Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lightbulb Sun, 1. Januar 2004
Bin eher durch Zufall auf diese Platte gestoßen, nachdem mir durch zahlreiche Rezensionen nahegelegt wurde, doch mal reinzuhören. Auch wer sich mit Sonic Youth noch nicht eingehend beschäftigt hat, dem werden trotzdem immer ein paar Statements zu den Alternative Rock-Göttern einfallen, wie "ach...das sind doch die, die immer unhörbare Platten machen", "...die Kritiker-Lieblinge schlechthin", "...die waren doch zusammen mit den Pixies die Wegbereiter des Alternative Rock". Wer sich "Daydream Nation" völlig unbedarft nähert, wird auf jeden Fall überrascht sein. Klar isses zunächst eine Album, das nicht gerade einfach zu konsumieren ist, aber es wird mit jedem Hören besser und entfaltet erst nach und nach seinen ganzen Reiz. Hat man sich erst mal an den etwas dünnen und stechenden Sound und die gelegentlichen Feedback-Ausbrüche gewöhnt, findet man etliche grandiose Songs auf "Daydream Nation". Aber nicht nur in Sachen Songwriting punktet diese Platte...was noch erstaunlicher ist: Hier steckt fast alles drin, was sich seit Ende der 60er Jahre in Sachen kreativer Rockmusik ereignet hat. Die ewigen Vergleiche mit Velvet Underground und dem Grunge-Boom der 90er Jahre kann man zwar stehenlassen, meiner Meinung nach stehen Sonic Youth mit "Daydream Nation" aber viel näher an Television dran, weil sie ebenso wie diese Band ein kunstvolles Gewebe aus verschachtelt-atmosphärischen Melodien, minimalistischen Rhythmen und wütenden Vocals darbieten. Trotzdem klingt's ganz anders als alles, was man von einem klassichen Rock-Lineup gewohnt ist - nachzuhören auf "The sprawl", "Total trash" und dem Klassiker "Teen Age Riot". Mit dem 14-minütigen "Trilogy" geht's ab in Richtung Prog-Rock, und die Intros zu "Hey Joni", "Providence" und "Candle" könnten genauso gut von einer Post-Rock-Platte Ende der 90er Jahre stammen. Insgesamt also genau die Mischung aus attraktiven Songs, punkiger "Wir-machen-unser-eigenes-Ding"-Attitüde und einer geheimnisvollen Aura, die "Daydream Nation" schon bei seiner Erscheinung zu einem der kultigsten Alben der 80er Jahre machten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meisterwerk, 19. Mai 2001
Von Ein Kunde
Diese Platte hob Sonic Youth zum Olymp der Underground-Szene empor und das mit voller Berechtigung. Auf "Daydream Nation" findet sich alles wieder, was Sonic Youth ausmacht und das in bester Form. Ablehnung gegen geltende Normen ("Teenage Riot"), musikalischer Wahnsinn ("Silver Rocket", "Trilogy"), stille Zurückhaltung ("Providence") und die unglaubliche Schönheit, die die Musik dieser Band besitzt ("The Sprawl", "Candle"). Jedes einzelne Lied muß sich erst im Kopf festsetzen, damit man es versteht und seine Besonderheiten erkennt. Und gerade das macht "Daydream Nation" zu einem Evergreen. Die Platte hat sogar genug Potential, um trotz ihrer Underground-Wurzeln noch ein paar Mainstream-Typen zu gefallen *g*.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
SONIC YOUTH, 15. Juni 2003
Neben Pixies "Doolittle" dürfte "DAYDREAM NATION" von SONIC YOUTH zu den einflußreichsten Scheiben der ausgehenden 80er in Sachen amerikanischer Indi-Rockmusik gehören. Erschienen 1988, also ein Jahr vor "Doolittle" zeigte die New Yorker Noise-Truppe Sonic Youth wohin der Weg in den 90ern gehen sollte. Der aufgeblsene und verlogene Mainstream-Rock der 80er hatte nach "Daydream nation" engültig seine Berechtigung verloren und machte den Weg frei für unzählige Bands aus dem Underground, Seattle-Grunge und den heutigen Nu-Metall-Bands. "Daydream nation" ist der Beweis, daß jede US-Undground-Band die etwas auf sich hielt bei Sonic Youth klauen mußte. Kim Gordon, Thurston Moore, Lee Ronaldo und Steve Shelly führten allen Gitarristen bis zum heutigen Tag vor wie man Rock'n Roll zerstört und anschließend wieder neu erfindet. "Daydream nation" ist die vieleicht beste Scheibe der New Yorker Avantgardisten, was aber die Qualität ihrer anderen Scheiben in keinster Weise schmälern soll und kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|