Ich habe mir den Film "Deadfall" ohne große Erwartungen angesehen und deshalb wurde ich nicht enttäuscht.
"Deadfall" ist der erste Film von Christopher Coppola (Bruder von Nicolas Cage und Neffe von Francis Ford Coppola), der ebenfalls das Drehbuch geschrieben hat. Einzuordnen ist der Film zum "Film noir", welcher eine pessimistische Ansicht der Welt beinhaltet und zumeist entfremdete Charaktere enthält. Ein solcher Charakter ist Nicolas Cage, der seine abgedrehte Rolle wirklich gut spielt. Jedoch ist er nicht - wie der Rezensent vor mir behauptet - nur 20 Minuten im Bild, sondern die meiste Zeit des Films. Charlie Sheen hat hingegen nur einen kurzweiligen, aber amüsanten tollen Auftritt.
Allgemein handelt der Film davon, dass Joe (Michael Biehn) mit seinem Vater und Kollegen Betrugs-Coups machen um ihre Brötchen zu verdienen. Doch bei einem (gleich zu Beginn) geht etwas schief, sein Vater stirbt und Joe geht zu seinem Onkel bei dem er dann arbeitet. Währenddessen passieren einige verrückte Dinge und es gibt unerwartete Wendungen, die im ersten Moment überraschen, mich aber nicht mal ansatzweise vom Hocker reißen.
Klingt nach 08/15 und ist auch tatsächlich nicht der Rede wert; man wird den Film schnell wieder vergessen haben, welcher eher durch seine bekannten Schauspieler getragen wird, die überzeugend ihre Rollen rüberbringen. Die Filmmusik ist meist gut.
Zur DVD:
In dunklen Szenen ist die Bildqualität meist schlecht, in helleren Szenen ist sie ok bis hin zu gerade noch akzeptabel. Allgemein auf mittlerem VHS-Niveau.
Extras sind ein Trailer. Untertitel hat der Film genauso wenig, wie andere Tonspuren außer der deutschen.
Wie der Rezensent vor mir behauptet, sieht man während des Films allerdings keine Mikros oder dergleichen durchs Bild wandern.
Der Film ist für Nicolas Cage- als auch Michael Biehn- oder Charlie Sheen-Fans definitiv genauso kein Muss, wie für alle anderen. Der Film ist unteres Mittelmaß; ist eher für diejenigen geeignet, die eine lückenlose Sheen-, Biehn- oder Cage-Sammlung anstreben.