Anfang der 90er Jahre gab uns Warner Bros. einen neuen Action-Helden, der sich mühelos in die Haudrauf, Krach-Bumm-Peng, Ruckzuck-ist-die-Fresse-dick hirnlosen Machos-Helden einfügen konnte. Sein Name Seagal, Steven. Akido Spezialist/Buddhist ist er wirklich, schauspielern? Fehlanzeige, aber what the hell? Die Fans stehen drauf wenn Steven reihenweise Ärsche tritt, bzw. Knochen bricht oder so andere exzessive Dinge mit den bösen Buben treibt. Hier will wohl jeder Fan, das sich das Klischee (ähnlich wie bei einem Porno) erfüllt. Die störende Nicht-Handling dient zum Selbstzweck und die Action ist plakativ in ihrer Darstellung. Regie-Veteran John Flynn (Lock Up) schafft es zwar den Film in noch halbwegs gute Durchschnittsactionware umzubiegen, aber trotzdem ist dies einer der schlechteren Seagal Filme. Ok, diese FSK 16 Fassung ist sowieso in ihrer Schnittauflage ein glatter Witz. Die wirklich ungeschnittene Fassung gibt es nur in den USA, Rated R, welche dann auch beinhart und ultrabrutal daher kommt. Trotzdem ist gerade der Endkampf zwischen Stevie und Richie (Oberpsycho im Film William Forsythe) eher lächerlich, da Seagal ihn in kürzester Zeit töten könnte, aber der notgeile (Brutalo-Action) Fan will immer Blut sehen, oder?
Diese Fassung wird davon nicht mehr viel übriglassen, aber was solls, nach Erfolgen wie Alarmstufe Rot: 1&2 und sogar dem nicht ganz so schlechten Fire Down Below, gelang Steven nur mit Exit Wound ein weiterer kurzer Erfolg, der dann leider durch eine Reihe diverser, billig-produzierter Direct-to-DVD Filmchen komplett zunichte gemacht wurde.
Stevie hat dennoch mehr drauf, als sein Akido-Image...
jw