|
Produktinformation
|
"Deadwood" ist eine US-Western-Serie und zwar eine weitere aus dem Hause HBO. Der Pay-Tv-Sender, der bei der Produktion seiner Filme und Serien nicht den strengen Regeln unterliegt, denen die öffentlichen Networks ausgesetzt sind, nutzt diese Freiheit immer wieder, um herausfordernde Stoffe auf höchst innovativem Niveau umzusetzen. Six Feet Under, Desperate Housewives, Band of Brothers oder Die Sopranos sind glorreiche Beispiele für gute Fernsehunterhaltung made in USA - und werden durch "Deadwood" mehr als würdig ergänzt.
"Deadwood" spielt in.. nun ja, in Deadwood, einer Stadt in South Dakota, die im Jahr 1876, kurz nach der Schlacht am Little Bighorn, eher eine improvisierte Ansammlung von Baracken ist, die von Abenteurern und Goldsuchern bewohnt werden. Der Produzent David Milch, der vor vielen Jahren bereits den Quoten-Hit NYPD Blue erfand, vermischte bei der Konzeption dieser Serie Geschichte mit Fiktion, sowohl in der Handlung als auch bei den Hauptfiguren, bei denen er historisch korrekte Personen neben frei erfundenen agieren ließ.
Ein ehemaliger Gesetzeshüter, Seth Bullock, und sein Freund, Sol Starr, wollen in der entstehenden Stadt eine Eisenwarenhandlung eröffnen und begegnen dabei Calamity Jane, Huren, Revolverhelden und anderen Gestalten. Der von Ian McShaine dargestellte Serien-Bösewicht Al Swearengen ragt in Sachen Konzeption und Darstellung aus dem generell hohen Niveau seiner Kolleginnen und Kollegen noch hervor. Und das ist es, was die Serie ausmacht.
Die für diese Zeit authentische, aber für sensible Seelen brutale Darstellung von Gewalt und Sexualität, ist nicht etwa Selbstzweck zur Faszination, sondern die Figuren und die Handlung selbst würden ohne sie schlicht nicht authentisch über den Bildschirm kommen. "Deadwood" ist intensiv und fesselnd - und das liegt hauptsächlich daran, dass man - Hollywood hin oder her - der Serie ihre Handlung abkauft.
Nachdem Produzent David Milch mit einem besseren Vertrag zur Produktion einer neuen Serie verpflichtet wurde, stellte HBO "Deadwood" 2006 nach drei Staffeln trotz guter Quoten ein. Ein Proteststurm entlud sich über den Pay-TV-Sender, der nun laut über eine Fortsetzung der 6-fach mit einem Emmy ausgezeichneten Serie nachdenkt. Wenn diese auf dem gleichen Niveau wie die Original-Serie spielt, kann die Fernsehgemeinde dies auf jeden Fall als Gewinn verzeichnen. Todsicher! -- Mike Hillenbrand
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verdammt gute Serie, zum Teufel!,
Von Calamity Jane (Lünen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Deadwood - Die komplette zweite Season [4 DVDs] (DVD)
Wow! Wenn man als Frau einen "Western" sehen soll, verdrückt man sich schon mal dezent in den Keller zum Entrümpeln, um dem zu entgehen. Derart skeptisch habe ich zunächst vor Deadwood gesessen, bis ich nach ca. 3 Minuten überzeugt war vom gewaltigen Suchtpotential dieser Serie. Der Westernlook, die historischen Hintergründe und die von A bis Z spannenden Charaktere (hier ist niemand so, wie er vorgibt zu sein, und jedes Klischee wird umgekrempelt) haben mich echt vom Pferd gehauen. Dabei sind die "verflucht" derbe Sprache und die oft rauhen, martialischen Bilder erst das Sahnehäubchen, darunter tobt ein spannender und oft ausgesprochen witziger Wirbelsturm mit tollen Charakteren. Intelligent, gewaltig und anregend!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
danke HBO,
Rezension bezieht sich auf: Deadwood - Die komplette zweite Season [4 DVDs] (DVD)
- erstaunlich, dass viele leute diese zweite staffel schlechter als die erste finden, mir hat die zweite staffel besser gefallen ! gut - timothy olyfant ist noch immer steif wie ein stecken, also ein anderer seth bullock hätte dieser serie gutgetan, aber ian mcshane macht alles wieder gut....alle 10 minuten hab ich mir gedacht das kann doch nicht wahr sein, so arg kann es nicht gewesen sein... aber bei genauerer überlegung - vermutlich war es GENAU so.... wenn die menschen nicht an einer mörderischen kugel oder einem messerstich gestorben sind, dann warens halt die pocken oder sonst eine krankheit über die wir uns heute überhaupt keine gedanken mehr machen müssen. der arzt von deadwood (übrigens der einzige aufrechte charakter dieser serie !) hat alle hände voll zu tun und leidet unter seiner fatalen machtlosigkeit gegenüber schrecklichen verletzungen durch gewalttaten oder unfälle, aber auch banalen erkrankungen wie blasensteinen, die damals noch praktisch unbehandelbar waren !!! laudanum (opium) ist das allheilmittel, in leichteren fällen tuts auch schnaps in großen mengen. es gibt wenige "ehrbare" verheiratete frauen, die meisten verdienen ihr geld als huren und werden von ihren zuhältern schamlosest ausgenützt und bei bedarf auch umgebracht. am tragischsten sind die chinesischen mädchen dran, die in käfigen gehalten werden und darin buchstäblich verhungern. calamity jane (historische figur, scout bei general cluster, konnte besser reiten und schießen als die meisten männer! )ist die einzige frau die ihr leben selbst bestimmen könnte, wäre sie nicht eine exzessive säuferin... deadwood ist vielleicht nicht für leute mit empfindlichen magennerven geeignet, aber für furchtlose westernfans sehr zu empfehlen ! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Knock on (Dead)Wood!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Deadwood - Die komplette zweite Season [4 DVDs] (DVD)
Wie schon bei der Box zu "Season 1" wird man auch hier in puncto Hintergrundinformation fast völlig im Stich gelassen. Immerhin gibt es nun den einen oder anderen Audiokommentar, was aber nicht jedermanns Sache ist. Schwamm drüber, denn Inhalt und Qualität können einmal mehr überzeugen. Wer befürchtet hatte, dass es mit dem Eintreffen der Frau und des Sohnes von Bullocks verstorbenem Bruder zäh oder gar kitschig werden könnte, wird auf angenehme Weise enttäuscht. Zumindest im englischen Original sind Martha (Anna Gunn) und William (Josh Eriksson) starke, glaubwürdige Figuren. Auch Robin Weigert hat als "Calamity Jane" in ihre Rolle gefunden, hier macht das Zuschauen endlich Spaß. Garrett Dillahunt in der Rolle des mit Fehlinformationen Profit machenden "Konzerngesandten" und perversen Killers Mr. Wolcott, Titus Welliver als eiskalter Handlanger Silas Adams, Richard Gant als schwarzer Schmied Hostetler, Samuel Fields als tragischer "Nigger General", Alice Krige als abgründig-resolute Bordellchefin Maddie oder Gerald McRaney als "Heuschrecke" Hearst sind weitere extrem gute Darsteller in komplexen Rollen. Der Ausverkauf von Deadwood ? und glücklicherweise nicht dieser Serie ? hat begonnen. Wo es politisch mit dem Goldgräbercamp hingeht, wer wen wie und warum übers Ohr haut, ist zwar nicht immer leicht nachzuvollziehen, trotzdem gibt es genügend Stoff, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Vor dem Hintergrund von Macht- und Verteilungskämpfen ist es fies und clever gemacht zugleich, dass man als Zuschauer mehr und mehr Sympathien für "Swetschen" oder Wu entwickelt, auch wenn sie alles andere als respektable Typen mit Gewissen sind. Al's Blasensteinleiden, des Doktors Behandlung mit den damals zur Verfügung stehenden primitiven Methoden und die Sorgen des Umfelds könnten nicht intensiver inszeniert sein, und gegen die chinesischen Mitbewerber, die ihre Huren verhungern lassen, um sie dann auf dem Scheiterhaufen zu "entsorgen", wirkt Opiumdealer Wu wie ein Waisenknabe. Erstaunlich auch, wie sich Bullock immer mehr als beziehungsgestörtes Ekelpaket entpuppt. Deadwoods Infrastruktur entwickelt sich, mit Fahrrad und Telegrafie halten neue Transportmittel und Medien Einzug, die einzige Zeitung des Camps berichtet, was die Mächtigen vorgeben. Das Parabelhafte, der kritische Bezug auf die heutige Gesellschaft, ist nach wie vor zu spüren, ohne sich dem Zuschauer "message"-haft mit dem Holzhammer aufzudrängen. Auch wenn mancher Monolog (Farnum u.a.) arg theaterhaft-manieriert wirkt und die Formel "Große Worte im Blowjob-Kontext" spätestens beim dritten Mal etwas ausgelutscht wirkt, hält "Season 2" das künstlerische Niveau und macht Lust auf die dritte und letzte Staffel.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|