Ein stabiles, schweres, rutschfestes Telefon mit ordentlichen Tasten, einem hellen (nicht beleuchteten-) Display und einer recht übersichtlichen Benutzerführung. Trotzdem versagt das Gerät für seinen Einsatzzweck (Tischgerät an einer Anlage für häufige Nutzung im Büro- oder Homeoffice) in meinen Augen:
Schon die Klingeltöne sind eine Zumutung. Schrilles Gepiepse in wenigen Varianten - wer solche Sounds den ganzen Tag hören muss, der welkt dahin. Das Gerät hat keine Pufferung des internen Speichers. Das spart zwar Netzteil und Akku, aber bei einem längeren Ausfall der ISDN-Leitung sind die Speicherinhalte (Nummern, Telefonbuch) weg. Die Stationstasten lassen sich nur fest belegen. Plätze 1-6 des Telefonbuchs landen automatisch auf den Stationstasten - umständlich. Das Abrufen der unerledigten Anrufe ist eine Tastendrückerei ohne Freude: Menü, Ja, Scrollen, weitere Tastendrücke. Es fehlt eine Funktion, unerledigte Anrufe schnell abzurufen und vor allem auch die ganze Liste oder einzelne Anrufe schnell zu löschen. Und die Anzahl der 6 Speicherplätze/Stationstasten, die auch nicht beschriftet werden können - das reicht auch nicht!
Anders als jedes moderne Dect-Schnurlostelefon beherrscht das BeeTel leider auch nicht die Zuweisung von Nummern der Anrufer zu den Namen aus unserem zentralen Anlagentelefonbuch (COLP). Das kann wirklich jedes Siemens-Gerät (DECT/GAP) ältester Bauart. Bei diesem modernen Tischgerät muss ich jeden zu identifizierenden Anrufer erst in das interne Telefonbuch eingeben, damit der Name angezeigt wird.
Also wirklich: Ich hatte vor mehr als 10 Jahre ein Ascom EURIT 30, das konnte alle diese Sachen ohne Probleme, hatte 20 frei programmierbare Funktionstasten, angenehme Klingeltöne und eine Pufferung des internen Speichers für 24 Stunden. Und was ist heute? Unzufriedenheit! Die Chance einer guten Hardware (Hörer, Tasten usw.) wurde hier durch schlichteste Funktionen und schwache Details vertan. Nur 3 Punkte dafür.