Die Fortsetzung von "Live As We Knew It" verlässt Miranda und ihre Familie und landet in New York, am Tag der Katastrophe. Hauptpersonen sind der 17-Jährige Alex Morales und seine beiden kleinen Schwestern Bri und Julie. Sie leben in einfachen Verhältnissen, geben sich aber große Mühe, ein anständiges katholisches Leben zu führen. Die Katastrophe nimmt ihnen die Eltern, sie wissen nichts über deren Schicksal und versuchen nun alles, in New York zu überleben. Das Leben dort wird immer Schlimmer; Gewalt, Tod, Krankheit, Hunger, Verzweiflung und nackter Überlebenskampf bestimmen die Tage, bis "der Stöpsel aus der Stadt gezogen" und sie aufgegeben wird. In New York bleiben oder die Stadt verlassen? Was kann man noch tauschen für eine Dose Bohnen? Was hat noch einen Wert, wenn Leichen sich auf den Straßen stapeln und man die Schuhe toter Kinder stehlen muss, damit man selbst überlebt?
"The Dead And The Gone" ist um einiges drastischer als das Prequel, konnte man dieses gerade noch so als Jugendbuch durchgehen lassen. Hier aber ist der Stil zwar ähnlich (zwar kein Tagebuch, aber ein knapper, prägnanter Stil, der sich auf Alex konzentriert), doch Geschwindigkeit - die Spirale abwärts - und die Klarheit der schrecklichen Bilder ergreifen den Leser und lassen ihn mit Albträumen und dem Drang, Dosenbohnen und Reis zu kaufen, zurück.
Ein packendes und Furcht erregendes Buch, mindestens so gut wie "Live As We Knew It". Am besten, man bestellt Teil 3 "This world We Live in" gleich mit.