Hier wird des öfteren davon geredet, dass dies schwer genießbarer Prog -oder Artrock sei, vielleicht nur des Willens zur Kunst. Ich sehe es als Quatsch. Kein anderes Album konnte mich so gut unterhalten und fesseln wie dieses epische Werk, dass man niemals in Stückform hören sollte, denn es nur im Ganzen durch die vielen Abbiegungen und Vielfalt seinen vollen Reiz hat.
Die Transportation von Gefühlen in die Songs sind jedoch das, was sie ausmachen, der Sänger fungiert viel mehr als Schreier, der Gitarrist lässt seine Finger springen und Töne erklingen, deren Folge zunächst total irrational erscheinen. Wenn man dann auch noch etwas zum Hintergrund weiß, nämlich, dass es um die Visionen ihres Freundes, der Selbstmord beging, im Koma sind, die sie quasi vertonen und nacherzählen, merkt man ganz deutlich, dass er schließlich im letzten Song aufwacht, denn der rüttelt auf. Es klingt so, als würde er einen Scherbenhaufen vorfinden und sich mit ihnen tödlich verletzen, das ganze endet abrupt - und man kann verstehen, fühlen, noch nie hat mich so Musik gerührt.
Beim ersten Anhören ist das natürlich alles etwas zu viel, es ist mühsam sich da durchzukämpfen. Ich hasste es auch zunächst, doch beim zweiten Mal fand die Begeisterung keine Grenzen mehr.
Definitiv eine der besten Platten, die jemals erschienen ist, mit Songs, die alle gleichwertig sind und man keinen einem anderen unterzuordnen weiß. Darauf habe ich gewartet. Hier geht es nicht um die Kunst, sondern ob es gefällt. Das sollte immer so sein!!