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TOP 500 REZENSENTam 22. April 2003
Iain Banks hat mit „Dead Air" (Fachausdruck im Radio für „Stille") ein weiteres geniales Buch geschrieben. Es überzeugt durch Ideenreichtum und einen einzigartigen, humorvollen Schreibstil. Schon allein die Art, wie Iain Banks schreibt, fesselt den Leser („There was a smile on his face that seemed unhappy to be there."). Einmal angefangen möchte man das Buch nicht wieder aus der Hand legen.
Das Buch kann man vielleicht am ehesten als „Gesellschaftssatire" beschreiben. Es handelt von Kenneth Nott, einem Radiomoderator. In seinen urkomischen, zynischen Radiosendungen kriegt jeder sein Fett ab. Aber sein Privatleben ist mindestens genau so extrem, wie seine Sendung. „Dead Air" beschäftigt sich reichlich mit aktuellen Geschehnissen. Es handelt sich dabei um Dinge, die auch in 50 Jahren wahrscheinlich noch gut in Erinnerung sein dürften (elfter September z.B.), doch warum nicht das Eisen schmieden, so lange das Essen noch warm ist?
„Dead Air" ist eines jener Bücher, die man unbedingt auf Englisch lesen sollte, auch wenn es nicht ganz einfach geschrieben ist. Iain Banks lässt einige seiner Figuren Dialekte sprechen und über die Eigenheiten der Britischen Sprache diskutieren („film" oder „fillum"). Außerdem gibt es etliche Wortwitze und Passagen, die durch eine Übersetzung bestimmt nicht besser werden.
Wer sich jedoch an vulgärer Sprache stört, der sollte sich vielleicht doch für ein anderes Buch entscheiden. „Dead Air" hat 485 Seiten auf denen es von f-Wörtern nur so wimmelt - Der Rekord: 5 von 8 Wötern...
Moment, sagte ich nicht, dass Iain Banks einen so exzellenten Schreibstil besitzt? Ja, das tut er. Nicht wegen den f-Wörtern. Die sorgen nur dafür, dass die Figur Kenneth Nott authentisch wirkt. Es sind die Details, die Beschreibungen, die Bilder, die Iain Banks Schreistil ausmachen.
„Dead Air" war nach „Waspfactory" und „Walking on broken Glass" das dritte Buch von Iain Banks, das ich gelesen habe. Auch wenn mein Favorit nach wie vor das unvergleichliche Meisterwerk „Waspfactory" bleibt, kann ich „Dead Air" wärmstens empfehlen. Wer sich dieses Buch kauft, der kann sich auf acht Seiten „Fallstudien" freuen, auf Einblicke in das Leben von Pop-Größen und Gangsterbossen, einen intelligenten Plan, wie man einem rechtradikalen Holocaust-Verleugner begegnet und auf das wahrscheinlich kürzeste Kapitel seit Erfindung der Buchdruckkunst.
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am 12. Januar 2004
One of the few books which refer to the 9-11 events. The book is not about the events themselves, which are referred to in the first chapter, but rather takes place in the tense atmosphere afterwards with it's prevailing cynicism developed in the face of international terrorism. This cynicism is personalized in the main character Ken, a radio moderator, who is specialized on shocking statements and rants. He criticizes everything passionately: from private radio stations to Israel's politics and George Bush and demands people to search for the truth.
Nonetheless, he is unable to live up his own standards, but entangles himself in one problematic relationship after the next or rather at the same time. He fails his marriage but still has sex with his ex-wife. He has an one-night-stand with his best friends ex-wife, but is shocked when he hears that the same friend was approached by his own girl friend. He cheats this very girl friend with a woman who is by any standards the perfect woman, but unfortunately married to a renown gangster boss. He is happy to be kissed by his best friends grown up daughter (yup - she is also the daughter of the woman he slept with).
But on the other hand he tries hard to set standards for his liberal views. Thus, he denies a holocaust deniers point of view and stands witness in an accident for motor cyclist and does win the reader's sympathy. Of course, he gets into trouble - actually more than he had bargained for and the story develops from a contemporary novel to a thriller.
Banks is a skilled writer who develops his characters well and a story which might be true but fortunately is not. More than 450 pages but still a quick read!
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am 26. Mai 2014
‘Dead air’ is radio talk for unwanted silence when on air. The book’s Scots hero Ken Nott (35) never shuts up. He is a radio DJ, rarely lasting a year in earlier radio jobs for his controversial take on the world. Now he is a true shock jock upsetting listeners from a London commercial radio station just before and after 9/11, 2001. In the quite cinematic first chapters, Ken emerges as an early detractor of the UK going to war in Iraq and Afghanistan.
Ken’s dialogues with his best Scottish friend Craig, his black club DJ buddy Ed and his producer Phil (on air and in the pub) are quite ok. So are the excerpts from his phone-in late morning radio show reproduced in many chapters. It shows him as what the French call a ‘râleur’, a contrarian moaner about persons, political parties, countries, religions, etc., but also about the perils of riding a bike in London. He likes to be labeled a militant Liberal and has his own wall of fame with framed first complaints, death threats and other negative job-related trophies. Another aspect of his radio career is his being Scottish, which is highlighted off and on air, to some delight to this reader.
What propels the novel forward is his professed love for his three friends and for the real, female kind. Ken was married once and he has been quite opportunistic and successful since. Until he meets beautiful Celia, married to a ruthless crime boss, whose many businesses have almost become mainstream… No more from this reader about their affair, which dominates much of the book.
Weaknesses: (1) Iain Banks, not an economical writer by nature or choice, wrote chapters that are way too long for me; (2) Found Ken not someone to bond with as the story progressed, and (3) Banks’ increasing concern with Ken’s thoughts and fears led me to skip bits or or read in a FFW-way the more action-packed second half.
Many fantastic bits cannot undo later tedium. Good winter book.
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am 20. Januar 2010
Iain Banks "Dead Air" ist ein Roman mit zwei Gesichtern. Auf den ersten 200+ Seiten des Buches steht weniger die nur sehr rudimentäre Handlung im Vordergrund, als vielmehr die Einführung des Lesers in das Leben des Kenneth Nott. Ken ist Radio-DJ und berühmt-berüchtigt für sein loses Mundwerk. In bester Tradition (eher amerikanischer) talk radios a la Rush Limbaugh kommentiert Ken alles und jeden, von Politik bis zum schottischen Liga-Fußball. Insgesamt genießt Ken seine Freiheiten und läßt sich weder beruflich noch privat einengen. Beziehungen sind für Ken eher Mittel zur persönlichen Befriedigung als eine dauerhafte Angelegenheit und schon lange kein Grund den Jagdtrieb in der freien Wildbahn der Londoner Pubs und Clubs einzustellen. Dass er dabei in der Vergangenheit auch nicht vor der Frau seines besten Freundes haltgemacht hat, ist selbst ihm im nachhinein unangenehm. Auch beruflich sucht sich Ken lieber eine neue Radiostation, anstelle sich in die Gestaltung seiner Show von den Senderverantwortlichen reinreden zu lassen. Kurzgesagt, Ken liebt seine Freiheiten und er liebt sich in dieser Rolle. Ins Bild paßt, dass er avantgardistisch auf einem Hausboot auf der Themse wohnt. Das hat Stil, auch wenn es bei Ebbe nach Kloake stinkt.

Dieser Teil des Romans ist mit viel Augenzwinkern geschrieben, allerdings aufgrund der teilweise komplett fehlenden Handlung bzw. ständiger Wiederholungen zu langatmig geraten. Iain Banks verliert sich in wiederholenden, inhaltlich sehr ähnlicher Szenen aus dem Sendestudio, Kens zahlreichen Pubtouren mit seinen Freunen und der Vielzahl seiner erotischen Eroberungen. Zusätzlich ermüdend wirkte auf mich der Versuch, den schwarzen Slang, in dem einer seiner besten Freunden spricht, in eine Form von Lautsprache zu transportieren. Ist dieses Stilmittel zunächst noch begrenzt witzig, wird es nach der 10ten Wiederholung (immer gleicher inhaltsloser Gespräche) einfach nur quälend. Ähnlich erging es mir mit dem immer wiederkehrenden Thema der schottisch-englischen Abgrenzung.

Leider verliert sich somit der Erzählstrang zwischen Seite 100 und 250 vollständig. Ist der Beginn des Buches noch zeitlich verknüpft mit den Anschlägen auf das World Trade Center, wird langsam klar, dass dieser Roman eigentlich keinerlei Bezug zu diesem Ereignis hat. Auch Kens Auftritt in einer Talkshow, in der er auf einen Holocaust-Leugner treffen wird, ist ein Nebenarm des Romans, den der Autor auch einfach hätte weglassen können. Ein selbstbewußter und konsequenter Editor hätte dieses Buch von seinen 440 Seiten auf gut über 300 Seiten zusammengedampft.

Als ich dann dachte, dass dieses Buch ein totaler Flopp und die verbleibenden 200 Seiten zu einer Tortur werden würden, nahm die Erzählung eine plötzlich Wendung. Mir als Leser bot sich fast der Eindruck, dass Banks den roten Faden seiner Erzählung plötzlich wiedergefunden hat. In fast schon "thriller-artiger" Manier nimmt die Erzählung Geschwindigkeit auf. Es wechselt sich spannende Szenen, in denen man gar nicht schnell genug weiterlesen kann, mit wunderbarster Komik ab, die ich selten in einem Buch so erlebt habe. Endlich läßt Banks die ganzen Nebengeplänker beiseite. Natürlich ist der Roman nun auch "nur" noch ein "typischer" Krimi mit kommödiantischen Einlagen. Natürlich ist der Plot eher durchsichtig. Echten Krimiautoren würden sich vermutlich bei den doch sehr hingebogenen inhaltlichen Wendungen die Fußnägel aufrollen. Zumindest aber waren die letzten 200 Seiten des Buches wenigstens ein echtes Lesevergnügen.

Zusammenfassend komme daher doch noch auf (wohlmeindende) zwei Sterne. D.h. es gibt schlimmere Bücher für ein kaltes, verregnetes Wochenende. Man sollte seine Ansprüche an dieser Buch (und vor allem an seinen im Klappentext heraufbeschworenen weltpolitischen Kontext) in Grenzen halten.
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