oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Deaf to Our Prayers
 
Mehr Bilder ansehen
 

Deaf to Our Prayers

Heaven Shall Burn Audio CD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Metal Mai: Gratis-Sampler und viele Sonderpreise
Dieser Mai wird heiß: Entdecken Sie unseren kostenlosen Metal-Sampler von Metal Blade sowie viele Metal MP3-Alben zu attraktiven Sonderpreisen.

Heaven Shall Burn-Shop bei Amazon.de

Musik

Bild des Albums von Heaven Shall Burn

Fotos

Abbildung von Heaven Shall Burn
Besuchen Sie den Heaven Shall Burn-Shop bei Amazon.de
mit 12 Alben, 3 Fotos, Diskussionen und mehr.

Wird oft zusammen gekauft

Deaf to Our Prayers + Antigone + Iconoclast (Part One: the Final Resistance)
Preis für alle drei: EUR 26,97

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Antigone EUR 8,99

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Iconoclast (Part One: the Final Resistance) EUR 8,99

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Audio CD (24. August 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Century Media (EMI)
  • ASIN: B000H4W2IW
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.898 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Counterweight
2. Trespassing The Shores Of Your World
3. Profane Believers
4. Stay The Course
5. The Final March
6. Of No Avail
7. Armia
8. mybestfriends.com
9. Biogenesis (Undo Creation)
10. Dying In Silence
11. The Greatest Gift Of God

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wo Metalcore draufsteht, ist bei Heaven Shall Burn mittlerweile fast nur noch Death Metal drin. Die Thüringer haben ihren Hardcore-Anteil so weit zurückgeschraubt, dass selbst alteingesessene Todesblei-Fanatiker Deaf To Our Prayers mit offenen Ohren empfangen werden.

Das Ruppige, Lärmige, betont Rohe, das auf den letzten CDs zumindest noch ansatzweise durchschimmerte, ist fast völlig aus dem Band-Sound verschwunden. Die beiden Gitarristen riffen so versiert, nuancenreich und melodisch, dass man sich unweigerlich an die Göteborger Death-Metal-Schule erinnert fühlt, die Rhythmus-Abteilung glänzt mit anspruchsvollen, hartmetallischen Beats, und Sänger Marcus Bischoff schreit sich mit düsterer Urgewalt durch die elf neuen Songs. Im Gegensatz zu den meisten anderen Metalcore-Bands verzichten Heaven Shall Burn anno 2006 völlig auf klaren Gesang, und auch rockige Passagen zum Luftholen sucht man bei ihnen vergeblich. Deaf To Our Prayers ist kompromissloser, extrem energiegeladener Death Metal, international absolut konkurrenzfähig ist und auch Hardcore-Puristen alleine schon wegen seiner unbändigen Brachialität überzeugen sollte - fehlende Core-Schlagseite hin oder her. -- Michael Rensen

Produktbeschreibungen

HEAVEN SHALL BURN, Deaf to our prayers - CD

Der heiß ersehnte Nachfolger von ""Antigone""! Jetzt in der METAL FOR THE MASSES 2012 Aktion zum Hammerpreis!

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(25)
(2)

 

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ojo Rojo
Format:Audio CD
Vielfach liest man auf einschlägigen Webistes, Heaven Shall Burn hätten ihre Melodieverliebtheit gegen bloßes Geprügel eingetauscht. Unhaltbarer Unsinn. Es mag Menschen geben, die nicht verstehen, dass großartige Melodien auch in höheren Geschwindigkeitsbereichen durchaus möglich sind. Diese sollten dann jedoch keine deratigen Platten rezensieren, sondern besser bei Manowar und Hammerfall bleiben.

Auf die gewohnt hochwertigen, politik-und emotionsgetränkten Lyrics von Gitarrist und Hauptsongwriter Maik werde ich hier aufgrund inflationärer Pressebeschreibungen nicht im Detail eingehen, lege dennoch jedem nahe, sie zu lesen!

Shouter Marcus liefert wie gehabt eine Ausnahmeleistung und dringt in den passenden Momenten, anders als auf "Antigone", bisweilen in ziemlich tiefeShouting/Growling-Gefilde vor, was an "whatever it may take" gemahnt und der aktuellen Platte durchaus steht.

Es gibt wirklich wenige Bands im heillos überstrapazierten Genre des Metalcore, die es schaffen einem dieses ganz bestimmte "Ach, wie geil ist DAS denn!?" Gänsehaut-Gefühl zu verschaffen.

HSB haben den Dreh in dieser Hinsicht heraus und knüpfen mit gelöster Handbremse und gleicher Detailverliebtheit an den grandiosen Vorgänger "Antigone" an.

Das eigentlich Erfreuliche an diesem Album ist die Tatsache, dass sich auch nach längerem Hören keine Füller ausmachen lassen.

Es stimmt: Wie schon anderorts beschrieben reißt "Counterweight" alles entzwei was nicht mindestens festbetoniert ist, birgt jedoch ebenso wie "Trespassing the Shores of our World" einige der besten Melodien und Breaks die von HSB jemals zu vernehmen waren. Stumpfes Geprügel? Fehlanzeige!

Zu Beginn erinnert das Riffing bei "Profane Believers" ein wenig an groovende Slipknot, wechselt jedoch recht bald zu großartigem Schwedendeath. Die feist durchgeprügelte Bridge weiß ebenfalls zu gefallen. Mutig und, der herrlichen Produktion sei Dank; wunderbar hörbar!

"Stay the course" geht von Beginn an in die Vollen und legt ein klassisches Melodeath-Riff vor, dem die Doublebass sogleich den Turbo unterlegt. Auch hier gilt: Perfekte Breaks, perfektes Shouting.

Mit "The final March" wird der epische Mittelteil der Platte eingeleutet. Die Melodien werden dramatischer, der Groove dominanter.

"Of no Avail", der beste Track des Albums, weird von einer unvergleichlichen, kämpferischen Eneergie Getragen. Die dominanten Leads gemahnen hier an apokalyptische Fanfahren, die zur größten Schlacht zwichen Aufrichtigkeit und Bosheit rufen. Schlichtweg einmalig. Und im Metalcore an Emotion und Melodieverleibtheit kaum zu überbieten.

Das Gegenstück zu "Numbing the Pain" vom letzten Album stellt "Armia" dar. Ein prägnantes Riff durchzieht den schleppenden, fast doomigen Song, der mit einem stimmigen Klavieroutro schließt und wieder perfekt als Gegenargument zur Unterstellung dient, HSB würden nur anno '06 nur auf stumpfes Gedresche setzen.

"My best friends.com". Neben "Of no Avail" ein absolutes Highlight des Albums. Das anfängliche Groovebomabardement bildet mit dem absolut eingängigen refrain und den vor dynamik strotzdenen Riffs die perfekte Symbiose dessen, was guten Metal(-core) ausmacht.

Mit "Biogenesis" legen HSB ein reinrassiges Deathmetalstück vor.

Extrem tiefes, hasserfülltes shouthing und fast inflationäre Doublebasseinsätze bilden den Kern des härtesten Tracks dieser CD, der mit Nachdruck eine Lanze für die Erhaltung der Natur bricht.

Der malmende Beginn von "Dying in Silence" wird bald durch eine kurze, sehr epische Passage abgelöst, bevor erneut ein atemberaubendes Riffomnster von der Leine gelassen wird. Mit herrlichen Leads und dem wiederkehrenden, alles vernichtenden Anfangsriff walzt sich der vorletze Track als weiteres Highlight unter Highlights ins Ziel.

Als einziger Wehrmutstropfen der CD muß der letzte Track "The Greatest Gift of God" bezeichnet werden, dessen seltsame Gangshouts etwas stumpf anmuten, zumal die "Botschaft" "false prophets rule your life" meiner Ansicht nach etwas flach im Gegensatz zum Rest der Lyrics erscheint.

Nichts desto trotz: Heaven Shall Burn knüpfen mit konstant höchstem Niveau an "whatever it may take" und "Antigone" an. Wer behauptet, "Deaf to our prayers" würden die hits fehlen, der möge dem Album noch einige Durchgänge schenken, da sich dessen volle Größe erst nach mehrmaligem Hören komplett entfaltet.

Jedenfalls an dieser Stelle VOLLE PUNKTZAHL für die Genreführer. nicht nur Deutschland-sondern Europa-, wenn nich weltweit.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Ich hörte 2004 das erste Mal im Radio einen HSB-Song, "The weapon they fear", und war schnell ein Fan dieser extrem harten, dennoch melodiösen Spielart des Metalcore, gemischt mit Deathmetalparts. Noch besser als "The weapon...", der Single aus "Antigone", ist Track 5, "Voice of the voiceless", der mich in Kombination mit tr. 6, "Numbing the pain" und tr. 7 "To harvest the storm", ungeduldig auf HSBs neues Album warten ließ. Am 28.8.2006 war es dann soweit, ich sofort am ersten Tag das neue neue Album "Deaf to our prayers" gekauft. Der Titel beruht auf Heines "Die schlesischen Weber" in der englischen Übersetzung, einem Gedicht über den Aufstand der schlesischen Weber 1844 gegen zunehmende Industrialisierung und Ausbeutung, in dem es heißt: "Cursed be the god who was DEAF TO OUR PRAYERS". Also, rein ins Handy und: enttäuscht. Wo waren die melodiösen Parts aus "Antigone", die klassischen Musikanteile, die gesungenen ("cleanen") Parts, die sich mit dem Metalcore-typischen Gegrunze ("grind") abwechselten? Dieses Album kriegt Euch beim zweiten Hören, aber dann für immer: es biedert sich nicht an, es ist keine Blaupause der Erfolgsformel "Antigone", es ist eine Weiterentwicklung, aber nicht, wie sonst üblich, zum Softeren, sondern zum Härteren. Es macht keine Kompromisse, ohrentechnisch übrigens auch keine Gefangenen, aber es ist einfach noch besser als der Vorgänger. 10 von 10 Punkten in den einschlägigen Magazinen, Charteinstieg 65 in Deutschland und 50 in Griechenland sprechen eine deutliche Sprache. Die dann doch noch gefundenen melodiösen Parts, die, mit der Akustikgitarre gespielt, fast Pop wären und die wie immer politischen Texte, sind großartig! Nun zu den Songs:

1.) Counterweight - "And I will grieve no more" - 9 von 10

M.E. geht's um die Versprechen der Pharmaindustrie, das Leben einfacher und länger zu machen. Vom Start weg gibt's auf die Ohren, das Lied war auf der Homepage zum Download und ist ein großartiger Einstieg. Einfach ein Ohrwurm - singt man immer wieder mit.

2.) Trespassing the shores of your world - "piles of dead bodies save the walls of fortress Europe" - 8 von 10

Immigration nach Europa. Fängt komisch an, Titelzeile ist fast zu lang, wird dann melodisch.

3.) Profane believers - "materialized in golden temples" - 8 von 10

Vorgebliche Gläubige, die Wasser predigen, aber Wein trinken? Geht stampfend ab, das erste Mal mit einer eingängigen Gitarrenlinie á la "Antigone". Beim ersten Mal Durchhören der Platte blieb ich hier das erste Mal hängen, bis sich beim zweiten (und mehr!) Hören die weiteren Songperlen aus den Schalen herauszuarbeiten begannen.

4.) Stay the course - 7 von 10

Die Tatsache, daß mir dazu keine Textzeile einfällt (ich schreibe diesen Bericht "offline", also ohne die CD zu hören aus dem Kopf), sagt einiges: der Song wird zwar im Verlauf und durch häufiges Hören besser, bildet aber nur den allzu derben, hardcoreverwurzelten Übergang zu den Hittracks 5 bis 7. DAZU haben HSB ein Video gedreht - soll das die Single aus dem Album sein? Besser nicht! Ansonsten: George Bush sagt immer "Stay the course", ist der Song also eine Bushkritik?

5.) The final march - "Exploited to death" - 8 von 10

Die KZ-Todesmärsche kurz vor Kriegsende? Eingängiger Refrain, großartig zum Mitsingen, Doublebass-Schlagzeug-Orgie von Drummer Matthias.

6.) Of no avail - "Cursed be the god who was deaf to our prayers" - 9 von 10

Der schlesische Weberaufstand von 1844. "The prayers we sent of no avail...they went unheard". GROßARTIG, eine mitreißender Titeltrack. Ruhiger Beginn, sich hymnisch steigernd zu "As we die in freedom their machines broke down for a day".

7.) Armia - "A home behind the enemy lines" - 10 von 10

100 Jahre nach den schlesischen Webern - der nächste, diesmal der Warschauer Aufstand, und der nächste Track von "DTOP". Der Übersong! Das beste Lied auf dem besten Album der besten Band der Welt! Die Hymne! 56 Tage dauerte der Kampf der polnischen Heimatarmee, der Armia Krajowa, gegen die Nazis 1944, der "Warschauer Aufstand". Kaum einer überlebte: "We know that nothing shall remain - there's no tomorrow". Die Aufständischen sind gemeinsam in den Tod gegangen: "Ragged figures but BROTHERS AND SISTERS WE ARE". Und die Welt verschloß ihre Augen, die Rote Armee, bereits auf dem anderen Weichselufer stehend, wartete ab, bis die Nazis die Polen niedergemetzelt hatten, um danach Warschau einzunehmen. Das Lied war fällig, genau wie eins über den Warschauer Ghettoaufstand ein Jahr vorher, und würde, in Polen gehört, vielleicht zur Aussöhnung beitragen - von einer deutschen Band, ein "Gegen-Rammstein"! Mehr über die Armia (Krajowa) in Lubitschs "Sein oder Nichtssein". In dem Song kenn ich jede Zeile, jeden Ton, das sing ich im Auto mit, da ist's egal, ob Marcus Bischoff das grindet, das kann man singen, das ist Stadionmetal mit politischer Aussage. Jeder, der einmal Sepultura oder Soulfly gehört hat - reinhören! Da bleibt Ihr drauf hängen, das geht nie wieder weg!

8.) mybestfried.com - "Who will guide you through the night?" - 8 von 10

Internetforen ersetzen keine Freunde. Solider Song mit einprägsamen Refrain, in dem, HSB-typisch, der Songtitel gar nicht vorkommt.

9.) Biogenesis - "Defending Darwin's throne" - 6 von 10

Das ist so ein Deathmetalgebollere, das ICH nicht brauche. Wem's gefällt. Natürlich kommt einem das thematisch ähnlich gelagerte, musikalisch genauso stumpfe "Biotech is Godzilla" von Sepulturas legendärem "Chaos A.D."-Album in den Sinn. Würde ich nicht grundsätzlich das ganze "Deaf to our prayers"-Album hören, hier würde ich skippen.

10.) Dying in silence - "In the end there's only black and white" - 8 von 10

Die vergessenen Alten in den Heimen? Eingängiger Song, HSB-Durchschnitt, etwas mehr als eine Überleitung zum extrem poppigen Schlußsong...

11.) The greatest gift of god - "False prophets rule your life" - 9 von 10

Was ist denn das, dachte ich beim ersten Hören - ein Boygrouptune von HSB? Entwickelt sich aber durch mehrmaliges Hören zur Umweltschutzmitgröhlhymne, das muß auf'm Konzert großartig kommen! DAS wäre mal 'ne Single gewesen. Das ist der Rhythmus, wo einfach jeder mit muß! Ich mein's ernst, das ist genauso großartig wie das ganze Album!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Format:Vinyl
Ich hörte 2004 das erste Mal im Radio einen HSB-Song, "The weapon they fear", und war schnell ein Fan dieser extrem harten, dennoch melodiösen Spielart des Metalcore, gemischt mit Deathmetalparts. Noch besser als "The weapon...", der Single aus "Antigone", ist Track 5, "Voice of the voiceless", der mich in Kombination mit tr. 6, "Numbing the pain" und tr. 7 "To harvest the storm", ungeduldig auf HSBs neues Album warten ließ. Am 28.8.2006 war es dann soweit, ich sofort am ersten Tag das neue neue Album "Deaf to our prayers" gekauft. Der Titel beruht auf Heines "Die schlesischen Weber" in der englischen Übersetzung, einem Gedicht über den Aufstand der schlesischen Weber 1844 gegen zunehmende Industrialisierung und Ausbeutung, in dem es heißt: "Cursed be the god who was DEAF TO OUR PRAYERS". Also, rein ins Handy und: enttäuscht. Wo waren die melodiösen Parts aus "Antigone", die klassischen Musikanteile, die gesungenen ("cleanen") Parts, die sich mit dem Metalcore-typischen Gegrunze ("grind") abwechselten? Dieses Album kriegt Euch beim zweiten Hören, aber dann für immer: es biedert sich nicht an, es ist keine Blaupause der Erfolgsformel "Antigone", es ist eine Weiterentwicklung, aber nicht, wie sonst üblich, zum Softeren, sondern zum Härteren. Es macht keine Kompromisse, ohrentechnisch übrigens auch keine Gefangenen, aber es ist einfach noch besser als der Vorgänger. 10 von 10 Punkten in den einschlägigen Magazinen, Charteinstieg 65 in Deutschland und 50 in Griechenland sprechen eine deutliche Sprache. Die dann doch noch gefundenen melodiösen Parts, die, mit der Akustikgitarre gespielt, fast Pop wären und die wie immer politischen Texte, sind großartig! Nun zu den Songs:

1.) Counterweight - "And I will grieve no more" - 9 von 10

M.E. geht's um die Versprechen der Pharmaindustrie, das Leben einfacher und länger zu machen. Vom Start weg gibt's auf die Ohren, das Lied war auf der Homepage zum Download und ist ein großartiger Einstieg. Einfach ein Ohrwurm - singt man immer wieder mit.

2.) Trespassing the shores of your world - "piles of dead bodies save the walls of fortress Europe" - 8 von 10

Immigration nach Europa. Fängt komisch an, Titelzeile ist fast zu lang, wird dann melodisch.

3.) Profane believers - "materialized in golden temples" - 8 von 10

Vorgebliche Gläubige, die Wasser predigen, aber Wein trinken? Geht stampfend ab, das erste Mal mit einer eingängigen Gitarrenlinie á la "Antigone". Beim ersten Mal Durchhören der Platte blieb ich hier das erste Mal hängen, bis sich beim zweiten (und mehr!) Hören die weiteren Songperlen aus den Schalen herauszuarbeiten begannen.

4.) Stay the course - 7 von 10

Die Tatsache, daß mir dazu keine Textzeile einfällt (ich schreibe diesen Bericht "offline", also ohne die CD zu hören aus dem Kopf), sagt einiges: der Song wird zwar im Verlauf und durch häufiges Hören besser, bildet aber nur den allzu derben, hardcoreverwurzelten Übergang zu den Hittracks 5 bis 7. DAZU haben HSB ein Video gedreht - soll das die Single aus dem Album sein? Besser nicht! Ansonsten: George Bush sagt immer "Stay the course", ist der Song also eine Bushkritik?

5.) The final march - "Exploited to death" - 8 von 10

Die KZ-Todesmärsche kurz vor Kriegsende? Eingängiger Refrain, großartig zum Mitsingen, Doublebass-Schlagzeug-Orgie von Drummer Matthias.

6.) Of no avail - "Cursed be the god who was deaf to our prayers" - 9 von 10

Der schlesische Weberaufstand von 1844. "The prayers we sent of no avail...they went unheard". GROßARTIG, eine mitreißender Titeltrack. Ruhiger Beginn, sich hymnisch steigernd zu "As we die in freedom their machines broke down for a day".

7.) Armia - "A home behind the enemy lines" - 10 von 10

100 Jahre nach den schlesischen Webern - der nächste, diesmal der Warschauer Aufstand, und der nächste Track von "DTOP". Der Übersong! Das beste Lied auf dem besten Album der besten Band der Welt! Die Hymne! 56 Tage dauerte der Kampf der polnischen Heimatarmee, der Armia Krajowa, gegen die Nazis 1944, der "Warschauer Aufstand". Kaum einer überlebte: "We know that nothing shall remain - there's no tomorrow". Die Aufständischen sind gemeinsam in den Tod gegangen: "Ragged figures but BROTHERS AND SISTERS WE ARE". Und die Welt verschloß ihre Augen, die Rote Armee, bereits auf dem anderen Weichselufer stehend, wartete ab, bis die Nazis die Polen niedergemetzelt hatten, um danach Warschau einzunehmen. Das Lied war fällig, genau wie eins über den Warschauer Ghettoaufstand ein Jahr vorher, und würde, in Polen gehört, vielleicht zur Aussöhnung beitragen - von einer deutschen Band, ein "Gegen-Rammstein"! Mehr über die Armia (Krajowa) in Lubitschs "Sein oder Nichtssein". In dem Song kenn ich jede Zeile, jeden Ton, das sing ich im Auto mit, da ist's egal, ob Marcus Bischoff das grindet, das kann man singen, das ist Stadionmetal mit politischer Aussage. Jeder, der einmal Sepultura oder Soulfly gehört hat - reinhören! Da bleibt Ihr drauf hängen, das geht nie wieder weg!

8.) mybestfried.com - "Who will guide you through the night?" - 8 von 10

Internetforen ersetzen keine Freunde. Solider Song mit einprägsamen Refrain, in dem, HSB-typisch, der Songtitel gar nicht vorkommt.

9.) Biogenesis - "Defending Darwin's throne" - 6 von 10

Das ist so ein Deathmetalgebollere, das ICH nicht brauche. Wem's gefällt. Natürlich kommt einem das thematisch ähnlich gelagerte, musikalisch genauso stumpfe "Biotech is Godzilla" von Sepulturas legendärem "Chaos A.D."-Album in den Sinn. Würde ich nicht grundsätzlich das ganze "Deaf to our prayers"-Album hören, hier würde ich skippen.

10.) Dying in silence - "In the end there's only black and white" - 8 von 10

Die vergessenen Alten in den Heimen? Eingängiger Song, HSB-Durchschnitt, etwas mehr als eine Überleitung zum extrem poppigen Schlußsong...

11.) The greatest gift of god - "False prophets rule your life" - 9 von 10

Was ist denn das, dachte ich beim ersten Hören - ein Boygrouptune von HSB? Entwickelt sich aber durch mehrmaliges Hören zur Umweltschutzmitgröhlhymne, das muß auf'm Konzert großartig kommen! DAS wäre mal 'ne Single gewesen. Das ist der Rhythmus, wo einfach jeder mit muß! Ich mein's ernst, das ist genauso großartig wie das ganze Album!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
DAs HSB Death Metal album
Starke Scheibe. Die Bolt thrower ecke wird ncoh stärker angepeilt und die songs sind vile brutaler als auf dem Vorgänger.. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2008 von Rene Faupl
Das beste Album der härtesten Band der Welt
Ich hörte 2004 das erste Mal im Radio einen HSB-Song, "The weapon they fear", und war schnell ein Fan dieser extrem harten, dennoch melodiösen Spielart des Metalcore,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Januar 2008 von Alexander Schmidt
Vernichtend...
Heaven Shall Burn ist die absolut eintigartigste Band, die es überhaupt gibt. Zerschmetternde Musik und dazu diese Texte, die wirklich jeden Menschen zum nachdenken bringen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2007 von Counterweight
der himmel sollte brennen...tut er aber nicht
die band, die fast geschlossen veganisch lebt, hat ein neues album auf der speisekarte und es ist ein ziemlich dicker brocken! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. September 2007 von O. Toebs
Pflicht!
Meiner Meinung nach muss dieses Album von höheren Wesen als Menschen geschrieben worden sein, da es so unglaublich genial ist dass es sogar noch "Antigone"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. März 2007 von Ruben
Nix da Metalcore!
Vorweg sei gesagt, dass sich HEAVEN SHALL BURN mit "Deaf To Our Prayers" endlich aus dem Metalcore-Sumpf herausgekämpft haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2006 von Musik-Junkie
Brett. Brett! BRETT!
Auch 2006 scheint wieder ein absolutes Killerjahr zu sein. HSB legen auf jeden Fall einen weiteren Scheit in das Holz der Hartwurstmusik, die dieses Jahr zu einem absolut tragbaren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. August 2006 von N. Rieger
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:




Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de