Die musikalische Kombination von Progressive Metal und Death Metal hat in der Vergangenheit schon mehrfach sensationell funktioniert. Acts wie ATHEIST, CYNIC oder DEATH haben die Meßlatte für die Nachfolger dabei fast unerreichbar hoch gelegt. Umso überraschter war man letztes Jahr, als die Combo INTO ETERNITY mit „Buried into oblivion" eine saugeile Prog-Death-Scheibe herausbrachte, die locker mit den obengenannten Bands konkurrieren, sie stellenweise sogar übertrumpfen konnte. Mit dieser CD konnten INTO ETERNITY erstmals richtig Staub aufwirbeln und wurde auch infolgedessen als eine der hoffnungsvollsten Newcomer 2004 abgefeiert !!! Und das natürlich zu Recht...
Wenn man sich allerdings etwas besser auskennt, weiß man, das die Combo vorher bereits 2 exquisite Alben veröffentlicht hat, die stilistisch in dieselbe Kerbe schlagen. Meiner Meinung nach ist der INTO ETERNITY-Zweitling „Dead or dreaming" sogar eine Ecke genialer, weil die Songs stellenweise frischer und abwechslungsreicher sind als auf dem Nachfolger.
Soll heißen, die Band zockt ultra-technischen Progressiv-Sound á la PSYCHOTIC WALTZ oder DREAM THEATER, der von den Melodien und Hooklines her aber gleichermaßen eingängig rüberkommt. Die Refrains sind z.B. der Oberhammer !!! Vom Härtegrad und Energie-Level ist man mit allen Thrash/Death Metal-Bands dieser Welt locker auf Augenhöhe. Und trotzdem sitzt jeder Part, jedes Solo, jede Bridge perfekt. So fühle ich mich permanent an die genialen ANACRUSIS erinnert, die sich leider viel zu früh aufgelöst haben. Besondere Erwähnung sollte der Gesang bekommen, da hier insgesamt 3 Sänger am Werk sind, die die gesamte Bandbreite von Death-Grunts über Power Metal abdecken. Okay, man merkt schon das bei einigen Parts mit Effekten nachgeholfen wurde, was aber keinesfalls ins Gewicht fällt. Im Gegenteil, das verschafft dem INTO ETERNITY-Sound sogar die besondere Note, fast schon etwas spacig...
Fazit: Alle die mit o.g. Bands was anfangen können, und alle die„Buried into oblivion" schon geil fanden, dürfen sofort zuschlagen. Außerdem jeder aufgeschlossene Metal-Fan, der durch diese Kritik neugierig geworden sein sollte. Es ist definitiv kein Fehler sich „Dead or dreaming" zuzulegen !