Nach "Zug um Zug - Asien" ist "Zug um Zug - Indien" die zweite Spielplansammlung für das Spiel "Zug um Zug". Sie enthält einen doppelseitigen Spielplan, sowie die dazugehörigen Zielkarten. Waggons und Waggonkarten müssen aus einer anderen Edition des Spiels (außer "Zug um Zug - märklin") entnommen werden. Der Spielplan zeigt auf der einen Seite Indien, auf der anderen Seite die Schweiz. Indien ist ein Siegerbeitrag des "Zug um Zug"-Kartenwettbewerbs und wurde von Ian Vincent erdacht. Die Schweiz, eine Karte, die es zunächst nur online und später für kurze Zeit auch einzeln als Erweiterung gab, kommt aus der Feder von "Zug um Zug"-Schöpfer Alan R. Moon.
Der Schweiz-Spielplan ist für zwei oder drei Spieler gedacht. Neben Städten in der Schweiz können auch die Nachbarländer der Schweiz angefahren werden. Einige Tickets fordern Stadt-Land- oder Land-Land-Verbindungen zur Erfüllung. Die Schweiz hat einige Sonderregeln, so dürfen Lokomotiven nicht auf normalen Strecken, sondern nur in den zahlreichen Tunneln verwendet werden. Dafür darf man sich Lokomotivkarten hier wie ganz normale Waggonkarten nehmen. Tunnel sind besondere Strecken, die das erste Mal in "Zug um Zug - Europa" auftauchten. Bei Belegen der Strecke werden drei Karten vom Nachziehstapel aufgedeckt. Für jede Karte der Streckenfarbe und jede Lokomotive muss man selbst eine weitere Karte der Farbe spielen oder seine Karten wieder auf die Hand nehmen und den Zug ausfallen lassen. Eine weitere Veränderung der Spielregeln ist, dass die Doppelstrecken der Schweiz bei drei Spielern von zwei verschiedenen Spielern befahrbar sind.
Der Indien-Spielplan zeichnet sich durch viele kurze Strecken aus, da das Land eng besiedelt ist. Dadurch kann man schnell von anderen Spielern blockiert werden, da das Sammeln kleiner Farbsets nicht schwierig ist. In Indien gibt es Fähren, besondere Strecken, die das erste Mal in "Zug um Zug - Europa" auftauchten. Auf einigen Streckenabschnitten sind Lokomotiven abgebildet. Für jedes Lokomotiv-Symbol muss eine Lokomotive gespielt werden. Fähren zwingen also zum Lokomotivgebrauch. Eine weitere Besonderheit des Indien-Spielplans ist ein spezieller Bonus, der das Spiel häufiger mal entscheidet: Die große Indientour bringt zusätzliche Punkte für Tickets, die man zwei Mal erfüllen konnte, für die man also Hin- und Rücktour gebaut hat. Diese Touren dürfen sich kreuzen, jedoch nicht überschneiden. Je mehr Tickets man doppelt erfüllt, desto höher ist der Bonus. Ab fünf Touren gibt es die Maximalpunktzahl von 40 Punkten. Indien ist maximal mit vier Spielern spielbar.
Für jemanden wie mich, der die Schweiz-Erweiterung bereits besitzt, ist es natürlich schade, dass es nicht zwei neue Spielpäne gibt, doch die Indien-Karte ist interessant genug, dass ich sie immer wieder hervorholen werde. Und somit relativiert sich der Preis irgendwann auch. Ich war am Anfang skeptisch, ob man in Indien wirklich so häufig Kreisstrecken zwischen Städten bauen würde, aber es ist tatsächlich so. Da der Bonus für jeden gilt und nicht nur für den besten, kann jeder so ein paar oder auch recht viele Bonuspunkte abstauben. Wem zwischenzeitlich oder gegen Ende neue Tickets zu heikel sind, der versucht sich an dem Bau der Doppelverbindungen.