1990 schuf Suzanne Vega ein ausgewogenes stimmiges Album, dabei ohne besondere Hits à la "Luka". Es war die Zeit noch vor dem zwischenzeitlichen Produzent und Partner Froom, d.h. elektronische Verfremdungen sollte man hier _nicht erwarten. Statt dessen tiefgehende Texte, eine lässige Stimme zu immer wieder überraschend melodischen Einfällen, eine kleine Besetzung, doch immer wieder Experimente mit der Instrumentierung, von Suzanne Vega mit dem damaligen Synthesizerspieler Anton Sanko produziert. "Rusted Pipe" etwa erschließt sich dabei rascher als das verschlossenere "Those whole girls".
Das Booklet zeigt Vega und Collagen in verschiedenen Posen, als Dada oder in Max-Ernst-Manier immer wieder sehr deutlich auf die "open hand" anspielend - wie weit man das schätzt, sei jedem selbst überlassen. Offenbar unfreiwillig amüsant ist die Aussage einer Zeitschrift, das Album dokumentiere, dass Suzanne Vega im Jahr davor psychisch und physisch am Abgrund gestanden habe. Heute, also damals, sei sie einen Schritt weiter(!).
Wichtig ist die Musik: und die ist bei Suzanne Vega in ihrer CD "Days of Open Hand" einfach zum Immer-Wieder-Hören.