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Deadly Dust. Gesammelte Werke 88.: Band 88
 
 
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Deadly Dust. Gesammelte Werke 88.: Band 88 [Gebundene Ausgabe]

Karl May , Lothar Schmid , Bernhard Schmid
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 493 Seiten
  • Verlag: Karl-May-Verlag; Auflage: 1 (August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3780200880
  • ISBN-13: 978-3780200884
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.679 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Karl May
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Enthält die beiden selbstständigen Erzählungen "Deadly Dust" und "Im ' wilden Westen' Nordamerikas", die Karl May später als Grundlage für "Winnetou III" dienten."Deadly Dust" markiert den Ursprung der 'Old-Shatterhand-Legende'.

Über den Autor

Karl May (1842 - 1912) war das fünfte von 14 Kindern einer armen Weberfamilie aus Ernstthal/Sachsen. Vom Studium am Lehrerseminar wurde er zunächst ausgeschlossen, nachdem er Kerzenreste unterschlagen hatte. Später konnte er die Ausbildung fortsetzen, arbeitete nur 14 Tage in seinem Beruf, bevor er wieder des Diebstahls bezichtigt und von der Liste der Kandidaten gestrichen wurde. Wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapelei wurde er in den Jahren darauf immer wieder verhaftet und monatelang festgesetzt. Die Jahre zwischen 1870 und 1874 verbrachte er im Zuchthaus Waldheim. Erst viele Jahre nach dem Erscheinen des akribisch recherchierten Orientzyklus reiste Karl May tatsächlich in den Orient. Karl May war lange Zeit einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Er starb1912 in Radebeul.

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52 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Hat der weiße Mann gewaschen seine Hand vom Blute des Gemordeten?"
"Ja," antwortete der Gefangene verzagt bei dem Tone dieser Stimme.
"So ist Blut gewesen an dieser Hand, und Blut wird nicht gewaschen mit Wasser, sondern wieder mit Blut: so will es Manitou, und so will es der Große Geist der Savanne..."

Die kaltblütige Hinrichtung des Mörders Holfert, dem Winnetou schließlich von hinten eine Kugel in den Kopf jagt, gehört zu den düstersten und eindrücklichsten Momenten von Karl Mays nur scheinbar makellosen Lichtgestalt. Die vergleichsweise frühe Erzählung "Deadly Dust", die May später ohne große Veränderungen in Winnetou III übernahm, lässt die Heldenfigur und den idealisierten Wilden Westen, in welchem sie lebt, in einem überraschend harten und authentischem Licht erscheinen. Dieser Winnetou ist bereits ein betagter, ein schweigsamer und düsterer Krieger, der auch Fehler begeht. Viel eindrucksvoller wirkt daher seine Bekehrung zur christlichen Heilsbotschaft in der darauf folgenden Erzählung "Ave Maria". Der idealistische junge Häuptlingssohn aus dem später geschriebenen Winnetou I hatte eine solche Bekehrung ja eigentlich gar nicht notwendig...

Nicht zuletzt darum wird es der Karl-May-Verlag für notwendig gehalten haben, diesen "offensichtlichen" Fehler zu "korrigieren". Hat Karl May nicht selbst gesagt, am liebsten schriebe er "alle drei Winnetou-Romane neu"? Nun, hat er aber nicht - und einzig und allein der Karl-May-Verlag sieht sich auf diese Aussage hin aufgefordert und berechtigt, unter anderem Mays Winnetou III einer facettenreichen Umarbeitung zu unterziehen. Die verstörende Hinrichtungsszene wird gestrichen. Dem verstümmelten Westmann Sans-Ear, unter bürgerlichem Namen bekannt als Sam Hawerfield, wird der Name Mark Jorrocks aufgestülpt - ja, warum denn? Glauben die denn wirklich, dass ein einigermaßen aufmerksamer Leser ihn nur aufgrund seines Vornamens mit dem skalpierten Sam Hawkens durcheinander bringt? Der Schwarze Bob wird umgetauft in Cäsar, damit man ihn nicht mit dem "Sliding Bob" aus "Unter Geiern" verwechselt (einen Titel, den May, nebenbei gesagt, ebenfalls nie geschrieben hat: seine Version trug die Titel "Der Sohn des Bärenjägers" und/oder "Die Helden des Westens"). Für wie dumm hält uns denn der Karl-May-Verlag nun eigentlich? Und damit hört es noch nicht einmal auf. Wo Karl May historisch korrekt "Apachen" und "Comanchen" schreibt, verbessert der Karl-May-Verlag "Apatschen" und "Komantschen", zahlreiche englische Ausdrücke, die Karl May um der Atmosphäre willen völlig verständlich und nachvollziehbar in seinen deutschen Text einbaut, werden übersetzt, so dass es dann statt des aus dem Zusammenhang heraus völlig verständlichen "Conductor" auf gut deutsch "Schaffner" heißt - warum dann nicht gleich "Heinrich-Stutzen", oder "Alte-Schmetter-Hand"? Warum, zum Teufel, will der Karl-May-Verlag immer alles besser wissen als Karl May selbst?

Immerhin hat der Karl-May-Verlag ganze Arbeit geleistet: die vielen verschiedenen, und, im Gegensatz zum Karl-May-Verlag, textgetreuen Ausgaben sind nach und nach aus dem freien Handel verschwunden. Selbst die wunderschöne, dem Karl-May-Verlag bei weitem überlegene Bertelsmann-Ausgabe mit nostalgischem Einband, Kartenmaterial und nicht zuletzt den herrlichen, zeitgenössischen Illustrationen ist heute nur noch antiquarisch erhältlich und erzielt Sammlerpreise von bis zu 700 Euro... Von den Karl-May-Lesern, die es heute noch gibt, wissen nur noch die wenigsten, dass, was der Karl-May-Verlag anzubieten hat, der letzten Hand seines Autors keineswegs entspricht.

Nun ja: manchmal - wenn auch selten - bringt der Karl-May-Verlag es fertig, einen winzigen Teil dieses selbstverschuldeten Chaos in Ordnung zu bringen. So lesen wir denn hier zwei Winnetou-Geschichten, die zwar unter anderem auch von dem tragischen Ende des Apachenhäuptlings handeln, und die dennoch zu den frühen Winnetou-Geschichten Mays zählen. Ohne tief greifende Veränderungen ist hier der Text der originalen Erstausgaben jener zwei Erzählungen wiedergegeben, die Karl May später zu Winnetou III zusammenfügte. Die Hinrichtungsszene findet wieder statt, und auch alles andere wirkt nach einer oberflächlichen Betrachtung durchaus so, wie es sich wohl auch Karl May gedacht hat.

Moment - so wie Karl May es sich gedacht hat? Nun, das ja nun auch wieder nicht - denn der hat sie sich ja, genau so, wie sie eben waren, als dritten Teil seiner Winnetou-Tetralogie gedacht. - Zusammenfassend: ja, es ist schön, dass sich auch der Karl-May-Verlag immerhin ansatzweise bemüht, einige jener Facetten Mayschen Erzählungen und Heldenfiguren ans Bewusstsein zu fördern, um welche er sie einst selbst erleichtert hat. Eine einigermaßen historisch-textkritische Ausgabe z.B. der Winnetou-Tetralogie wäre mir freilich lieber gewesen - aber als Karl-May-Leser lernt man ja sich zu bescheiden.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rüdiger Bock TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im vorliegenden Band sind die beiden selbstständigen frühen Erzählungen von Karl May "Deadly dust" und "Im Wilden Westen Nordamerikas" zusammengefasst veröffentlicht worden.
Deadly dust, ein Abenteuer aus dem nordamerikanischen Westen, erstmals im Jahre 1880 in der Zeitschrift Deutscher Hausschatz erschienen, gilt allgemein als der Ursprung der "Old-Shatterhand-Legende".
In Deadly dust, der erste Teil beinhaltet vier Kapitel, wird der aufmerksame Leser viele Paralellen zu anderen Bänden, z.B. in Old Firehand und den Mittelteil von Winnetou II, finden. Auch erinnert die Romanfigur Sans-ear, eigentlich Sam Hawerfield, an den späteren Westmann Sam Hawkens.
Im zweiten Teil, "Im wilden Westen Westen Nordamerikas", erstmals veröffentlicht 1883 in der Familienzeitschrift "Feierstunden im häuslichen Kreise" des Kölner Verlegers Heinrich Theissing, bestehend aus insgesamt drei Kapiteln, beschreibt der Autor den Tod Winnetous durch die Ogellallah-Sioux am Hancockberg.
Beide Erzählungen dienen Karl May 1893 als Grundlage zu Winnetou III.
Als langjähriger Leser und Sammler von Karl May's Gesammelten Werken gliedert sich meiner Meinung nach die langjährige Schaffensperiode des Verfassers in drei Phasen: Das Frühwerk, Romane und spätere Reiseerzählungen, und nach der Orientreise 1900/01 das symbolische Spätwerk.
Wer also für damalige Begriffe an zeitnahen und spannenden Erzählungen interessiert ist, für den ist dieses Buch außerordentlich empfehlenswert.
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Von BigVat
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
... und ist damit eigentlich vom Text her sehr gut (sofern man Karl May grundsätzlich etwas abgewinnen kann), Karl May in Hochform durchaus, aber rechtfertigt das eine weitere Veröffentlichung in den Gesammelten Werken?
Klar gibt es Unterschiede zu der Romanfassung, aber diese sind so minimal, dass ich das Gefühl hatte, einfach mal wieder Winnetou III aus dem Regal genommen und gelesen zu haben: Hier und da ein anderer Name, dort und da ein winziges Detail das später verändert wurde, Sans-ear ritzt die Ohren der Getöteten statt sie abzuschneiden und es fehlt der Fluchtversuch Holferts, bevor dieser von Winnetou erschossen wird.
"Old Firehand" (Band 71) ist eine großartige Sammlung von Urtexten, "Old Shatterhand in der Heimat" (Band 79) ein echtes Vergnügen für alte Fans der Reiseerzählungen und "Auf der See gefangen" (Band 80) und der etwas schräge "Bowie-Pater" (Band 84) enthalten immerhin Texte, die man als Leser der Gesammelten Werke (so) noch nicht kannte. "Deadly Dust" aber entpuppte sich für mich als Mogelpackung: Es ist gut für solche, die an May mit den Methoden der Literaturwissenschaft herangehen wollen und minuziöse Testvergleiche anstellen, für diejenigen aber, die sich neues Lesevergnügen erhofft hatten, taugt es kaum. Einen Eindruck der archaischen Grausamkeit der frühen Erzählungen erhält man mit den "Old Firehand"-Texten in weitaus interessanterer Weise.
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