Wir haben die Maschine nun seit gut vier Monaten. Unserer vorherige Delonghi, die 5 Jahre durchgehalten hat, hätte für über 200¤ repariert werden müssen, so dass wir uns entschieden haben, sie gegen eine neue einzutauschen. Sind auch sehr schnell auf die ECAM 23210 gestossen, da für uns ein Automat mit separatem Milchbehälter nicht in Frage kam (wir sind eher Wenigtrinker, zudem bräuchte der Behälter viel Platz in unserem eh zu kleinen Kühlschrank). Zudem bietet Delonghi einfach ein klasse Preis-/Leistungsverhältnis. Die ECAM 23210 sieht nicht nur deutlich stylischer aus als unsere alte Delonghi. Sie hat auch noch folgende entscheidene Vorteile (aus unserer Sicht): deutlich leiseres Mahlwerk und direkte Umschaltmöglichkeit von Schäumen auf Kaffeezubereitung. Letzteres meint: erst die Milch aufschäumen, Drehhebel der Düse wieder schließen und mit nur einem weiteren Knopfdruck kann die Kaffeezubereitung beginnen. Es ist kein vorheriges Druckablassen erforderlich. Die Kaffeezubereitung klappt gut (Milchkaffee, Cappuchino, Latte, Espresso...), über den Drehknopf an der Vorderseite lassen sich unterschiedl. Kaffeestärken und Wassermengen leicht zwischen einzelnen Zubereitungen individuell ändern. Es lassen sich auch relativ große Becher unter den Auslauf stellen (mehr Platz als bei unserer alten Delonghi). Die Reinigung ist kinderleicht, alle zu reinigen Elemente sind leicht zugänglich.
Einziger, für uns überraschender Nachteil, der dem Kaffeevergnügen einen leicht bitteren Beigeschmack verleiht: wir müssen ca. alle 4 Wochen entkalken, die alte Maschine haben wir max. 2-3 pro Jahr entkalken müssen. Nach nur 130 Tassen / 37 Liter Wasserverbrauch kam bei Härtegrad 4 (so viel zu "dat wasser vun Kölle is jut") bereits die erste Meldung zur Entkalkung. Danach stellten wir den Härtegrad auf 3 um, dennoch kam bereits nach weiteren 108 Tassen und 28 Liter Wasserverbrauch wieder die Meldung zur Entkalkung. So können schnell Nebenkosten entstehen, die man bei einer Entscheidung für/gegen einen Automaten nicht ausser Acht lassen sollte. Wir kommen bei Härtegrad 3 auf knapp 50¤ pro Jahr (4 Portionen Delonghi Reiniger kosten etwa 15¤). Den Wasserfilter (Ersatz kostet auch 12¤) haben wir erst einmal nicht ersetzt, zumal wir das Wasser auch noch durch einen Brita filtern. Der Servicehändler hat übrigens auf Nachfrage erklärt, dass immer die gesamte durchgelaufende Wassermenge, also inklusive der ganzen Spülvorgänge, zusammen mit dem eingestellten Härtegrad entscheidet, in welchem Rythmus eine Entkalung angezeigt wird. Und zeigt sich wieder ein Unterschied zu unseren alten Delonghi: die ECAM 23210 spült nach dem Einstellen deutlich länger und verbaucht damit mit auch mehr Wasser.
Was sonst noch auffällt: die Aufschäumdüse sitzt links (für Rechtshänder ggf. etwas gewöhnungsbedürftig). Zwischen Aufschäumdüse und Automat ist nicht besonders viel Platz, so dass man schnell mit den Tassen erste Schliespuren am Kunststoff sieht. Auch die Metallplatte, auf der man die Tassen zur Zubereitung abstellt, war schnell verkratzt. Aber, ist ja auch ein Gebrauchsgegenstand und kein Ausstellungsstück...Und noch dieses: die Metallplatte oben, auf der man schick die Espressotassen stellen kann, wird (anders als bei unserer alten Maschine) nicht warm ud die Tassen dadurch nicht vorgewärmt. Weiss jetzt aber nicht, ob das so richtig ist.
Fazit: Insgesamt sehr schöne Maschine, toller Kaffee, aber: Nebenkosten nicht ausser Acht lassen.