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Die krampfartigen Schübe der Dynamik von "Take the Veil Cerpin Taxt" und "Eriatarka" sind noch wie der Nachhall von At The Drive-In. Alles ist jetzt allerdings unendlich viel komplexer geworden und wird von Taktmustern dominiert, die sich von einer eigentümlichen, unerklärbaren Logik leiten lassen. Alles wird den immer heftigeren und immer irrer werdenden Wogen einer Fantasiereise ausgesetzt. Bixlers zerhackter Gesang ist ein wenig zurückhaltender geworden und geht von sanften Tönen bis hin zu schrillem Falsetto. Flea ist als Gast mit dabei, aber nur ganz heimlich: Seine schwermütigen Basslinien haben überhaupt nichts von dem unbekümmerten Funk-Gefühl, das er bei den Red Hot Chili Peppers verbreitet.
Der faszinierendste Beitrag kommt von dem inzwischen verstorbenen Klanggestalter der Band, Jeremy Ward. Er starb am Tag vor der Veröffentlichung dieses Albums an einer Überdosis Heroin. Seine Klanglandschaften entfalten in den Niederungen zwischen den zerklüfteten musikalischen Gipfeln ein total entrücktes Gefühl wie von einer anderen Welt. Eine beklemmende Hinterlassenschaft, aber bei weitem nicht das einzige Argument für dieses Album: De-Loused In The Comatorium gehört zu den seltenen Meilensteinen des Prog-Rock. Hier siegt noch einmal die echte Leidenschaft des Punk über gewundenen Pseudo-Anspruch. --Louis Pattison
Vergleichbares hab ich noch nicht gehört. Für mich eine der besten Bands der letzten 5 Jahre.
Ich hoffe ich konnte nur ansatzweise meine Begeisterung in die obrigen Zeilen fassen! Absolutes Muss für jeden der vom ewig gleichen Rock alltag gelangweilt ist.
Ebenfalls großes Lob an das nachfolger Album. Auch umbedingt anschaun und hören!
Viel beeindruckender als die technisch unglaublich versierten und detaillierten Gitarren- und Drumparts ist jedoch die spätere Erkenntnis, dass jeder Ton in diesem vermeintlichen Chaos seinen Sinn hat und in der letzten Konsequenz unentbehrlich bleibt, was nicht zuletzt auf die überragende essenzorientierte Produktion des Masterminds Rubin verweist. Für die nötige Dichte dieses Konstruktes sorgen zahlreiche Effekte und sphärische Klänge, welche nicht selten auch mal an Pink Floyd erinnern.
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