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Moviemans Kommentar zur DVD: Die Farben sind eher kühl angelegt, gehen etwas ins Bläuliche Dank Filtereinsatz, sehen aber sehr ansprechend und in sich stimmig aus. Rauschen ist in erkennbarer, aber nicht störender Form vorhanden. Der Film weist einen starken Kontrast auf. Er spielt fast nur nachts und das in kalten und kühlen Farben. Schwarze Elemente sind jedoch gut konturiert (Jacken bei 00:12:05). Die Schärfe zeichnet sich durch gute Kantenführung aus. Die Ränder sind rasiermesserscharf geschnitten. Filigrane Details wie Haare könnten noch etwas genauer dargestellt sein, alles in allem ist der Schärfewert für SD jedoch auf schönem Niveau. Die Kompression neigt zu Anflügen von Blockrauschen. Auf den Straßen nimmt man das Leben wahr. Geräusche von Autos und Vampiren sind aus allen Ecken und Enden zu hören. Direktionale Wirkung ist dabei ebenso ausgeprägt wie ein gutes Gespür für Dynamik. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen makellos und klar dargeboten. Das Englische wirkt jedoch noch ein klein wenig authentischer und etwas weniger steril. Das Bonusmaterial ist umwerfend. Es gibt den Trailer in deutscher und englischer Sprache und einen Audiokommentar der Regieführenden Brüder. Kernstück des Bonusmaterials ist jedoch das Making Of, das eine Laufzeit von fast zwei Stunden hat. Minutiös wird die Entstehung des Films dokumentiert, von der Entwicklung des Drehbüchs über das Casting, Rehearsals, Vorproduktion, Dreharbeiten, Nachproduktion und Auswertung. Eine Vielzahl von Machern und Schauspielern kommt hier zu Wort. Außerdem gibt es viele Konzeptzeichnungen, Animatics, Maquettes und vieles mehr zu sehen. Abgerundet wird das alles durch einen Kurzfilm der Spierig-Brüder, der sehr originell ist und sogar eine tragische Note besitzt. --movieman.de
Kurzbeschreibung
Rezension
Futuristischer Vampirthriller mit Ethan Hawke (BEFORE SUNRISE), in der Blutsauger die Welt regieren und aufgrund der zunehmenden Menschenknappheit vor einer lebensbedrohlichen Nahrungskrise stehen. Die australischen Brüder Michael and Peter Spierig gaben 2003 ihr Debüt mit der amüsanten Zombie-Splatterkomödie THE UNDEAD, die in Fankreisen hochgelobt wurde, und bleiben ihrem präferierten Genre auch bei ihrem zweiten, deutlich aufwändiger realisierten und hochkarätiger besetzten Film treu. Nach eigenem Drehbuch umgesetzt, entwarfen sie eine detaillierte Zukunftsvision voller Metaphern und religiöser Symbole. Man schreibt das Jahr 2019. Die Mehrheit der Bevölkerung besteht nach einer von Fledermäusen verursachten Epidemie aus unsterblichen Untoten. Der Blutnachschub ist daher spärlich, die Gesellschaft droht in Chaos zu verfallen. Aufgrund der Unterernährung degenerieren die Blutsauger zu tollwütigen Fledermausmonstern, die Jagd auf andere Vampire machen. Der Megakonzern von Charles Bromley (Sam Neill) will daher einen Blutersatz entwickeln. Einer der beteiligten Wissenschaftler ist der menschenfreundliche Hämatologe Edward Dalton, gespielt von Ethan Hawke, der zufällig Bekanntschaft mit einer Gruppe von mit Armbrüsten bewaffneten Menschen schließt. Darunter befinden sich der knorrige Elvis (Willem Dafoe übernimmt einen ähnlichen Part wie Kris Kristofferson in der BLADE-Trilogie) und die resolute Audrey (Aussie-Star Claudia Karvan könnte als Famke Janssens Zwillingsschwester durchgehen). Sie haben eine Methode entdeckt, Vampire in Menschen zurück zu verwandeln und verfügen damit über den Schlüssel zur Rettung der Welt. Kommerzhai Bromley und seine militärischen Schergen sind von dieser Lösung nicht sonderlich begeistert. Er will sie verhindern, wenn nötig auch mit Gewalt. Daraus resultieren etliche Splatter-Action-Momente - Körper-Explosionen, Organ-Regen und Köpfe-Rollen nach bewährtem Oldschool-Horrormuster inklusive. Der eigentliche Unterhaltungswert der allegorischen Sci-Fi-Vision mit Fangzahn-Eskapaden liegt jedoch vorrangig im durchdachten Alltagsporträt der Vampirwelt. Dafür ließen sich die Filmemacher durch einen Wettbewerb inspirieren, der das Leben in einer lichtsterilen Umwelt ausmalte. So haben beispielsweise Autos schwarz getönte Scheiben, der Fahrer navigiert mit einem Videomonitor. Dies resultiert im Film in einer innovativen Autoverfolgungsjagd, in der Edward weniger den Projektilen denn den durch die Einschüsse einfallenden Sonnenstrahlen ausweichen muss. Wenn auch nicht unbedingt brandneu, so doch trefflich eingesetzt sind des weiteren die Ideen von globalen Konzernen als buchstäblich herzlose Blutsauger und Blut als Metapher für zur Neige gehende Rohstoffe. Trotz vergleichsweise bescheidener Mittel ergibt sich so ein ambitioniertes und kurzweiliges Horrordrama, das Fans weltweit zu schätzen werden wissen. (Blickpunkt:Film)