abspiels d4 Sf6, c4 e6, Sf3 b6, e3 Lb7, Ld3 c5, O-O g6 !? das Cox durch Zugumstellung im Colle-Kapitel hätte erreichen können. Er beschränkt sich leider darauf zu erwähnen, dass er gegen 7. d5 keine befriedigende Fortsetzung für Schwarz finden konnte, was in der GM-Praxis jedoch nicht bestätigt wurde. Das Opfer mit 7. ...Lg7 abzulehnen, scheint dabei okay für Schwarz - zumindest Greenfeld spielte so schon. Ich denke jedenfalls, das Doppelfianchetto ermöglich Schwarz ein gutes Spiel, zumal Weiss nicht seine gewohnten Stellungen erreicht und sich gut
auskennen muss, wenn er mit dem Gambit konkret auf Vorteil aus ist. Wer sich mit Weiss für dieses Abspiel interessiert, dem sei Palliser's "Play 1d4" empfohlen!
Fazit: ein anspruchsvolles Repertoire-Buch gegen die Damenbauernspiele!
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