"Das Buch sagt von guter Speise, das macht die unverständigen Köche Weise." So beginnt das älteste erhaltene Kochbuch deutscher Sprache.
Der orginale Text ist nur ein Teil einer Sammelhandschrift, die auch literarische und medizinische Abhandlungen umfaßt. Die Pergamenthandschrift entstand um 1350 und diente dem Pronotar Michael de Leone aus Würzburg als Hausbuch. Sie enthält zusammen 101 Kochanweisungen aus zwei Rezeptsammlungen.
Der Band enthält das Faximile und eine Abschrift, ein kurzes kulturgeschichtliches Nachwort, ein ausführliches Glossar und in der ersten Ausgabe als kleines beigelegtes Büchlein: "Kulinarische Bedeutung und kulturhistorischer Wert" von Trude Ehlert.
Als Kochbuch nur für den absoluten Spezialisten brauchbar, aber für jeden Kochbuchfetischisten der Beginn der Kultur, ein absolutes Muß für jeden Sammler und endlich wieder erhältlich!
Diese Faksimile-Ausgabe ist der erste Titel in einer Reihe von inzwischen 4 Nachdrucken der Firma Tupperware Deutschland, herausgegeben anläßlich des 30jährigen Firmenjubiläums.
Die 68 großformatigen Seiten sind auf schwerem gelben Büttenpapier gedruckt, der Einband wurde von einer Inkunabel des 15. Jh. abgenommen, erscheint also wie ein schwerer, alter Ledereinband.
Aus der gleichen Reihe noch erhältlich: Rheinfränkisches Kochbuch um 1445 - Editiert von Thomas Gloning (DIN A4 Format) / Münchner Kochbuchhandschriften - (6 Handschriften aus dem 15. Jahrhundert) - Editiert von Trude Ehlert / Maister Hannsen des von Wirtenberg Koch - entstanden vor 1460 - ebenfalls editiert von Trude Ehlert