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De Profundis. 2 CDs
 
 
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De Profundis. 2 CDs [Audiobook] [Audio CD]

Oscar Wilde
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Produktinformation

  • Audio CD: 2 Seiten
  • Verlag: Der HR Verlag DHV; Auflage: 1 (1. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389940534X
  • ISBN-13: 978-3899405347
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 643.689 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Wenn Du bei mir warst, warst du der Ruin meiner Kunst“. Ein kleiner Zettel war der Stein des Anstoßes: „To Oscar Wilde, posing sodomite“ – hinterlassen vom Marquis von Queensberry für Oscar Wilde, den Erfolgsautor und Dandy. Wilde wehrte sich gegen den Vorwurf, verklagte Queensberry und Wilde fand sich in einem Prozess wieder, beschuldigt nicht nur der Sodomie sondern auch der Homosexualität. Queensberry trat vor Gericht als empörter Vater des 21jährigen Lord Alfred Douglas auf, mit dem Wilde, der zweifache Familienvater, eine vier Jahre währende, quälende und zermürbende Beziehung hatte. Vom Geliebten fallen gelassen, zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, sechs Stunden Tretmühle und Mehlsuppe mit Nierenfett. Wilde denkt dennoch nicht daran, ins Schweigen des Gebrochenen zu verfallen, sondern schreibt seine Abrechnung nieder in einem Aufschrei, der in Emotionalität und literarischem Genie seines gleichen sucht.

Autorisierte Lesefassung Sprecher: Sebastian Koch

Über den Autor

Oscar Wilde wurde mit seinen Essays, seinem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“, den Märchen, Erzählungen und mehreren Theaterstücken zur Ikone seiner Zeit. 1895 wurde er wegen seiner Liebesbeziehung zum jungen Lord Alfred zu Zwangsarbeit verurteilt und war nun gesellschaftlich und künstlerisch erledigt. 1897 aus seiner Einzelzelle entlassen, floh er nach Frankreich, unternahm noch einige Reisen und starb 1900 resigniert in Paris.

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Einleitungssatz
MY DEAR ROBBIE,-I want you to have a letter written at once to Mr. - the solicitor, stating that as my wife has promised to settle a third on me, in the case of her predeceasing me, I do not wish any opposition to be made to her purchasing my life interest. Lesen Sie die erste Seite
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Aus der Tiefe der Seele" 29. März 2009
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch ist ein 170 Seiten langer Brief Oscar Wildes an seinen Geliebten Lord Alfred Douglas, den er im Zuchthaus schrieb. Man erfährt durch den Brief, wie Wilde in eine unglaubliche Abwärtsspirale geraten ist. Der Leser begleitet Wilde in diesem sehr persönlichen Buch in seine tiefste Gefühlswelt, die dabei zwischen Liebe, Wut, Selbstmitleid, Selbstanklage und Glauben schwankt. Der Brief erlaubt es Wilde nun den Hass und seine Verzweiflung aus seinem Körper zu reißen.
Die Geschichte berührt das Herz eines jeden Lesers: Der große gefeierte Schriftsteller abgestürzt, nur noch ein elendiges seelisches Wrack, wirtschaftlicher Konkurs, entrechtet, verlassen...schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen! Dann erkennt Wilde worauf es im Leben wirklich ankommt.

Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
schöner ist als der Hass." ( Oscar Wilde)

Der englische Dramatiker und Erzähler Oscar Wilde (1854-1900) wurde 1895 wegen Homosexualität zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Reading verbüßte.

" De Profundis " ist der ergreifende Prosatext, den Oscar Wilde während seines Aufenthaltes in Reading an seinen Geliebten Lord Alfred Douglas, genannt Bosie, verfasste.

In diesem Text reflektiert er seine Beziehung zu seinem Geliebten und befasst sich darüber hinaus mit Fragen zur Kunst und zur Religion.
Seine Beziehung zu Bosie nennt er im Brief geistig erniedrigend. Er beklagt, dass der Geliebte nie elegant mit Ideen spiele, sondern nur mit radikalen Ansichten auftrumpfen könne und Bosie sich stets zwischen ihn und seine Kunst gedrängt habe. Lord Alfred interessierte sich, wie Wilde schreibt, nur für seinen Magen und seine Marotten. Der Dichter macht sich Vorwürfe, dass er Bosie damals nicht das Haus verboten hatte und bekennt sich zur eigenen Schwäche. Er resümiert, dass bei einem Künstler Schwäche ein Verbrechen sei , wenn diese Schwäche die schöpferische Phantasie lähme.
Als Hauptfehler Bosies nennt er dessen Eitelkeit und seine Beziehungslosigkeit zum Geld und bezieht sich damit auf eine entsprechende Charakteranalyse von Lord Alfreds Mutter. Ausführlich beschreibt Wilde die ausschweifenden Geflogenheiten seines Geliebten, um ihn damit zu konfrontieren und zum Nachdenken anzuregen.
Schenkt man Wilde Glauben, so war Bosie ein Mensch, der seine Gefühle nicht beherrschen konnte, " die sich bald in langem schmollendem Schweigen äußerten, bald in jähen fast epileptischen Wutanfällen." Wilde konstatiert, dass er nur die Möglichkeit hatte Bosie nachzugeben oder ihn aufzugeben. Aus tiefer, wenn auch verfehlter Zuneigung, aus großer Nachsicht mit Bosies Unausgeglichenheit und seinen Schwächen, aus seiner ihm eigenen sprichwörtlichen Gutmütigkeit und keltischen Trägheit, aus der Aversion des Künstlers gegen derbe Auftritte und rüde Ausdrücke aus seiner zu jenem Zeitpunkt typischen Unfähigkeit, jemanden etwas nachzutragen verließ Wilde seinen Geliebten nicht, wie er resümierend schreibt. Wilde sieht sich als Opfer in den Händen des launischen Lord Alfred, dem er vorwirft: " Nachdem Du mein Genie, meine Willenskraft und mein Vermögen in Beschlag genommen hattest, verlangtest Du in blinder , unersättlicher Gier meine Existenz. "
Der Zuchthaussträfling stellt fest, dass er im Konflikt zwischen Bosie und dessen Vater aufgerieben wurde, seinen Kopf und seine Urteilsfähigkeit verlor und ihn besagte Tatsache schließlich in die Strafanstalt brachte.
Immer wieder erfährt man an Beispielen wie erbärmlich selbstbezogen und eitel sich Bosie in der Beziehung zu Wilde verhielt und ihn - seinen Gönner - nicht selten im Stich ließ, wenn er seelischen Beistand nötig hatte.
Wilde sieht die geistige Seichtheit seines Geliebten und hält diesen nicht für würdig für die Freundschaft und Liebe zu ihm, gleichwohl weiß er: " Doch die Liebe feilscht nicht auf dem Markte und rechnet nicht auf der Krämerwaage. Ihre Freude besteht wie die Freuden des Intellekts darin, dass sie sich lebendig weiß. " Wilde resümiert, dass Bosie sein Feind war: " Ein Feind , wie kein Mensch in je gehabt hatte. Ich hatte Dir mein Leben geschenkt, und um die niedrigsten, aller menschlichen Leidenschaften zu befriedigen; Hass, Eitelkeit und Gier, warfst Du es weg. In weniger als drei Jahren hast Du mich vollständig ruiniert. "
Wilde ist nicht bereit Bosie für das, was er ihm antat zu hassen, er möchte ihn weiterhin lieben, um die Tage im Gefängnis zu überstehen. Deshalb beschließt er in Bosie ebenfalls einen Leidenden zu sehen.
Im Leid sieht Wilde eine Wunde, die unter der Berührung einer fremden Hand zu bluten beginnt, ja selbst unter der Hand der Liebe von neuem aufbricht, wenn auch nicht schmerzt.
Für Wilde ist das Leid die vornehmste Gemütsbewegung, deren Menschen fähig sind, zugleich auch Urform und Prüfstein aller großen Kunst.
Das Geheimnis des Lebens sei Leiden. Hinter allem verberge sich nur dieses. In dieser Erkenntnis sieht man Oscar Wildes gedankliche Nähe zum Buddhismus sehr deutlich.
Wilde hält fest, dass er alles verloren habe, ihm allerdings die Demut geblieben sei, deren hohen Wert er im Zuchthaus erst wirklich erkennt.
Er reflektiert in der Folge die direkte Verbindung des Lebens Christus mit dem Leben des Künstlers und zeigt auf, weshalb er Christus für den größten Individualisten hält. Seine Begründung hierfür lautet " Seine Demut ist, wie die Unterwerfung des Künstlers unter jede Art von Erfahrung, nur eine Möglichkeit zur Selbstdarstellung. Christus ist auf der Suche nach der Seele des Menschen.... Er tut das , weil man sich der eigenen Seele nur dadurch bewusst wird, dass man sich aller fremden Leidenschaften entäußert, aller angelernten Bildung und aller irdischen Güter, mögen sie gut oder schlecht sein."
Über seine im Zuchthaus gewonnene Demut, gelangt Wilde zu dem innersten seiner Seele, deren Feind er solange war und die ihn als Freund erwartete. Der brillante Denker schreibt, dass die Berührung mit der eigenen Seele den Menschen einfältig mache wie ein Kind, was er nach Christus Worten auch sein solle. Wilde nennt es tragisch, wie viele Menschen bis zu ihrem Tode nie ihre Seele besaßen.
Diese Nähe zu seiner Seele macht Wilde unfähig zu hassen. Er liebt und möchte Bosie den Sinn des Leids nahebringen und ihm klar zu machen, dass Hass, intellektuell betrachtet, die " Ewige Verneinung " verkörpert, dass Hass vom Standpunkt der Emotion betrachtet eine Art Auszehrung ist, die alles tötet, nur nicht sich selbst.

Wilde hat im Rahmen des langen Briefes seine Opferhaltung aufgegeben und durch seine klare Absage gegenüber dem Hass sich zur Liebe und zur Selbstverwirklichung bekannt.
Großartig.

Lesenswert auch ist die dem Text angefügte " Ballade vom Zuchthaus Reading " und die Interpretation des Gedichtes durch Jorge Luis Borges.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Things Profound and Shallow 6. November 2005
Von "aporos"
Format:Taschenbuch
The three stars do not refer to Wilde's achievement, but to that of the editor. The edition has not been renewed since the first publication in 1954. The foreword is consequently more than outdated. The book lacks an apparatus of annotations, a service that Penguin usually provides. As to what concerns the text, I think that 'de profundis' is overrated. Parts of it show that Wilde had had a long think about his former life, and he movingly claims to be on his way to a better life. Apart from that he blames 'Bosie' for everything, and goes on for ages about how he ruined his life, his art, his reputation, his wealth... Then, there are quite a few little reflections on theory of art, philosophy and religion. Some of it is quite interesting, and also revealing with regard to Wilde's art. If one has read Wilde's novel and his comedies, then I reckon it is worthwile reading 'de profundis', even though Wilde does not live up to his own moral: 'The supreme vice is shallowness.'
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Am 27. April 2001 veröffentlicht
Ein sehr persöhnliches, aber auch sehr aufschlußreiches...
Das Buch oder eher der Brief sprüht vor Zitaten und tiefsinnigen Gedanken. Ich persöhnlich konnte es nie ganz unbefangen lesen, da mir Wildes Schicksal ständig vor... Lesen Sie weiter...
Am 29. November 2000 veröffentlicht
Sincerely True Though Perhaps Not Truly Sincere
I agree that this is a book that should be read by all and I do not deny the great emotional intensity with which it is written. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2000 von "goldieboyblue"
His best work
De Profundis is truly Oscar Wilde's best work. Written as a letter to Bosie, it contains his thoughts on his past life, his trial, and his future; it is full of intense emotion. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. August 1999 von Mashka142@aol.com
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