Der Psychotic Waltz Frontmann Buddy Lackey wohnt sei Jahren in Austria und nennt sich Devon Graves. Wenn ich ehrlich bin hätte ich nach dem zwischenzeitlichen Ableben seiner alten Band keinen müden Cent mehr auf Buddy / Devon gegeben. Aber totgesagte leben länger.... Jetzt hat er mit neuer Mannschaft eine neue Band namens Dead Soul Tribe am Start, so heisst auch das Debut. Das beste vorweg, der Gesang des Herrn Graves ging mir früher des öfteren auf den Zeiger, jetzt ist er nicht mehr so hoch und weinerlich, die Gläser in den Schränken werden es ihm danken! Auch ansonsten hat sich einiges geändert, aber vertraute Dinge wie die abgedrehten Texte, die Querflöte und dieses gewisse Flair das den Mann umgibt, kann man wiederfinden. Die von abwechslungsreichen Songs und kurzen ca. 1,5 Minuten langen Zwischenstücken, von denen es auf der limitierten Auflage vier gibt (insgesamt sind zwei Bonustracks drauf), geprägte Platte lebt von den verschiedenen Stimmungen der einzelne Songs und einer traumhaften Gitarrenarbeit. Die gute Produktion, wo man auch mal den Bass hört trägt viel zum Gelingen bei. Was Dead Soul Tribe auszeichnet ist die Unverwechselbarkeit des Materials, was für eine neue Band ein Rettungsring im Haifischbecken der Musikindustrie ist. Klar es ist keine Stimmungsmusik, aber auch weit davon entfernt in "Deprigefilden" von Psychotic Waltz zu wandern. Fans anspruchsvoller Musik könnten aber eine neue Lieblingsband finden. Einzelne Songs möchte und kann ich nicht hervorheben, da ich die Platte als Gesamtkunstwerk sehe, das am Stück erlebt werden muss. Kunst ist auch das Artwork der Platte, was sich ebenfalls von den einfallslosen, manchmal miesen und oft kopierten Cover der letzten Monate abhebt!